Die Ketose spielt vor allem bei den Themen Abnehmen und Gesundheitsmanagement eine große Rolle. Die ketogene Diät soll den Körper in den natürlichen Stoffwechselzustand der Ketose (oder Ketolyse) versetzen. Hier benutzt der Körper hauptsächlich Fette anstatt Kohlenhydrate um Energie zu gewinnen.

Ketose unterscheidet sich von dem gefährlichen Zustand der Ketoazidose. Dieser kommt fast ausschließlich bei Diabetikern vor. Für einen gesunden Menschen (egal, ob er eine ketogene Diät befolgt oder nicht) ist es fast unmöglich diesen sehr gefährlichen Zustand zu erreichen.

Unser Körper bezieht den größten Teil seiner Energie aus Glukose. Glukose (auch als Blutzucker bekannt) ist als Kohlenhydrat in einigen unserer Nahrungsmittel enthalten:

  • Zucker
  • Back- und Teigwaren
  • Bohnen und Hülsenfrüchte
  • Früchte mit hohem Fructosegehalt
  • Stärkehaltiges Obst und Gemüse

Diese Kohlenhydrate wandelt der Körper entweder direkt in Glukose um (Glykolyse) oder speichert sie für spätere Verwendung als Glykogen im Körper ab (Glykogensynthese).

Ketose ist ein normaler Stoffwechselzustand, der einsetzt, wenn der Körper nicht mehr über ausreichend Glukose (oder gespeichertes Glykogen) verfügt, um seine benötigte Energie bereitzustellen.

Ketose – Was passiert im Körper?

Wenn dein Blutzuckerspiegel sinkt oder du eine proteinreiche Mahlzeit gegessen hast (zum Beispiel, weil du bei einer Low-Carb Diät keine oder nur sehr wenig Kohlenhydrate gegessen hast) schüttet dein Körper Glukagon aus.

Glukagon (erhöht den Blutzuckerspiegel) ist der Gegenspieler zum Insulin (senkt den Blutzuckerspiegel). Beide regulieren den Stoffwechsel von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen [1]:

  • Glukagon fördert den Abbau des in Leber und Muskeln gespeicherten Glykogens (Glykogenolyse). Insulin hemmt die Glykogenolyse und fördert das Gegenteil, nämlich Glukose als Glykogen abzuspeichern (Glykogensynthese)
  • Glukagon regt die Neubildung von Glukose aus Proteinen an (Glukoneogenese), Insulin hemmt die Glukoneogenese
  • Glukagon unterstützt den Abbau von Fetten (Lipolyse). Insulin hemmt die Lipolyse

Sinkt der Blutzuckerspiegel baut der Körper also unter anderem Fettreserven ab und wandelt sie in Fettsäuren um. Die Fettsäuren gelangen über das Blut in die Leber und werden dort zu den Ketonen (oder Ketonkörper) Acetoacetat, 3-Hydroxybutyrat und Aceton abgebaut. Die Herstellung der Ketone wird auch Ketogenese genannt. Der Körper kann die entstandenen Ketone als alternative Energiequelle zu Glukose nutzen [1].

Ketose ist ein natürlicher Stoffwechselzustand, der nicht nur bei Low-Carb-Diäten wie einer ketogenen Diät, sondern auch beim Fasten, nach längerem Training oder während der Schwangerschaft einsetzen kann.

Ketone werden als alternative Energiequelle genutzt

Bei der Ketogenese entsteht zuerst Acetoacetat. Dies kann der Körper bei Bedarf direkt in Energie umsetzen. Acetoacetat kann auch in 3-Hydroxybutyrat umgewandelt werden. Passiert keines von beiden zerfällt es in Aceton.

Je länger der Körper in Ketose ist desto effizienter kann er Acetoacetat in 3-Hydroxybutyrat umwandeln. 3-Hydroxybutyrat ist sehr energiereich, kann vom Gehirn schneller als Glukose absorbiert werden und hat viele weitere Vorteile [2].

Vorteile der Ketose

Ketose führt nicht nur dazu, dass der Körper Ketone anstatt Glukose nutzt, um Energie zu erhalten. Weitere Vorteile sind:

  • Gewichtsverlust und veränderte Körperzusammensetzung
  • Weniger Hunger
  • Verringerte Insulinresistenz und Blutzuckerwerte
  • Verbesserte Blutfettwerte
  • Gesteigerte kognitive Leistungsfähigkeit
  • Weniger Entzündungen
  • Reduzierter oxidativer Stress
  • Mehr Energie
  • Gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Krankheitsmanagement

Gewichtsverlust und veränderte Körperzusammensetzung

Während der Ketose nutzt der Körper hauptsächlich mit der Nahrung aufgenommene oder im Körper als Fettzellen gespeicherte Fette um Energie zu gewinnen. So reduziert sich der Körperfettanteil [3, 4]. In einer 2008 durchgeführten Studie haben die teilnehmenden übergewichtigen Personen nach vier Wochen ketogener Diät ohne Kalorienbegrenzung im Schnitt mehr als 6 Kilogramm abgenommen [5].

Weniger Hunger

Oft führt ein Gewichtsverlust gleichzeitig zu einem stärkeren Appetit. Die Ketose verhindert dies und du fühlst dich weniger hungrig [5, 6]. So ist es möglich während einer ketogenen Diät auch ohne Kalorienzählen leicht an Gewicht zu verlieren und mehr auf das eigene Hungergefühl zu vertrauen.

Verringerte Insulinresistenz und Blutzuckerwerte

Sind Körperzellen insulinresistent, reagieren sie weniger oder sogar gar nicht mehr auf Insulin. Der Körper kann den Blutzuckerspiegel nicht mehr richtig regulieren. Ein chronisch erhöhter Insulin- und Blutzuckerspiegel sind die Folge. Eine ketogene Ernährung senkt Insulin- und Blutzuckerspiegel und damit auch die Insulinresistenz [3, 4, 7, 8].

Verbesserte Blutfettwerte

Der erhöhte Fettanteil der Ernährung bei Keto hilft auch die Blutfettwerte zu verbessern. Ein erhöhter Anteil Triglyceride oder LDL (das „schlechte“ Cholesterin) im Blut gilt als Risikofaktor für Herzkrankheiten. Beide Werte sinken bei einer ketogenen Diät, während der Anteil an HDL (das „gute“ Cholesterin) steigt. So kann unter Umständen auch das Gesamt-Cholesterin (HDL, LDL, Triglyceride) ansteigen [3, 4, 8, 9, 10].

Gesteigerte kognitive Leistungsfähigkeit

Die schützende Schicht, die Nervenzellen im ganzen Körper umgibt, heißt auch Myelinschicht. Sie beschleunigt die Übertragung von Impulsen. Diäten, die wie die ketogene Ernährung einen hohen Anteil an Fetten vorschreiben, verbessern die Myelinisierung des Gehirns und die Erinnerungsfähigkeit. Stehen dem Gehirn Glukose und Ketone zur Verfügung, wählt es die Ketone aus, um Myelin herzustellen [11, 12].

Weniger Entzündungen

Entzündungen können nicht nur viele Krankheiten verschlimmern, sie können sie auch auslösen. Die ketogene Diät verzichtet auf viele Lebensmittel, die Entzündungen fördern (Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index wie zum Beispiel Zucker, Getreide und Früchte). Zusätzlich hat das Keton 3-Hydroxybutyrat entzündungshemmende Eigenschaften [4, 13].

Reduzierter oxidativer Stress

Freie Radikale (oder ROS) sollen ein Auslöser für Alterungsprozesse in unseren Körper sein. Freie Radikale sind Moleküle, die sich an Zellen anheften und so Schaden oder Entzündungen verursachen können. Dies wird auch oxidativer Stress genannt. Zucker und andere Kohlenhydrate erhöhen die Produktion von freien Radikalen. Antioxidantien wirken diesen schädlichen Prozessen entgegen. Eine ketogene Ernährung reduziert oxidativen Stress [14, 15, 16].

Mehr Energie

Der Fettstoffwechsel liefert über Ketone mehr Energie als Kohlenhydratstoffwechsel über Glukose [18, 19]. Die Mitochondrien der Zellen wandeln Fette oder Glukose in Energie (ATP) um. Die ketogene Diät hilft die Anzahl der Antioxidantien in den Mitochondrien zu erhöhen, die Anzahl der Mitochondrien in Neuronen und reduziert die Anzahl reaktiver Sauerstoffspezies [17, 18, 19].

Gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit

Sportler erzielten durch eine ketogene Ernährung höhere Geschwindigkeiten und hatten eine bessere Ausdauer während sie weniger Hungergefühle verspürten [20, 21].

Krankheitsmanagement

Bei einer Vielzahl von Krankheiten kann mit der ketogenen Diät der Verlauf der Krankheit verzögert oder die Symptome gelindert werden:

  • Diabetes [7, 10, 22]
  • Epilepsie [23, 24, 25, 26]
  • Entzündungsprozesse wie Akne [10, 27, 28, 29, 30, 31]
  • Alzheimer/Demenz [32, 33, 34, 35]
  • Krebs [36, 37, 38, 39, 40]
  • Depressionen [41, 42, 43, 44]
  • Migräne [43, 45, 46, 47, 48]
  • Nichtalkoholische Fettleber [49, 50, 51, 52]
  • Metabolisches Syndrom [8, 53, 54, 55]
  • PCOS [47, 56, 57]

Wie bringst du deinen Körper in Ketose?

Um den Körper in Ketose zu versetzen solltest du anfangs nicht mehr als 20 Gramm Kohlenhydrate pro Tag zu dir nehmen. Ist die Ketose erreicht, kann der Wert noch angepasst und zum Beispiel auf 50 Gramm erhöht werden. Das ist individuell sehr unterschiedlich.

Nahrungsmittel, die besonders viele Kohlenhydrate enthalten, solltest du vermeiden:

  • Süßigkeiten inklusive zuckerhaltige Getränke
  • Getreide (auch Vollkorn)
  • Andere Produkte, die raffinierten Zucker enthalten
  • Hülsenfrüchte
  • Kartoffeln
  • Stärkehaltige Gemüse

Wie lang dauert es und wie kannst du den Prozess beschleunigen?

Den Stoffwechselzustand Ketose kann (mit etwas Hilfe wie Intermittent Fasten oder Sport) schon nach 24 Stunden einsetzen. Die Veränderungen des Stoffwechsels (auch Fettadaptation genannt) setzen nicht sofort ein. Der Körper braucht eine gewisse Zeit, um sich an die neue Ernährung und den neuen Kraftstoff Fett zu gewöhnen. Dies dauert im Schnitt drei Wochen, ist aber persönlich sehr unterschiedlich. Es gibt ein paar Möglichkeiten, diese Umgewöhnung zu beschleunigen:

Wie kannst du überprüfen ob du in Ketose bist?

Die Ketone, die der Körper nicht nutzen kann, zeigen sich in Urin (Acetoacetat), Blut (3-Hydroxybutyrat) und Atem (Aceton). So kannst du mit drei verschiedenen Methoden deinen Ketonspiegel bestimmen.

Üblicherweise wird dieser in Milliliter 3-Hydroxybutyrat pro Liter angegeben. Ab einem Wert von ungefähr 0,5 mmol/L beginnt die Ketose. Werte von 2 – 5 mmol/L sind optimal.

Langfristig lässt sich die Menge an Ketonen nur im Blut zuverlässig bestimmen. Der Ketonanteil in Urin und Atem verringert sich, wenn der Körper fettadaptiert ist.

Was hindert die Ketose?

Auch Stress kann die Ketose verhindern. Bei Stress schüttet der Körper Cortisol und Adrenalin aus, dies hemmt die Fettverbrennung und fördert den Glukosestoffwechsel und erhöht damit den Blutzucker. Stellt der Körper erst einmal größere Mengen an Ketonen her, kann er dem entgegenwirken. Doch gerade zu Beginn einer ketogenen Ernährungsumstellung kann dies hinderlich sein [58].

Umstritten ist, ob große Mengen Protein dazu führen, dass die Leber durch Glukoneogenese so viel Glukose produziert, dass dies die Ketose beendet. Eigentlich dürfte das nicht passieren, da die Leber lieber Milchsäuren als Proteine zur Glukoneogenese nutzt und generell die Geschwindigkeit, in der Glukoneogenese abläuft, nur sehr schwer zu ändern ist. Zusätzlich findet Glukoneogenese auch während der Ketose immer statt [59]. Trotzdem berichten immer wieder Ketarier davon, dass zu viel Protein sie aus der Ketose geworfen hat.

Keto Flu: der Übergang zur Ketose

Am Anfang der ketogenen Ernährung, während dein Körper sich noch an die Umstellung gewöhnen muss, kann es zu mehreren „Nebenwirkungen“ kommen.

Dehydration und Elektrolytmangel

Dehydration und ein Mangel an Elektrolyten kommt recht häufig vor, da der Körper zur Speicherung von Glykogen relativ viel Wasser benötigt (4 Gramm Wasser werden benötigt um 1 Gramm Glykogen abzuspeichern). Da bei einer ketogenen Diät keine oder sehr wenig Kohlenhydrate bzw. Glukose mehr aufgenommen werden, leert sich mit den Glykogenspeichern auch das gespeicherte Wasser.

Zusätzlich führt der durch die ketogene Ernährung gesenkte Insulinspiegel und die meist verringerte Aufnahme an Salz mit der Nahrung dazu, dass die Nieren mehr Wasser ausscheiden. Dies führt auch zu einem Mangel an Elektrolyten und Dehydration.

Folgen von Dehydration und Elektrolytmangel

Andere auftretende Nebeneffekte sind Folgen der Dehydration/des Elektrolytmangels und der Tatsache, dass der Körper trotz sehr geringer Kohlenhydratzufuhr noch versucht Kohlenhydrate als Hauptenergiequelle zu nutzen. Sie werden zusammen auch als Keto Flu (Keto-Erkältung) bezeichnet:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit/Trägheit
  • Kognitive Dysfunktionen wie Gedächtnisverlust
  • Erhöhte Urinausscheidung
  • Übelkeit
  • Magenschmerzen
  • Verstopfung
  • Weniger Motivation
  • Muskelkrämpfe
  • Herzrasen

Was du dagegen tun kannst

Sobald der Körper in Ketose ist, sollten diese Symptome vorübergehen. Natürlich gibt es noch einige zusätzliche Dinge, die du tun kannst;

  • Trink viel Wasser, um die Dehydration auszugleichen.
  • Iss zusätzlich Salz und Elektrolyte.
  • Iss mehr Fett, dies beschleunigt die Ketose.

Vorsicht – Ketose ist nicht für alle gleich gut geeignet

Trotz der vielen Vorteile, die eine ketogene Ernährung mit sich bringt, ist sie nicht für jeden gleich gut geeignet oder gleich einfach durchzuführen. Personen, die zu einer der unten aufgeführten Kategorien gehören, sollten nur unter regelmäßiger ärztlicher Aufsicht eine ketogene Diät beginnen.

Schwangerschaft

Obwohl Ketone typischerweise auch bei einer „normalen“ Ernährung während der Schwangerschaft erhöht sein können, können langanhaltend erhöhte Konzentrationen von Ketonen negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Fötus haben [60]. Zusätzlich empfehlen Experten, dass die tägliche Kalorienzufuhr, die aus Proteinen stammen soll, während der Schwangerschaft nicht mehr als 15 – 20 % betragen soll. Deshalb raten Ärzte von einer ketogenen Ernährung während der Schwangerschaft ab.

Leistungssportler

Die ketogene Ernährung erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit und ist gut geeignet, um Sport zu treiben. Besonders die aerobe Energiegewinnung (mittlere Belastungen über einen langen Zeitraum wie Marathon oder Radfahren) stellt kein Problem dar. Bei eher kurzen, aber intensiven Belastungen (wie Gewichtheben) gewinnt der Körper Energie über anaerobe Prozesse. Sind die Glykogenspeicher aufgebraucht, benötigt der Körper Kohlenhydrate, um weiter auf Höchstleistung zu funktionieren.  Hochleistungs- und Profisportler sollten deshalb bei einem Leistungsabfall die sogenannte zyklische ketogene Ernährung ausprobieren. So können die Glykogenspeicher wieder aufgefüllt werden.

Chronische oder schwere Krankheiten

Wer an einer dieser schweren oder chronischen Krankheit leidet, sollte nicht ohne ärztliches OK, nur langsam und unter regelmäßiger ärztlicher Aufsicht eine ketogene Diät beginnen. Zu diesen Krankheiten gehören:

Diabetes Typ 1

Diese Form von Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung und betrifft 5- 10 % der Diabetiker. Der Körper zerstört mit der Zeit selbst die sogenannten Beta-Zellen, in denen Insulin produziert wird. Ohne Insulin können die meisten Körperzellen keine Glukose mehr aufnehmen und der Blutzuckerspiegel kann nicht mehr gesenkt werden. Patienten müssen lebenslang Insulinpräparate einnehmen, um ihren Blutzuckerspiegel zu senken. Eine kohlenhydratarme Ernährung wie die ketogene Diät hilft, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, vielleicht sogar zu stoppen und die benötigte Menge an Medikamenten stark zu reduzieren. Trotzdem sollte dies unbedingt unter ärztlicher Aufsicht geschehen, da die Gefahr einer Ketoazidose besteht [61].

Diabetes Typ 2

Die restlichen 90 – 95 % der Diabetiker leiden an Diabetes Typ 2. Im Gegensatz zu Diabetes Typ 1 kann der Körper Insulin normal produzieren, die Zellen erkennen es aber nicht mehr richtig (auch bekannt als Prädiabetes oder Insulinresistenz). Immer größere Mengen sind erforderlich, um den Blutzuckerspiegel zu senken, bis dies nicht mehr möglich ist. Die Folgen sind ein erhöhter Insulin- und Blutzuckerspiegel. Eine ketogene Ernährungsweise hilft nicht nur die Symptome, sondern auch die benötigte Menge an Medikamenten zu verringern. Genau wie bei Diabetes Typ 2 muss dies aber unter ärztlicher Aufsicht geschehen.

Schwere Herzerkrankungen wie Herzschwäche (Primäre Kardiopathie, Kardiomyopathie)

Bevor der Körper sich auf die ketogene Ernährung und den ketogenen Stoffwechsel umgestellt hat, muss er vermehrt durch Glukoneogenese selbst Glukose aus Proteinen herstellen. Das Herz ist ein Muskel und besteht aus Proteinen. Deshalb kann es passieren, dass durch den Abbau von Proteinspeichern das Herz geschwächt wird. Schwer herzkranke Personen sind oft stark geschwächt und das Herz kann diese zusätzliche Belastung eventuell nicht verkraften.

Probleme mit der Gallenblase, eine fehlende Gallenblase oder Gallensteine

Der Zwölffingerdarm ist für die Fettverdauung verantwortlich. Dafür benötigt er in der Gallenflüssigkeit enthaltenen Enzyme (Lipasen). Die Leber produziert Gallenflüssigkeit, diese wird in der Gallenblase gespeichert und beim Verzehr von Fetten in den Zwölffingerdarm freigegeben. Kann der Körper Fett nicht mehr richtig verdauen (wegen einer fehlenden oder kranken Gallenblase), kann es zu einem Mangel an wichtigen (fettlöslichen) Vitaminen wie K, A, D und E kommen.

Leberzirrhose

Die ketogene Diät kann zwar die sogenannte Nichtalkoholische Fettleber behandeln, bei einer Leberzirrhose ist die Leber aber schon sehr weitreichend und irreparabel geschädigt. Sie kann die zusätzliche Belastung durch zum Beispiel Fettverdauung und Glukoneogenese nicht mehr aushalten.

Schilddrüsenerkrankungen

Die Schilddrüse benötigt Glukose, um die Hormone T3 und T4 zu bilden. Durch einen Mangel an Kohlenhydraten können sich deshalb Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto-Thyreoiditis verschlimmern [62]. Wichtig ist auf hochwertige Kohlenhydrate zu achten.

Genetisch bedingte Stoffwechselstörungen

Bei Störungen der Fettsäureoxidation kann der Körper Fettsäuren nicht richtig abbauen und deshalb auch nicht ausreichend Energie bereitstellen. Eine ketogene Ernährung ist bei dieser (seltenen) Krankheit nicht möglich.

Liegt eine Störung der Glukoneogenese (zum Beispiel Pyruvat-Carboxylase-Mangel) vor, kann der Körper selbst keine oder nicht ausreichend Glukose produzieren. Auch unter diesen Umständen ist eine ketogene Ernährung nicht möglich.

Es gibt auch Stoffwechselstörungen, bei denen der Körper zwar Ketone bilden, diese aber nicht nutzen kann (zum Beispiel HMG-CoA-Synthase-Mangel). Eine ketogene Diät ist nicht durchführbar.

Krankheiten, die sich durch eine kohlenhydratarme und fettreiche Ernährung wie Keto verschlimmern können

  • Intermittierende Porphyrie (Störung der Häm-Biosynthese)
  • Primäre (und eingeschränkt auch sekundäre) Hyperlipidproteinämie (erhöhte Cholesterin-, Lipid- und Triglyceridkonzentration im Blut)
  • Bestimmte Mitochondriopathien (Störungen in der Atmungskette)
  • Long QT-Syndrom (lebensgefährliche Krankheit, die zum plötzlichen Herztod führen kann)
  • Nierensteine
  • Rezidivierende Bauchspeicheldrüsenentzündung

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ketose_(Stoffwechsel)

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2995543/

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2716748/

[4] https://nutritionandmetabolism.biomedcentral.com/articles/10.1186/1743-7075-5-36

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18175736

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18175736

[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3821009/

[8] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2633336/

[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7000826

[10] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16318637

[11] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/epi.13193

[12] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0005276081903003

[13] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0035476

[14] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23223453

[15] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21841020

[16] http://diabetes.diabetesjournals.org/content/54/6/1615

[17] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/ana.20899

[18] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19373224

[19] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18466343

[20] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26892521

[21] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25610820

[22] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23801097

[23] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1111/j.1528-1167.2007.00915.x

[24] https://www.sciencedaily.com/releases/2005/11/051114220938.htm

[25] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/j.1528-1167.2008.01821.x

[26] http://n.neurology.org/content/58/12_suppl_7/S21.short

[27] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4783344/

[28] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11264476

[29] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11060695

[30] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0035476

[31] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15048898

[32] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21130529

[33] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15123336

[34] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19664276

[35] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2649682/

[36] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23743570

[37] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21794124

[38] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1819381/

[39] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4215472/

[40] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3951260/

[41] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24447198

[42] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26357876

[43] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1865572/

[44] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11918434

[45] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3951260/

[46] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3620251/

[47] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23801097

[48] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4000031/

[49] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21688989

[50] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3076656/

[51] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2633261/

[52] https://link.springer.com/article/10.1007/s10620-006-9433-5

[53] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2359752/

[54] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15148063

[55] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3530364/

[56] https://nutritionandmetabolism.biomedcentral.com/articles/10.1186/1743-7075-2-35

[57] https://academic.oup.com/ajcn/article/92/1/83/4597432

[58] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9739031

[59] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18561209

[60] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/tera. 1420400305

[61] https://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus#Diabetes_Typ_1

[62] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25465604