Ernährung und Verhalten: Du bist, was du isst?

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Ernährung und Verhalten: Du bist, was du isst?

Angenommen du wirst gefragt, woran wir den  Charakter eines Menschen erkennen: Wie antwortest du?

Vermutlich würdest du erst seine Taten für sich sprechen lassen, ehe du urteilst. Schließlich können wir nicht in andere Menschen hineinsehen. Wir wissen nichts über ihre Gedanken. Wir sehen nur, was sie durch ihr Verhalten preisgeben. Dabei sehen wir das Verhalten eines Menschen oft als stabil an. Es ist eben ein Teil seiner Persönlichkeit. Doch was, wenn äußere Faktoren unser Verhalten beeinflussen können? Besteht eine Verbindung zwischen Ernährung und Verhalten?

Jahrtausende lang glaubten Menschen, dass Ernährung und Verhalten zusammenhängen. Der Verzehr eines Kaninchens mache beispielsweise friedlich. Der Verzehr eines Löwen mache hingegen aggressiv. Dieser Glaube ist natürlich veraltet und mit unserem modernen Wissen nicht mehr vereinbar. Dennoch nahm das Interesse an Ernährung und Verhalten im letzten Jahrhundert wieder stark zu. Das hing auch mit dem neuen Gesundheitsbewusstsein der Menschen zusammen. Viele sahen in der Ernährung ein Wundermittel, das gegen fast alle Krankheiten hilft. Häufig kam es dabei auch zu Fehlinterpretationen von wissenschaftlichen Studien. Wenn die Forscher einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten fanden, wurden dieser oft in ein falsches Licht gerückt. Dann hieß es plötzlich, dass die Ernährung unser Verhalten  beeinflusst, obwohl das auch umgekehrt der Fall sein könnte.

Der National Research Council hat ein Buch namens „Violence Behavioral Influences“ herausgebracht. Darin befindet sich ein Kapitel über den Einfluss der Ernährung bei gewalttätigen Verhaltensweisen. Ja, du hast richtig gehört: Aggressives Verhalten hängt auch mit der Ernährung zusammen. Wie genau das aussieht, werde ich im Folgenden erklären.

Blutzucker und Verhaltensauffälligkeiten

Früher glaubten die Menschen, dass Fette schlecht für unsere Gesundheit sind. Neuere Studien stellten dieses Bild der bösen Fette jedoch auf den Kopf. Stattdessen rückte nun der Zucker ins Visier der Forscher. Mittlerweile ist bekannt, dass zuckerhaltige Lebensmittel zahlreiche Krankheiten auslösen können. Darüber hinaus vermuten auch immer mehr Leute einen schlechten Einfluss von Zucker auf unser Verhalten. Einige Personen berichten, sich nach einer zuckerhaltigen Mahlzeit gereizt und launisch zu fühlen. Bei fett- oder eiweißreichen Mahlzeiten haben sie dieses Gefühl hingegen nicht. Doch woran liegt das? Gibt es also tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten oder nicht?

Einige der mit Zucker verbundenen Verhaltensweisen können durch Hypoglykämie entstehen. Damit ist ein Zustand der Unterzuckerung gemeint. Kohlenhydrate liefern nämlich nicht nur Energie. Sie lassen auch den Blutzucker ansteigen. Das betrifft vor allem einfache Kohlenhydrate, die in Früchten, Milch, Weißmehlprodukten und Haushaltszucker enthalten sind. Auf den Anstieg folgt jedoch ebenso schnell wieder der Abstieg. Das hängt mit Stoffwechselvorgängen in unserem Körper zusammen. Durch zuckerhaltige Lebensmittel bekommen wir einen schnellen Energieschub. Allerdings ist die gewonnene Energie auch ebenso schnell wieder verbraucht. Und dann tritt der gegenteilige Effekt ein. Wir fühlen uns erschöpft. Das hat wiederum Auswirkungen auf unsere Stimmung. Wie du vielleicht schon an dir selbst gemerkt hast, machen zuckerhaltige Lebensmittel schneller müde. Dann dauert es eine Weile, bis sich unser Blutzuckerspiegel wieder eingependelt hat.

Wenn der Blutzuckerspiegel außer Kontrolle gerät

Es gibt aber auch Menschen, die besonders starken Blutzuckerschwankungen unterliegen. Das betrifft zum Beispiel medikamentös falsch eingestellte Diabetiker. Ihr Blutzucker kann bis unter 50 Milligramm pro Deziliter fallen. Dann machen sich Symptome einer Unterzuckerung bemerkbar. Dazu zählen zum Beispiel kalter Schweiß und Zittrigkeit. Die Betroffenen werden ängstlich und fühlen sich schwach. Außerdem sind sie verwirrt und haben Hunger. Meistens verbessern sich die Begleiterscheinungen aber wieder, sobald sie etwas essen.

Zwischen den 60er und 90er Jahren war es in Fachkreisen üblich, Personen mit solchen Symptomen eine Hypoglykämie zu diagnostizieren. In solchen Fällen wurde dann meistens von einer funktionellen beziehungsweise relativen Hypoglykämie gesprochen. Damit versuchten die behandelnden Ärzte, psychische Leiden durch körperliche Störungen zu erklären.

Angeblich würden Personen mit relativer Hypoglykämie häufiger folgende Verhaltensauffälligkeiten entwickelten:

  • Schlaflosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Vergesslichkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Verwirrung
  • Schreikrämpfe
  • Phobien
  • Ängste und Depressionen
  • Schizophrenie
  • manisch depressive Symptome
  • psychopathisches und antisoziales Verhalten
  • chronischer Alkoholismus
  • suizidale Neigungen

In Wahrheit gab es jedoch keine medizinischen Beweise für diese These. Mehrere Studien zeigten, dass Hypoglykämie und Blutzuckerspiegel nicht immer Hand-in-Hand gehen. Oftmals zeigen die Betroffenen Symptome, ohne einen tatsächlichen Blutzuckerabfall vorweisen zu können. [1]

Das passiert, wenn unser Blutzucker absackt

Damit Symptome wie Verwirrtheitszustände auftreten, müsste es zu einem sehr drastischen Abfall des Blutzuckers kommen. Er müsste bis unter 50 Milligramm pro Deziliter fallen. Das ist in der Praxis kaum der Fall. Der Glukosespiegel eines durchschnittlichen Menschen ist fast immer über 70 und fast nie unter 50. Stärkere Abfälle beobachten wir für gewöhnlich nur bei Personen mit Tumoren oder bei den zuvor erwähnten falsch eingestellten Diabetikern. Bei diesen Personengruppen kann es in der Tat zu Verhaltensauffälligkeiten kommen. Viele Betroffenen reagieren dann aggressiv. Ihr Körper kämpft gegen den Tod an und schüttet Stresshormone aus. Diese Stresshormone rufen wiederum Symptome wie Schwäche, Übelkeit, Herzrasen und Schwitzen hervor. Sollte ein kritisches Maß unterschritten sein, werden die Betroffenen mitunter auch psychotisch. Unser Gehirn kann bei einem starken Blutzuckerabfall nämlich nicht mehr richtig funktionieren. Wie bereits erwähnt, ist dies beim Durchschnittsmenschen allerdings selten der Fall.

Dass die Diagnose einer relativen Hypoglykämie dennoch so populär geworden war, lag an der sozialen Akzeptanz der Krankheit. Stoffwechselkrankheiten wurden zur damaligen Zeit eher für voll genommen als psychische Leiden. Mitunter ist das heutzutage immer noch so. Daher waren solche Diagnosen oft das geringere Übel für die Betroffenen. Außerdem glaubten viele, die Erkrankung durch die Umstellung der Ernährung eher zu bewältigen. Das hatte auch einen psychologischen Effekt, da die Betroffenen so ein Gefühl von Kontrolle vermittelt bekamen.

Subjektives Unwohlsein nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten

Nichtsdestotrotz fühlen sich manche Personen nach dem Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel unwohl. Dieses Zuckerabsturzgefühl tritt meistens 90 bis 120 Minuten nach einer süßen Mahlzeit auf. Wer gleichzeitig Fette und Proteine zu sich nimmt, hat dieses Problem oft nicht. Es ist also unwahrscheinlich, dass diese Symptome rein psychosomatisch sind. Möglicherweise spielen hier noch andere Faktoren mit hinein, die wir nicht alle zur Gänze kennen. Eventuell reagieren manche Personen auch sensibler auf Blutzuckerschwankungen als andere.

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Blutzucker und gewalttätiges Verhalten

Macht Unterzuckerung straffällig?

Es gibt spezielle Personengruppen, die tatsächlich einen gestörten glykämischen Stoffwechsel aufweisen. Dazu zählen zum Beispiel Personen mit bestimmten psychischen Störungen.

Studien von Virkkunen und seinen Kollegen zeigten beispielsweise, dass Kriminelle häufiger Merkmale einer Hypoglykämie aufweisen. Hierfür verglichen sie den Glukose- und Insulinspiegel von männlichen Straftätern mit denen von unbelasteten Männern. Bei den männlichen Straftätern handelte es sich um Personen mit antisozialer Persönlichkeitsstörung oder einer intermittierenden explosiblen Störung.

Was die Störungen für die Betroffenen bedeuten

Antisoziale Personen missachten und verletzen die Rechte anderer. Um die Diagnose stellen zu können, müssen mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Die Betroffenen versagen darin, sich gesetzmäßig zu verhalten und gesellschaftliche Normen zu befolgen. Sie begehen wiederholt Straftaten.
  • Sie lügen, gebrauchen Decknamen oder betrügen andere aus Vergnügen oder zu ihrem persönlichen Vorteil.
  • Sie sind impulsiv oder können nicht vorausschauend planen.
  • Sie sind reizbar und aggressiv. Häufig neigen sie zu wiederholten Schlägereien und Überfällen.
  • Sie missachten die eigene Sicherheit beziehungsweise die Sicherheit anderer.
  • Sie sind durchgängig verantwortungslos. Oftmals versagen sie darin, eine dauerhafte Tätigkeit auszuüben oder finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
  • Sie zeigen keine Reue, sind gleichgültig und rationalisieren ihre Taten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sie andere Menschen kränken, misshandeln oder bestehlen.

Zu einer intermittierenden explosiblen Störung zählen alle Störungen, die durch eine mangelnde Impulskontrolle gekennzeichnet sind. Die Personen reagieren aggressiv und gewalttätig. Kennzeichnend ist dabei oft, dass sie automatisch und dranghaft handeln. Dabei schädigen sie sich selbst oder andere.

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Aber um auf die Studie zurückzukommen:

Der Blutzuckerspiegel der Straftäter stieg anfangs stärker an als der von unbelasteten Personen. Dieser Anstieg kehrte sich jedoch schnell ins Gegenteil um. Der anfänglich hohe Blutzucker sank dann auf Werte im Bereich einer Hypoglykämie.

Die beiden Störungsgruppen wiesen zudem ein unterschiedliches Muster auf. Der Blutzucker von der intermittierenden explosiblen Gruppe fiel schneller ab als von der antisozialen Gruppe. Zudem kehrte er schneller wieder zu den Ausgangswerten zurück.

Männer mit antisozialer Persönlichkeit schütteten zudem mehr Insulin ins Blut aus als die anderen beiden Gruppen. Dieser Anstieg an Insulin im Blut könnte eine mögliche Erklärung für die Hypoglykämie sein. Wie du vermutlich bereits weißt, ist Insulin dafür zuständig, Glukose in die Zellen abzugeben. Damit reguliert es gleichzeitig unseren Blutzucker. Der kann dann nicht mehr so schnell ansteigen. Wird jedoch zu viel Insulin ausgeschüttet, ist nicht mehr ausreichend Glukose im Blut vorhanden. Dann tritt der gegenteilige Effekt ein. Es kommt zu einer Unterzuckerung.

Nachfolgende Studien von Virkkunen zeigten außerdem, dass die Dauer der Hypoglykämie mit folgenden Verhaltensauffälligkeiten einhergeht:

  • Verhaltensprobleme
  • Schlafschwierigkeiten
  • Diebstahl
  • Schule schwänzen
  • Verbrechen gegen Eigentum
  • mehrfache Gefängnisaufenthalte

Also ist die Unterzuckerung an allem schuld?

Wie du nun weißt, führt eine Unterzuckerung bei bestimmten Personen zu Verhaltensproblemen. Aber ist der niedrige Blutzucker wirklich die Ursache der Verhaltensprobleme oder lediglich ihr Auslöser?

Es ist ebenso denkbar, dass gewalttätige Menschen im Schnitt weniger essen. Dadurch würden sie nicht ausreichend mit Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden.

Tatsächlich haben die Betroffenen oft einen geringeren Appetit. Das kommt vermutlich daher, dass sie in den meisten Fällen Alkoholiker sind. Alkohol ersetzt jedoch einen Großteil der Nahrung. Das führt dazu, dass sie weniger Nährstoffe zu sich nehmen.

Wie die Autoren in ihren Studien feststellten, hatten viele vor einer Straftat stundenlang nichts gegessen. Daher könnte es sein, dass die Hypoglykämie auch durch eine falsche beziehungsweise fehlende Ernährung verursacht wird. Diese würde wiederum aufgrund des Lebensstils und des Alkoholmissbrauches begünstigt werden. So betrachtet hängen Ernährung und Verhalten tatsächlich zusammen.

Was Alkohol außerdem bewirkt

Desweiteren erhöht Alkohol die Insulinausschüttung, was den Blutzuckerspiegel ebenfalls senken lässt. Was natürlich auch mit hineinspielt, ist die Wirkung des Alkohols selbst. Möglicherweise hast du schon davon gehört, dass Alkohol den Blutzuckerspiegel senkt. Das geschieht allerdings nicht sofort, sondern innerhalb mehrerer Stunden. Selbst einen halben Tag später können noch Symptome von Unterzuckerung auftreten. Alkohol beeinträchtigt nämlich die Neubildung von Zucker in der Leber. Wie stark diese Beeinträchtigung ausfällt, ist auch von der Art des Getränkes abhängig. Bier führt zum Beispiel zu einem schnellen Blutzuckeranstieg. Allerdings fällt er auch ebenso schnell wieder ab. [2]

Nur zur Erinnerung: Unsere Leber speichert Kohlenhydrate in Form von Glykogen. Über den Tag gibt sie dieses Glykogen als Glukose wieder ins Blut ab. Das gelangt dann zu unseren Geweben und Organen. Diese können so mit Energie versorgt werden. Dieser Vorgang ist allerdings gehemmt, wenn die Leber stattdessen Alkohol abbauen muss. Das hat zur Folge, dass sich im Blut weniger Glukose befindet. Dadurch wird weniger Insulin benötigt. Je mehr Alkohol wir trinken, desto länger dauert die Hemmung an. Auch Geschlecht, Größe und Gewicht spielen da natürlich mit hinein. Frauen bauen Alkohol zum Beispiel langsamer ab als Männer. In der Regel fängt die Hemmung übrigens schon bei 0,45 Promille Alkohol im Blut an.

Darüber hinaus tötet Alkohol Nervenzellen ab und wirkt enthemmend. Das kann ebenfalls aggressiv machen. . Somit kann straffälliges Verhalten auch ein Ergebnis der (jahrelangen) Sucht sein.

Ein Problem an Virkkunens Untersuchungen war jedoch, dass sie die vergangenen Essgewohnheiten nicht erfassten. Daher lässt sich nicht feststellen, inwieweit die Ernährung tatsächlich die Hypoglykämie hervorrief.

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Wirkt sich Zucker auf Straftäter aus?

Schoenthaler untersuchte, wie sich ein geringer Zuckerkonsum auf das Verhalten von Insassen in Jugendgefängnissen auswirkt. Ein Problem seiner Studien war jedoch, dass er einen Zucker häufig nur gegen einen anderen ersetzte (zum Beispiel Honig gegen Tafelzucker). Außerdem überprüfte er nicht, wie viel Zucker die Jugendlichen tatsächlich außen. Da die Ernährung sowohl von den Jugendlichen als auch von den Wärtern bewusst umgestellt wurde, könnte zudem das Wissen über die Studie das Verhalten geändert haben. Wenn Menschen ein bestimmtes Ergebnis erwarten, neigen sie nämlich oft dazu, dieses selbst herbeizuführen. Vielleicht kennst du das auch aus einigen Bereichen deines Lebens. Mitunter lassen wir uns zu Dingen überreden, auf die wir keine Lust haben. Diese Unlust kann jedoch schnell zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Wenn du nur widerwillig auf eine Party gehst, wirst du vermutlich weniger Spaß haben, als wenn du dich die ganze Zeit darauf gefreut hättest.

Im Großen und Ganzen liefern die Studien von Schoenthaler daher keine überzeugenden Belege für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten. Das Design seiner Untersuchungen war ungünstig gewählt und die statistischen Analysen oft nicht geeignet. Zu diesem Thema bedarf es daher noch weitere Untersuchungen. An dieser Stelle würden sich zum Beispiel Cross-Over Studien eignen: Die eine Hälfte bekommt erst zuckerhaltige Nahrungsmittel und dann künstlich gesüßte. Bei der anderen Hälfte wird dies auf umgekehrte Weise gemacht. Zum Schluss werden beide Gruppen hinsichtlich der Wirkung miteinander verglichen.

Der Einfluss der Blutcholesterine auf gewalttätiges Verhalten

Mehrere Studien von Virkkunen zeigten, dass geringere Blutcholesterinwerte mit gewalttätigem Verhalten einhergehen können. Mörder mit antisozialer Persönlichkeitsstörung oder mit intermittierender explosibler Störung haben geringere Cholesterinwerte als andere Mörder. Dies betrifft vor allem Männer unter 30 Jahren. Dieser niedrige Cholesterinspiegel begünstigt wiederum die Insulinausschüttung und kann Symptome einer Hypoglykämie hervorrufen.

Allerdings machten auch diese Studien keine Angaben darüber, wie sich die Personen in der Vergangenheit ernährt haben. Daher wissen wir nicht genau, inwieweit die Ernährung eine auslösende Rolle spielt. Zudem kann auch Alkohol den Cholesterinspiegel beeinflussen.

Bleivergiftungen und Straffälligkeit

Eine Studie von Needleman fand heraus, dass eine Bleivergiftung während der Kindheit das Verhalten längerfristig beeinflusst. Das geschieht zum Beispiel beim Konsum bleihaltiger Farben. Die Betroffenen entwickeln häufig Symptome von ADHS. Damit ist eine Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung gemeint. ADHS-Betroffene neigen wiederum dazu, häufiger straffällig zu sein.

Blei kommt übrigens auch in kontaminierten Lebensmitteln vor. Die Europäische Kommission hat Höchstwerte für Blei bei bestimmten Lebensmitteln festgelegt.

Durch Niederschläge und Staub gelangt Blei auf Früchte und Blätter. Daher betrifft das vor allem oberirdisch wachsende pflanzliche Lebensmittel.

Durch bleihaltige Munition oder Futtermittel kann der Giftstoff allerdings auch in Tiere gelangen. Auch Bleirohre in älteren Wohnhäusern können eine Gefahrenquelle darstellen. Blei kann zudem auch in Nahrungsergänzungsmitteln vorkommen.
Im Allgemeinen ist die Wahrscheinlichkeit einer Bleivergiftung durch Lebensmittel in Europa allerdings sehr gering. [3]

Serotonin und Depressionen

Eine weitere Ursache für den niedrigen Glukosespiegel im Blut könnte Serotonin sein. Die Details im Zusammenhang mit Straffälligkeit sind aber noch nicht vollständig geklärt.

Bei Serotonin handelt es sich um einen Neurotransmitter unseres Nervensystems. Er ist unter anderem dafür zuständig, dass wir uns zufrieden und gelassen fühlen.

Niedrige Serotoninspiegel senken hingegen unsere Stimmung. Dadurch steigt die Gefahr von Depressionen. Außerdem kann unser Gedächtnis nicht hundertprozentig funktionieren, wenn wir zu wenig Serotonin im Kopf haben. Das kann Gedächtnisprobleme nach sich ziehen. Darüber hinaus reguliert Serotonin auch unsere Emotionen. Daher kann ein niedriger Spiegel auch aggressive Verhaltensweisen begünstigen. Wir wirken dann eher launisch und unausgeglichen. Das beeinflusst natürlich auch, wie wir uns anderen gegenüber verhalten. Bei schlechter Stimmung sollten wir daher immer unser Serotonin im Hinterkopf haben.

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Gibt es eine Möglichkeit, die Serotoninproduktion zu beeinflussen?

Judith Wurtman ist Direktorin des Programms für Frauengesundheit am MIT Clinical Research Center. Sie ist der Auffassung, dass wir mit Kohlenhydraten den Serotoninspiegel in unserem Gehirn regulieren. Serotonin beeinflusst wiederum unsere Stimmung und unseren Appetit. Demzufolge bräuchten wir Kohlenhydrate, um uns ausgeglichen und satt zu fühlen. Damit sie ihre Wirkung voll entfalten können, dürften wir diese Lebensmittel allerdings nicht in Kombination mit Proteinen essen. Ansonsten würde nicht ausreichend Serotonin hergestellt.

Auf der anderen Seite machen fetthaltige Lebensmittel wie Käse ihrer Ansicht nach müde, apathisch und gereizt. Insbesondere Frauen seien davon betroffen. Diese haben im Schnitt weniger Serotonin im Gehirn als Männer. Viele Menschen müssten demzufolge immer eine bestimmte Menge an Kohlenhydraten essen, um ihre Stimmung aufrecht zu erhalten. [4] So betrachtet müsste es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten geben.

Doch ist das wirklich so?

Was die Wissenschaft dazu meint

Mehrere Studien [5,6,7] haben gezeigt, dass Zucker süchtig macht. Das sehen wir oft bei übergewichtigen Personen, die ihre Stimmung mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln aufputschen wollen. Dazu zählen Fertigprodukte sowie verarbeitete Lebensmittel. Diese enthalten neben dem Zucker meistens auch viel ungesundes Fett. Häufig betrifft dies Personen, die bei Stress an Gewicht zunehmen, sowie Patienten mit einer Winterdepression.

Studien an Ratten unterstützen die Hypothese, dass Zucker Opiode und Dopamin freisetzt. Das sind Stoffe, die sich auf das Belohnungszentrum im Gehirn auswirken. Das kann eine Sucht nach diesen Nahrungsmitteln begünstigen.

Außerdem zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, dass alkohol- und drogenabhängige Personen meistens eine Präferenz für Süßes haben. Das hängt damit zusammen, dass Zuckersucht ähnliche Rezeptoren in unserem Gehirn aktiviert wie andere Süchte. Das Märchen vom glücklich machenden Zucker hat also wenig mit der Realität zu tun. Ansonsten müssten wir auch Alkohol und Drogen nachsagen, glücklich machende Wirkungen aufzuweisen. Während des Konsums ist dies vermutlich auch der Fall. Allerdings kehrt sich dieses Gefühl nach Ende des Rausches ins krasse Gegenteil um.

Beim Zucker ist dies ähnlich

Falls du in der Vergangenheit öfter Zucker gegessen hast, kennst du das vermutlich bereits. Sobald wir eine Weile keinen Zucker zu uns nehmen, fühlt sich unser Körper angespannt und unruhig. Er verlangt nach neuem Zucker. In solchen Momenten sind wir oft schneller gereizt. Das Verlangen lässt erst nach, wenn wir der Sucht nachgeben oder eine Weile keinen Zucker mehr essen. Natürlich ist letzteres zu bevorzugen, da es den Kreislauf des Verlangens endgültig unterbricht.

Wie ein Überblick aus dem Jahr 2006 zeigen konnte, eignet sich Schokolade übrigens nicht als Strategie zur Stimmungsaufhellung. Sie bewirkt häufig, dass die negative Stimmung länger andauert. Forscher vermuten, dass das häufig auch am schlechten Gewissen liegt.  Wir wissen, dass Schokolade ungesund ist. Deshalb fühlen wir uns im Nachhinein oft schlecht, wenn wir welche gegessen haben.

Nun könnten wir natürlich behaupten, dass die durch Zucker hervorgerufene schlechte Stimmung gleichzeitig aggressiv macht. Das sollten wir jedoch mit Vorsicht betrachten. Es gibt nach wie vor sehr wenig Forschung zu Ernährung und aggressiven Verhaltensweisen. Auch darf der Einfluss der Ernährung nicht überbewertet werden, da noch zahlreiche weitere Faktoren mit hineinspielen.

Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 1995 fand keine eindeutigen Hinweise, dass zuckerhaltige Lebensmittel Verhalten und kognitive Leistung beeinflussen. Die Autoren schlossen allerdings nicht aus, dass es bei bestimmten Personengruppen einen kleinen Effekt geben könnte.

Unter anderem gibt es Hinweise, dass Zucker die Symptome einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung hervorrufen oder verschlimmern kann. Mehr Informationen dazu findest du unter [Ketoseportal – ADHS Link einfügen].

In einem solchen Fall sprechen wir auch von einem CARB-Syndrom. [8]

Was das CARB-Syndrom aussagt

„Personen, die empfindlich auf Lebensmittel reagieren, haben […] kein ADHS im eigentlichen Sinn. Sie leiden unter einer Form von Nahrungsmittel-induzierter Hirn-Dysfunktion: das sogenannte CARB-Syndrom. Zu den Verursachern dieses Syndroms zählt Wilson vor allem stark verarbeitete Lebensmittel. Menschen mit diesem Syndrom können bis zu 22 Symptome entwickeln.

Zu den 22 Symptomen gehören:

  1. Heißhunger auf Kohlenhydrate
  2. Anormales Hungergefühl
  3. Übermäßige körperliche und geistige Ermüdung
  4. Konzentrationsschwierigkeiten
  5. Schlechte Impulskontrolle
  6. Gefühle von Depression
  7. Übermäßige Angst
  8. Übermäßige Stimmungsschwankungen
  9. Schlaflosigkeit
  10. Mangel an richtiger sensorischer Filterung
  11. Geringes Selbstwertgefühl
  12. Geringes Selbstbewusstsein
  13. Verlust der kognitiven Funktion
  14. Mangel an Empathie
  15. Chronischer Schmerz
  16. Kurzzeitgedächtnisprobleme
  17. Interne Unruhe und rasende Gedanken
  18. Schlechte Hörfähigkeiten
  19. Zwanghafte Tendenzen
  20. Intestinale Symptome
  21. Erhöhte Verzögerung bei der Kommunikation
  22. Bewusstes Nachdenken über Nahrung und Essen„

Wie du siehst, kann Zucker also durchaus unsere Persönlichkeit und unser Verhalten negativ beeinflussen. Es reagieren allerdings nicht alle Menschen gleichermaßen sensibel darauf. Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten ist also nicht immer eindeutig.

Fette und wie sie das limbische System beeinflussen

Daniel Amen gibt in seinem Buch „Change your brain, Change your life“ einen kurzen Überblick zu Ernährung und Verhalten.

Dabei nimmt er Bezug auf zwei Studien des amerikanischen Journals of Psychiatry. Die Autoren verglichen Männer mit hohen und niedrigen Cholesterinwerten. Diejenigen mit den niedrigsten Cholesterinwerten wiesen die höchste Selbstmordrate auf. Unser lymbisches System im Kopf benötigt nämlich Fette. Sonst kann es nicht richtig funktionieren. Vor allem Omega-3-Fettsäuren sind wichtig.

Auch Proteine sollten wir ausreichend zu uns nehmen, da sie die Bildung von Neurotransmittern beeinflussen. Hierbei ist die richtige Dosis wichtig. Wenn wir zu viele Proteine essen, kann sich das nachteilig auf die Produktion von Aminosäuren in unserem Kopf auswirken.

Wenn du zu viele Aminosäuren zu dir nimmst, wird dein Körper diese wieder abbauen und eliminieren. Dabei entsteht Harnstoff. Mehr Harnstoff zwingt unsere Nieren dazu, mehr Blut zu filtern. [9]

Laut einer neueren Studie zu Ernährung und Verhalten verkraften unsere Nieren das. Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion könnten allerdings Probleme bekommen.

Zu wenige Proteine können wiederum zahlreiche Mängel nach sich ziehen. Dazu gehören zum Beispiel Wachstums- und Entwicklungsstörungen.

Serotoninmangel: Ein Problem des limbischen Systems?

Niedrige Serotoninspiegel hängen oft mit Problem im limbischen und zingulösen System zusammen. Das sind spezielle Bereiche in unserem Gehirn.

Das limbische System verarbeitet Emotionen und fördert die Bindung zu anderen Menschen. Es hilft uns beim Kontrollieren unserer Stimmungen. Außerdem ermöglicht es uns, bestimmte Ereignisse als wichtig einzustufen. Es speichert somit jene Erinnerungen, die für uns emotional bedeutsam waren. Das können sowohl positive als auch negative Ereignisse sein. Darüber hinaus ist das limbische System für Motivation, Appetit und Schlaf wichtig. Es hängt auch mit unserem Geruchssinn zusammen und reguliert die Libido.

Dein Zingulum hilft dir dabei, die Aufmerksamkeit von einem Gedanken zum anderen zu verlagern. Damit kannst du dich auf wechselnde Situationen einstellen. Wenn dieser Teil des Gehirns überaktiv ist, bleiben Menschen oft in Gedankenschleifen stecken. Das äußert sich zum Beispiel anhand von permanenten Sorgen oder starren Verhaltensweisen.

Der Serotoningehalt kann durch Tryptophan aufgebessert werden. Das ist eine natürlich vorkommende Aminosäure. Sie ist in Milch, Fleisch und Eiern enthalten.  Auch Nahrungsmittelergänzungen können helfen. 12-20 Milligramm L-Tryptophan am Tag reduziert depressive Anzeichen und Launenhaftigkeit.

Fettverbrenner vs. Zuckerverbrenner

Die Autorin und Psychiaterin Nora Gedgaudas argumentiert in ihrem Buch „Primal Body – Primal Mind“, dass Fettverbrenner eher ruhig und gelassen sind. Im Vergleich dazu sind Zuckerverbrenner eher launisch und schneller gereizt. Sie neigen häufiger zu Gemütsschwankungen und kognitiven Problemen.

Gedgaudas empfiehlt deshalb eine kohlenhydratarme und fettreiche Ernährung.  Außerdem weist sie auf reichlich Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D hin. Beide Stoffe finden wir in Fettfischen. Wir benötigen sie, damit unser Nervensystem richtig funktioniert. Bei Vitamin D Mangel fühlen wir uns müde und depressiv. Unser Denken ist verlangsamt und wir können schlecht schlafen. Ein niedriger Omega-3-Fettsäurespiegel steht ebenfalls mit Depressionen sowie mit bipolarer Störung in Zusammenhang. Bipolar ist eine Person, wenn sie mal himmelhoch jauchzend und mal zu Tode betrübt ist.

Fettsäuren und Cholesterin: besser als ihr Ruf

Desweiteren empfiehlt Gedgaudas reichlich gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Diese sind für Gedächtnis, Zellalterung und unser hormonelles Gleichgewicht zuständig.

Wissenschaftler fanden heraus, dass ältere Menschen mit den höchsten Cholesterinspiegeln die beste Gedächtnisfunktion hatten. Die Ergebnisse bezogen sich sowohl aufs Gesamtcholesterin als auch auf den LDL-Spiegel.

Darüber hinaus ist natürlich auch ein hoher HDL-Cholesterinspiegel mit einem niedrigeren Risiko für Demenzen verbunden. Ein niedriger Cholesterinspiegel führt hingegen zu einem höheren Risiko für Depressionen. Zudem sterben Personen mit geringeren Cholesterinwerten meistens früher.

Cholesterin ist zudem ein zentraler Bestandteil von Steroidhormonen. Dazu zählen auch Stresshormone. Mit ihrer Hilfe kann sich der Körper an stressige Situationen anpassen. Außerdem beteiligt sich Cholesterin  an der Bildung von männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen.

Darüber hinaus ist es Bestandteil der Zellmembran, die unsere Zellen von außen abgrenzt. Da Zellmembranen halbdurchlässig sind, gelangen so einzelne Stoffe hindurch. Andere können dies aufgrund ihrer Größe oder Ladung nicht. Somit gelangen keine Stoffe hinein, die nicht hineingehören. Dadurch bleiben die Zellen in einem chemischen Gleichgewicht. [10]

Unsere Vorfahren waren einst Ketarier

Zu ihren Überzeugungen kam Gedgaudas übrigens durch ihre klinische Erfahrung als Psychiaterin. Auch der Vergleich mit prähistorischen Gesellschaften brachte sie darauf. Bevor die Menschen sesshaft wurden, verbrannten sie nämlich hauptsächlich Fett. Für diese Art des Stoffwechsels sah sie eine genetische Veranlagung in uns gegeben. So gesehen waren also alle Menschen einst Ketarier. Mit dem Umstieg auf kohlenhydratreiche Nahrung als Energiequelle kam es jedoch zu vermehrten Problemen. Dazu zählen zum Beispiel Mangelernährung und Knochenbrüchigkeit. Auch Zahnerkrankungen wie Karies nahmen zu. Das überrascht dich vermutlich nicht. Es ist allseits bekannt, dass die Bakterien in unserem Mund eine Vorliebe für Zucker haben. Zudem stieg seit dem Wechsel auf Kohlenhydrate die Anzahl der Fehlgeburten an. Auch zahlreiche Krankheiten nahmen zu. Dazu zählen insbesondere Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Krebs oder Demenzen.  Insbesondere Demenzen beeinflussen unsere Persönlichkeit und unser Verhalten.

Beim Glukosestoffwechsel entstehen nämlich freie Radikale, die unsere Mitochondrien schädigen. Das führt zu oxidativem Stress. Dadurch können Zellen absterben und Bereiche unseres Gehirns schrumpfen. Das führt nicht nur zu kognitiven Defiziten sondern verändert auch unsere Persönlichkeit.

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Wie Demenz unser Verhalten beeinflusst

Einige der von Demenz Betroffenen entwickeln Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel:

  • aggressive Verhaltensweisen
  • Apathie
  • Unruhe
  • Schlafprobleme
  • Gereiztheit
  • Angst
  • Wahn
  • Depressionen
  • Halluzinationen
  • Euphorie
  • Enthemmung

Eine Studie aus der Zeitschrift Diabetologia untersuchte 5.189 Personen, die über einen Zeitraum von 10 Jahren begleitet wurden. Die Autoren fanden heraus, dass hoher Blutzucker zu einem schnelleren kognitiven Verfall führte als niedriger Blutzucker. Auch Gedächtnis, exekutive Funktionen und Orientierung waren stärker beeinträchtigt.
Falls du dich fragst, was exekutive Funktionen sind: Damit steuern wir unser Verhalten, um unser Handeln optimal an die Situation anzupassen. Wir brauchen es unter anderem, um uns Ziele zu setzen und unsere Emotionen zu regulieren. Auch für das Setzen von Prioritäten oder das Einleiten und Ausführen von Handlungen ist es von großer Wichtigkeit. Bei einer Demenz funktioniert das alles nicht mehr richtig.

Ernährung und Verhalten: Was es zu beachten gibt

Obwohl die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Verhalten eher gering sind, lassen sie sich nicht wegdiskutieren.

Zucker

Wie du nun weißt, wirkt sich Zucker negativ auf unsere Stimmung aus. Bei bestimmten Personen führt er außerdem zu Verhaltensauffälligkeiten. Dazu zählen zum Beispiel Konzentrationsschwierigkeiten, schlechte Impulskontrolle, Ängste, mangelnde Empathie, Ruhelosigkeit und Zwänge. Zudem begünstigt er Zivilisationskrankheiten wie Demenzen, die wiederum Verhaltensänderungen nach sich ziehen können.

Cholesterin

Cholesterin ist wichtig für unser hormonelles Gleichgewicht. Damit regulieren wir unsere Emotionen und unsere Stimmung. Auch gewalttätiges Verhalten steht mit niedrigen Cholesterinwerten in Zusammenhang. Als Ketarier musst du dir darüber allerdings keine Gedanken machen. Denn wir finden Cholesterin in den verschiedensten tierischen Lebensmitteln.

Tryptophan

Niedrige Serotoninwerte können durch Tryptophan aufgebessert werden. Diesen Stoff finden wir in Milch, Fleisch und Eiern. Das ist wichtig, um unsere Stimmung aufzubessern.

Omega 3 und Vitamin D

Damit sich unser Nervensystem richtig entwickeln kann, benötigen wir zudem Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D. Diese befinden sich in Fettfischen.

Proteine

Achte zudem immer auf eine ausreichende Proteinzufuhr. Zu wenige Proteine können die Bildung von Neurotransmittern beeinträchtigen. Auch werden Personen mit Proteinmangel meistens apathisch.

Im Folgenden liste ich dir die wichtigsten Punkte noch einmal übersichtlich auf:

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Tipps von für Gehirn, Ernährung und Verhalten

Was du noch tun kannst:

  1. Vitamin D – gehe mindestens 10 Minuten am Tag nach draußen und nimm genug Cholesterin auf. Dadurch kann dein Körper Vitamin D bilden.
  2. Tryptophan
  3. Trainiere – Tanze
  4. Vermeide giftige Substanzen.
  5. Vermeide zu viel Koffein, Alkohol, Drogen, Nikotin und Medikamente, die Schmerzen und Angstzustände auslösen können.
  6. Schlafe ausreichend – weniger als sechs Stunden Schlaf verringert den Blutfluss zum Gehirn.
  7. Füttere dein Gehirn richtig. Iss richtig, um richtig zu denken. Denk immer daran: du bist was du isst!
  8. Hör auf, Diät-Limonaden zu trinken.
  9. Iss ausreichend Protein aus verschiedenen Quellen.
  10. Die Kohlenhydrate sollten komplexe und niedrig glykämische Kohlenhydrate sein.
  11. Grünes Blattgemüse und Gemüsesorten, die die Magensäure neutralisieren
  12. Vermeide Transfette, aber nicht alle Fette, da 60% des Gehirns aus Fett besteht. Es benötigt vor allem Omega-3.
  13. Fettsäuren – 100 Billionen Gehirnzellen werden aus langkettigen Fettsäuren hergestellt. Diese stammen von Fischen, Avocados und Walnüssen. Walnüsse haben dreimal mehr Fettsäuren als Mandeln!
  14. Wasser ist wichtig für das Gehirn – trinke daher viel über den Tag verteilt. Unser Gehirn besteht zu 80% aus Wasser.
  15. Blaubeeren sind ausgezeichnet!
  16. Brokkoli enthält Folsäure.
  17. Grüner Tee enthält Theanin und ist gut zur Entspannung – Koffeinfreier Grüner Tee ist noch besser.
  18. Rote Paprikaschoten haben mehr Vitamin C.
  19. Spinat
  20. Thunfisch
  21. Truthahn
  22. 100% Multivitaminpräparat
  23. Fischöl Ergänzung täglich (oder Leinöl, wenn vegetarisch)

Ernährung und Verhalten Keto

Hast du schon einmal gemerkt, wie sich Essen auf dein Verhalten ausgewirkt hat?

Hat sich deine Stimmung verändert, seit du Low Carb oder Ketogen isst?

Mehr Informationen zu „Ernährung und Verhalten“ findest du unter:

[1] https://www.psychologytoday.com/blog/evolutionary-psychiatry/201203/do-carbs-make-you-crazy

[2] https://mysugr.com/de/die-wichtigsten-dinge-die-du-uber-diabetes-und-alkohol-wissen-solltest/

[3] https://www.ages.at/themen/rueckstaende-kontaminanten/blei/tab/4/

[4] http://news.mit.edu/2004/carbs

[5] Corsica, J. A., & Pelchat, M. L. (2010). Food addiction: true or false?. Current opinion in gastroenterology26(2), 165-169.  https://journals.lww.com/co-gastroenterology/Abstract/2010/03000/Food_addiction__true_or_false_.16.aspx

[6] Lennerz, B. S., Alsop, D. C., Holsen, L. M., Stern, E., Rojas, R., Ebbeling, C. B., … & Ludwig, D. S. (2013). Effects of dietary glycemic index on brain regions related to reward and craving in men–. The American journal of clinical nutrition98(3), 641-647. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3743729/

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2018-10-05T15:00:46+00:00

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