Acesulfam-K (E 950) ist ein Lebensmittelzusatzstoff und zählt zu den künstlichen Süßstoffen. Seit 1990 ist es in Deutschland zugelassen. Unter anderem verkauft es die Firma Hoechst AG unter dem Namen “Sunett“.
Die Industrie synthetisiert den Süßstoff aus Abkömmlingen der Acetessigsäure. Er besteht aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Kalium.
Der ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) besagt, wie hoch die akzeptable tägliche Aufnahmemenge pro Kg Körpergewicht bei lebenslangem Verzehr ist, ohne dass du Schaden davonträgst. Acesulfam-K hat einen ADI-Wert von 9 mg/kg Körpergewicht.
Wofür kann ich Acesulfam-K benutzen?
Acesulfam-K liegt als weißes Pulver vor. Es lässt sich gut in kaltem Wasser lösen und ist sehr hitzebeständig, daher kannst du es uneingeschränkt zum Kochen und Backen verwenden. Im Gegensatz zu Zucker ist es 200-mal süßer. Der Geschmack ist dem von Zucker sehr ähnlich, kann aber bei hoher Dosierung leicht bitter schmecken.
Der Süßstoff wirkt mit anderen Süßstoffen synergistisch (vervielfältigen gegenseitig die Wirkung). Daher kombiniert man Acesulfam-K oft mit anderen Süßstoffen, vor allem mit Aspartam.
Gibt es Nachteile?
Studien an Ratten zeigen, dass Acesulfam-K hoch dosiert den Insulinspiegel erhöht (ähnlich wie Zucker). Studien an Menschen konnten dies aber nicht endgültig bestätigen.
Vielleicht handelte es sich um eine kephalische Phase der Insulinherstellung. Dies bedeutet, dass Aussehen, Geruch, Geschmack oder auch Gedanken an Essen die Insulinherstellung ausgelöst haben, bevor das Essen überhaupt in den Magen gelangt ist.
Bei männlichen Mäusen führte Acesulfam-K zu Gewichtszunahme und Störung des Mikrobiom, nicht aber bei weiblichen. Insgesamt ist mehr Forschung nötig, um eventuelle Langzeiteffekte aufzudecken.
Da Kläranlagen den Süßstoff nicht abbauen können, ist dieser in größeren Mengen in Flüssen und Seen nachweisbar. Auch im Trinkwasser wurde sowohl in Deutschland als auch in einigen anderen Ländern Acesulfam-K nachgewiesen.
Keto und Acesulfam-K
Acesulfam-K hat keine direkten Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel, da der Körper es unverändert über die Nieren mit dem Urin ausscheidet. Daher liefert dieser künstliche Süßstoff auch keine Energie und keine verwertbaren Kohlenhydrate. Damit ist Acesulfam-K für ketogene und Low-Carb-Diäten generell geeignet.
Diabetiker oder Personen, die hauptsächlich Abnehmen wollen, sollten aber aufgrund der eventuellen Erhöhung des Insulinspiegels auf eine andere Zuckeralternative ausweichen.
Eine natürliche Alternative stellt Stevia dar.
Wo kann ich Acesulfam-K sonst noch finden?
In der Lebensmittelindustrie findet Acesulfam-K als Süßstoff und Geschmacksverstärker Verwendung. Sie setzt es meist in energiereduzierten Produkten wie zum Beispiel Coca-Cola Light aber auch in Süßwaren, Brotaufstrichen, Soßen, Obstkonserven, Speiseeis und Knabbererzeugnissen oder als Geschmacksverstärker in zuckerhaltigen Kaugummi ein.
Mehr zum Thema Acesulfam-K unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Acesulfam
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3552775
https://propanefitness.com/does-acesulfame-k-spike-insulin/
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0178426
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3552775
Hinterlasse einen Kommentar