Hormone, Ernährung – und was Keto damit zu tun hat

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Hormone, Ernährung – und was Keto damit zu tun hat

Hormone und Ernährung

Du hast dich für eine ketogene oder Low Carb Ernährung entschieden, probierst es gerade aus oder überlegst, ob es was für dich sein könnte? Du wirst nun von vielen Leuten hören, dies sei keine ausgewogene Ernährungsweise. Diese Meinung entsteht, da du ja bei ketogener und Low Carb Ernährung komplett oder zumindest verstärkt auf Kohlenhydrate verzichtest. Dazu wird auch im Internet in verschiedenen Foren heiß diskutiert. Außerdem kursiert der Glaube, Keto und der Verzicht auf einen Makronährstoff (Kohlenhydrate) zerstöre den Hormonhaushalt. Dies stimmt allerdings nicht – im Gegenteil: deine Hormone können von einer Ernährungsumstellung auf Keto profitieren! Stress, exzessives Sporttreiben und Hungern sind die Übeltäter! Wie Keto und Low Carb auf deinen Hormonhalt wirken können, erfährst du in diesem Artikel zu Hormone und Ernährung.

Von PMS, Pickeln und anderen Gemeinheiten

Viele Frauen haben mit hormonellen Problemen zu kämpfen. Sei es in der Pubertät mit lästigen Pickeln oder in den Wechseljahren mit Hitzewallungen und Schlafproblemen. Doch auch Frauen, die im gebärfähigen Alter sind, schlagen sich ab und an mit den Gemeinheiten ihrer Hormone bis hin zu hormonellen Störungen herum – die einen weniger, die anderen mehr.

Bist auch du deinen Stimmungsschwankungen während den Veränderungen deines Zyklus untergeben? Mal zickig, mal fröhlich und mal könntest du den ganzen Tag heulen? Ob durch den Einfluss der „Pille“ oder ohne: hormonelle (Stimmungs-)Schwankungen können ganz schön auf die Nerven gehen! Dazu kommen oft andere Beschwerden wie Unterleibsschmerzen während der Periode, Kopfschmerzen, unreine Haut und (Heiß-)Hunger.

Nicht selten haben Frauen unregelmäßige Zyklen, beispielsweise nach Absetzen der Pille. Oder aber ihre Periode bleibt sogar gänzlich aus (Amenorrhoe).
Während der Kindheit, der Schwangerschaft, der Stillzeit und nach der Menopause ist das Ausbleiben der menstrualen Blutung normal. Befindest du dich aber nicht in einer dieser Phasen, liegen höchstwahrscheinlich hormonelle Dysbalancen zugrunde. Lass dich auf jeden Fall einmal von einem Arzt abchecken, um organische Ursachen auszuschließen. Hormonelle Einflüsse wie ein Ungleichgewicht der Sexualhormone (LH, FSH, Androgene etc.) können ebenfalls dazu führen, dass deine Regelblutung ausbleibt. Auch vermehrte Ausschüttung von Cortisol, dem sogenannten Stress-Hormon kann Grund für das Ausbleiben deiner Regel sein. Warum dein Körper vermehrt Cortisol ausschüttet, erfährst du weiter unten…

Hast du von deinem Arzt diagnostiziert bekommen, dass du unter einer hormonellen Störung wie dem metabolischen Syndrom, dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) oder Hypogonadismus leidest? Dann weißt du sicherlich, dass auch diese Störungen durch hormonelle Ungleichgewichte bedingt sind.

Hormone und Ernährung: Hormonchaos? Versuch’s mal mit Keto…

Und Keto und Low Carb Ernährung? Ist es eher hinderlich oder förderlich für die Hormonregulierung, sich so zu ernähren?

Hier die gute Nachricht: Mit Keto kannst du viele hormonelle Dysbalancen ausgleichen.

Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse (HPA-Achse) wird auch Stress-Achse genannt und ist Hauptteil des Hormonsystems. Sie reguliert die Hormone und Prozesse in unserem Körper. Auch die HPA-Achse und damit der gesamte Hormonhaushalt profitiert von Keto: durch Keto kann bei der Stimulation im Hypothalamus mitgeholfen werden. Dieser ist üSet featured image 2brigens mit der HPA-Achse verknüpft ist und bei der Hormonproduktion beteiligt. Dies geschieht über die Ketone, die freigesetzt werden, wenn du in Ketose bist. Sie können die Blut-Hirn-Schranke passieren und so die Neuropeptide im Hypothalamus beeinflussen.

Die ewige Geschichte vom Insulin

Beim Thema Hormone und Ernährung ist ein bedeutendes Hormon das Insulin. Insulin wird in deiner Bauchspeicheldrüse produziert, wenn du Kohlenhydrate isst. Durch unsere typischerweise zucker- und kohlenhydratreiche Ernährungsweise schießt unser Blutzucker ständig in die Höhe. Nach und nach kann sich eine sogenannte Insulinresistenz einschleichen. Dein Körper reagiert dann nicht mehr so sensitiv auf Insulin, wie er eigentlich sollte. Blöderweise kann das unter Umständen auch zu Typ II Diabetes führen https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12643149 .

Beim PCOS sind deine Sexualhormone in Dysbalance, was häufig mit Unfruchtbarkeit, Ausbleiben der Periode und unangenehmen Begleiterscheinungen wie Akne und Bartwuchs einhergehen kann. Über die Hälfte der Frauen mit PCOS sind übergewichtig. Dies steht wiederum oft in Zusammenhang mit einer Insulinresistenz. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18203965. Auch beim PCOS bleibt die menstruale Blutung aus, da der Eisprung nicht stattfindet.
Dass Hormone und Ernährung zusammen hängen, kann dir auch hier helfen! Durch ketogene Ernährung kannst du deine Sexualhormone wieder ins Gleichgewicht bringen und deine Insulinsensitivität steigern! Keto kann dir also unmittelbar bei PCOS helfen.

Keto und deine Schilddrüse

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 regulieren deinen Stoffwechsel und deine Herzrate sowie deine Körpertemperatur. Durch die verringerte Aufnahme von Kohlenhydraten wird T3 gesenkt. Es gibt Hinweise darauf, dass durch ein verringertes T3 die Lebenserwartung steigt. Ein niedriges T3 bedeutet zugleich aber nicht, dass du eine Schilddrüsendysfunktion oder -unterfunktion zu befürchten hast! Es ist sogar gut, wenn sich das T3 Schilddrüsenhormon auf ein niedriges Level einpendelt. Eine Schilddrüsenunterfunktion entsteht durch einen hohen Wert des TSH, das Schilddrüsen stimulierende Hormon in Verbindung mit einem geringen Vorkommen von freiem T4 Schilddrüsenhormon. Dass Low Carb Ernährung das Schilddrüsenhormon T3 senkt, ist also eher ein positiver Effekt! https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7096916

Bloß kein Stress!

Bist du ein Mensch, der bewusst oder unbewusst, ständig unter Strom steht? Machst du dir viele Sorgen? Ob im Beruf, in der Beziehung oder durch unsere hoch gesteckten Ziele stehen wir oft unter Druck und hetzen durch den Alltag.

Stress ist ein doppelt fies. Wir fühlen uns nicht nur schlecht und angestrengt, sondern auch unser Körper reagiert auf den Stress mit unerwünschten Folgen. Bei Stress wird Cortisol in Protein Stores gelagert und produziert Glucose zur Energiebereitstellung. Bei dauerhaftem hohen Stress ermüden dein Körper und dein Gehirn durch ständige Cortisolausschüttung – dadurch ist dein Blutzuckerspiegel stark erhöht.

Stress für deinen Organismus entsteht auch bei zu hoher körperlicher Belastung – trainierst du zu oft intensiv und besonders deine Ausdauer (wie bei HIT – high intensive training), setzt du deinen Körper also unter Stress, der dadurch Cortisol ausschüttet. Da zu viel Cortisol wie bereits erläutert schlecht für deinen Hormonhaushalt ist, kannst du darüber nachdenken, vielleicht eher Krafttraining oder Yoga zu machen.

Wann kann dir Keto also helfen?

Hormone und Ernährung: Hormonelle Dysbalancen wie Ausbleiben der Periode z.B. nach Absetzen der Pille, oder dem Beenden des Stillens oder anderen hormonellen Problemen – Rückgewinnung durch Keto, Minderung von PMS (Kopfweh, Krämpfe, Rückenschmerzen)

Was du noch probieren kannst, um deine Hormone in Balance zu halten

Hör auf dein Hungergefühl – nach Eisprung Progesteron und Östrogenausschüttung, bloß nicht Hungern – Stress! Greife zu Keto-konformen Lebensmitteln. Übrigens kann dunkle Schokolade mit einem sehr hohen Kakaoanteil erwiesenermaßen deinen Cortisol-Level senken. Es gibt schlechtere Nachrichten oder? Auch Oxytocin senkt dein Cortisol. Oxytocin ist das Hormon, das ausgeschüttet wird, wenn wir uns geliebt und wohlfühlen. Kuscheln, Händchenhalten oder ein gemütlicher Mädelsabend ist also nicht zu unterschätzen. https://www.perfectketo.com/hormones-and-the-ketogenic-diet/

Hast du Erfahrung zum Thema Hormone und Ernährung? Konnte dir eine Ernährungsumstellung helfen?

2018-10-14T14:56:05+00:00

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