Keto und Mundgeruch? Ging mir auch so! Vor vier Monaten begann ich meine ketogene Diät – bereut habe ich sie nicht. Trotzdem musste ich mit Unannehmlichkeiten rechnen. Mein Körper stellt sich auf Ketose um. Er versucht, Ketone über die Atemluft abzubauen. Dies kann zu Mundgeruch führen! Ich wurde sogar von Freunden darauf angesprochen. Die schlechte Nachricht: es gibt Nebenwirkungen, die etwas unangenehm ist. Die gute Nachricht: Es gibt tolle Mittel und Wege, wie Du unter Ketose Mundgeruch verhindern kannst. In diesem Artikel findest Du dafür Tipps und Tricks und passende Produkte. Außerdem gehen wir der Frage nach, wie Du anderen mitteilen kannst, dass Du nun in Ketose bist.

Gründe für Deinen Ketose Mundgeruch

Die ersten Tage wirst Du wahrscheinlich noch nicht viel merken. Wenn Dein Körper aber langsam auf Ketose kommt, beginnt es. Spätestens, wenn Du einen leichten metallischen Geschmack im Mund wahrnimmst, ist es so weit. Der berühmt-berüchtigte „Keto-Geruch“ entfaltet sich. Dieser Geruch bleibt womöglich auch nicht Deinen Mitmenschen erspart! Aber was sind nun die Gründe für diesen oft als metallisch wahrgenommenen Geruch in Deinem Mund? Du wirst im Artikel ebenfalls noch erfahren, wie du unter Ketose Mundgeruch verhindern kannst.

Was ist Keto-Atem?

Ist Keto-Atem gleichzusetzen mit „normalem“ Mundgeruch? Eher nein! Der Keto-Geruch ist etwas anderes. Er wird als metallisch beschrieben. Metallisch, scharf und sauer. Manche berichten auch von einem fruchtigen Geschmack im Mundbereich.

Es gab sogar mal einen Fall, wo einer Person die gerade eine Keto-Diät macht, des Alkoholkonsums bezichtigt wurde. Dies sind natürlich die absoluten Ausnahmen. Es gibt drei Hauptgründe, warum der Atem auf einer ketogenen Diät ein bisschen seltsam sein kann: Aceton wird als Keton produziert und zusätzliche müssen Ketone Deinen Körper wieder verlassen. Außerdem gilt als Ursache auch Ammoniak, das durch die Proteinverdauung erzeugt wird. Außerdem gilt Dehydratation ebenfalls als Ursache, aber dazu mehr im Verlauf des Artikels.

Umstellung von Glukose auf Ketone sorgt für Probleme

Die Umstellung von normaler Ernährung auf Keto ist nicht ganz einfach für Deinen Körper. Normalerweise nimmt Dein Körper Zucker als Treibstoff, diesen hat er aber nun nicht mehr zur Verfügung.  Dein Körper produziert nun Ketone. Davon gibt es drei Haupttypen. Dein Körper produziert drei Haupttypen von Ketonkörpern: Acetoacetat, Aceton und Beta-Hydroxybutyrat. Das Ergebnis? Manchmal hat Dein Körper zu viele Ketone. Vor allem am Anfang der Umstellung kann dein Körper die Ketone noch nicht so gut verarbeiten. Ketone sind harmlos und wenn Du Ketone im Übermaß hast, lässt Dein Körper sie einfach über den Urin oder dem Atem abbauen.

Isst Du zu viel Protein?

Der Grund dafür kann ein  Überschuss an Protein sein! Da Du bei einer ketogenen Diät viel Proteinhaltige Nahrung zu Dir nimmst (Viel Fisch und Steak), hat Dein Körper Proteine im Übermaß! Jedes Protein, was Dein Körper nicht in Muskeln umwandeln kann, wird von der Leber abgebaut. Dieser Prozess nennt sich Glukoneogenese. In der Glukoneogenese werden überschüssige Proteine zu Kohlenhydraten abgebaut. Dies passiert aber nur, wenn die Makros nicht stimmen. Das zweite Abbauprodukt sind dann noch Ammoniakverbindungen. Jetzt kommen wir der Sache auf den Grund! Diese Ammoniakverbindungen scheidet Dein Körper über zwei Wege aus. Der erste Weg über die Nieren, im zweiten Weg dann über Deinen Atem! Jeder Deiner Atemzüge enthält dann einen minimalen Teil von Ammoniak.

Achte auf Deine Mundhygiene

Wenn Ketose Mundgeruch verhindern soll, achte auf Deine Mundhygiene. Bakterien mögen Eiweiß. Im Mund gibt es naturgemäß viele davon, und diese vermehren sich bei ketogener Ernährung zusätzlich. Meistens handelt es sich um Bakterien, die gänzlich ohne Sauerstoff auskommen. Diese Bakterien werden auch anaerobe Bakterien genannt. Außerdem kann ein Grund darin liegen, dass Du während Deiner Diät zu wenig Flüssigkeit zu Dir nimmst. So trocknet Deine Mundhöhle aus und der Atemgeruch wird nochmal zusätzlich verstärkt. Eine schlechte Mundhygiene sorgt dafür, dass Dein Keto-Atem nochmal etwas schlechter wird. Es gibt zum Beispiel Gerüche, die durch Speisereste entstehen. Tipps und Tricks, und ob sich eine ketogene Diät trotz Mundgeruch trotzdem lohnt , erfahrt Ihr im weiteren Teil des Artikels.

Nicht nur Keto- Diäten betroffen

Unter Ketose kannst Du nicht immer verhindern, dass Du Mundgeruch bekommst. Aber es sind nicht nur ketogene Diäten von der Mundgeruch- betroffen. Es trifft zum Beispiel auch für das Fasten zu. Besonders in der Fastenzeit kommt es zu einem starken Mangel an Kohlenhydraten. In der Fastenzeit kommt scheidet unser Körper zahlreiche Giftstoffe aus. Zum Teil über die Blase oder Darm, zum anderen Teil über die Haut. Allerdings auch über die Schleimhäufe findet dieser Prozess statt. Besonders bei Rauchern tritt dieser schlechte Geruch auf.

Natürlich gibt es auch Nebenwirkungen, die sich bei Dir während einer ketogenen Diät einstellen können. Dies sind kurzfristige negative Beeinträchtigungen, die typischerweise zu Anfang Deiner Diät auftreten. Sie sollten nicht verhindern, dass Du deswegen Deine Diät nicht durchziehst. Durchhalten lohnt sich, denn die Symptome klingen meist nach kurzer Zeit wieder ab.

Kurzzeitige Ermüdung

Zu nennen wäre hier eine kurzfristige Ermüdung. Diese ist darin begründet, dass Dein Körper sich auf die Ketose umstellen muss. Dies ist für Deinen Körper ein wichtiger Prozess und er verlangt auch etwas Durchhaltevermögen ab. Es dauert circa sieben bis dreißig Tage, dann bist Du mit Deinem Körper wieder im Einklang. Häufige Gründe sind ein anfänglicher Mangel an Elektrolyten, da ein Großteil der Lebensmittel wegfallen, die viel Salz enthalten. Eine Lösung wäre die zusätzliche Gabe von Kalium (1000mg), Magnesium (300mg) und Natrium (2000-4000mg). Dies natürlich nur, wenn Ihr eine Art Müdigkeit und Schwäche in den ersten Tagen überhaupt verspürt. Nicht bei allen ist dies der Fall.

Verdauungsprobleme

Ja, es kann zu Problemen bei Deiner Verdauung kommen. Infos dazu findest Du in diesem Artikel. Da die ketogene Diät auch eine große Änderung für den Körper ist, musst Du damit rechnen. Besonders zu Beginn sind Verstopfung oder Durchfall manchmal der Fall. Wichtig hier: Achtet darauf, kohlenhydratarme Lebensmittel zu essen. Diese sollten gleichzeitig reich an Ballaststoffen sein (zum Beispiel Fisch ohne Panade oder Salat). Beim Salat sollte unbedingt auf das Dressing geachtet werden, dies sollte keine Kohlenhydrate enthalten.

Kurzfristige Leistungsabfälle (und langfristiger Vorteil)

Mit kurzfristigen Leistungsabfällen am Anfang einer ketogenen Diät ist zu rechnen. Dies wirst Du besonders bei Deinem Training merken. Dies betrifft aber nur die erste Woche Deiner Diät. Danach dreht sich das Blatt um. Aber woran liegt es, dass es zu einem kurzfristigen Leistungsabfall kommt? Hauptsächlich an einer Verringerung des Glykogenspeichers in Deinen Muskeln. Wenn sich der Körper erstmal an die Ketose gewöhnt hat, erreicht Ihr recht schnell Euer vorheriges Level. Es wird sogar noch besser: Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr unter Ketose beim Training deutlich mehr Fett verbrennt. Eine Studie fand heraus, dass Sportler die in Ketose waren 230 % mehr Fett verbrannten als Athleten, die diese Diät nicht befolgten.

Die Schlaflosigkeit

Ein Problem für ketogene Diätiker ist definitiv die Schlaflosigkeit. Nicht viele sind davon betroffen. Trifft sie aber Dich, könnte es etwas anstrengender werden. Dies trifft besonders die Menschen, die zum ersten mal eine ketogene Diät praktizieren. Es wird häufig von Schlaflosigkeit oder dem plötzlichen Aufwachen berichtet. Besonders dann, wenn die Kohlenhydrat-Zufuhr drastisch zu Anfang der Diät reduziert wurde. Diese Symptome verbessern sich aber nach einiger Zeit von ganz alleine. Zumindest innerhalb weniger Wochen sollten die Symptome der Schlaflosigkeit verschwinden. Es ist sogar so, dass langfristige ketogene Diätiker noch besseres berichten. Sie berichten, dass sie nach Anpassung der Ernährung besser schlafen als zuvor. Auch hier gilt: Die kurze Anfangsphase der ketogenen Diät durchhalten, um dann die positiven Seiten zu spüren und mitzunehmen. Nach jedem (kurzzeitigen) Tief kommt ein (langfristiges) Hoch. Es lohnt sich für Dich! Tipps und Tricks gegen Schlaflosigkeit findest Du in diesem Artikel.

Was lässt sich nun daraus Schlussfolgern? Du solltest nicht nur aufgrund des Mundgeruchs und anderen kurzfristigen Nebenwirkungen die ketogene Diät beenden. Dies wäre übertrieben. Es mag zwar ein paar kurze und störende Faktoren geben, aber diese legen sich mit der Zeit. Es sollte aber nicht darüber bestimmen, ob Du Deine ketogene Diät überhaupt startest oder sogar durchziehst. Außerdem haben andere Diätformen ebenfalls eine Reihe von Nebenwirkungen (wenn nicht noch mehr). Zumal es viele hilfreiche Tipps gegen den Mundgeruch bei Keto gibt, die wir nun aufzeigen.

Wie Du Keto-Mundgeruch vorbeugen kannst

Nun erfährst Du einiges darüber, wie Du unter Ketose Mundgeruch verhindern kannst. Es gibt einige Tipps und Tricks, dem Keto-Atem vorzubeugen. Wichtig ist nochmal zu betonen, dass nicht alle diese Nebenwirkungen haben. Außerdem tritt der typische Keto-Mundgeruch eher in den ersten Wochen Deiner Diät auf. Bei den meisten Personen verschwindet er nach einer Weile wieder. Natürlich gibt es auch Menschen, die länger davon betroffen sind.

Aber für alle Betroffenen werden folgende die Tipps und Tricks hilfreich und nützlich

Hab eine gute Mundhygiene

Durch die eiweißhaltigere Ernährungsweise sammeln sich üblicherweise mehr Bakterien im Mundraum. Bei einer guten Mundhygiene sollte dies im Normalfall kein Problem darstellen. Allerdings kann es vereinzelt trotzdem der Auslöser für einen unangenehmen Mundgeruch darstellen. Daher besonders wichtig: Achtet auf eine sehr gute Mundhygiene. Gute Mundhygiene kann natürlich durch gutes Zähneputzen und Mundspülung erreicht werden. Noch besser wäre es aber, wenn Du auch zusätzlich noch Zahnseide benutzt. Die Zahnzwischenräume sind meistens voller Bakterien und gehören zusätzlich gereinigt. Dies kann die Bakterienanzahl deutlich verringern und somit auch Deinen Mundgeruch unter Ketose! Auch eine Zungenbürste kann von Vorteil sein. Diese sollte Morgens und Abends jeweils eingesetzt einmal werden. All das hilft Dir, den Mundgeruch in dieser Zeit entgegen zu wirken und diesen schlussendlich zu reduzieren.

Gehe aus Deiner Ketose heraus

Ein einfacher Weg wäre natürlich, aus Deiner Ketose zu kommen. Wenn Du nach und nach deine Kohlenhydratzufuhr erhöhst. Dies wird Dir wahrscheinlich schwer fallen, besonders, wenn Du schon Erfolge mit Deiner ketogenen Lebensweise erzielt hast. Mehr Gesundheit, besseres Körpergefühl und weniger Gewicht. Willst Du die ketogene Diät dann wirklich beenden? Eher Nein, oder?

Kalkuliere Deine Makros

Auch ein hilfreicher Tipp um unter Ketose Mundgeruch zu verhindern: Deine Makros können ein wichtiger Auslöser für den Mundgeruch sein. Du solltest die Makros nicht nur einmal berechnen. Du verlierst während deiner Diät an Gewicht oder veränderst Deine körperliche Aktivität (mehr Sport oder weniger Sport). Wenn du unter Keto Mundgeruch verhindern willst, versuche immer Deine Makros anzupassen. Daher: Immer versuchen, ihn mit Deiner aktuellen Situation zu synchronisieren. Der Körper passt sich sehr schnell Deinen neuen Lebensgewohnheiten an, daher ist es wichtig, auf ihn zu reagieren und die Makros entsprechend anzupassen.

Wie wir gelernt haben, kann zu viel Eiweiß in Ihrer Ernährung zu Keto-Atem durch überschüssiges Ammoniak führen. Eine Möglichkeit ist auch, dass es zu wenig Kohlenhydrate gibt. Wahrscheinlich musst Du etwas experimentieren, um herauszufinden, was der Grund für deinen Keto-Atem ist. Dies ist meist ein dreistufiger Prozess.

  • Berechne Deine Makros, um sicher zu sein, dass Dein Körper optimal eingestellt ist.
  • Benutze gesunde Fette. Gemeint sind zum Beispiel Fette von einer Avocado oder von Nüssen. Diese Umstellung sollte die die Proteinzufuhr verringern. Außerdem sollte die Umstellung auf mehr Fett dafür sorgen, dass in Deinem Körper weniger Ammoniak abgebaut werden muss.
  • Erhöhe die Kohlenhydrataufnahme nicht schnell und drastisch. Lass Dir dabei Zeit. Eine langsame Erhöhung der Kohlenhydrate gibt Deinen Körper mehr Zeit, sich darauf einzustellen.

Benutze Kaugummi oder Bonbons

Der Geruch von Kaugummis kann ein wenig den Keto-Mundgeruch überdecken. Dies ist natürlich nur eine kurzfristige Lösung. Dennoch an manchen Tagen sinnvoll. Besonders vor Meetings oder anderweitigen Terminen solltet ihr vielleicht vorher nochmal ein Bonbon lutschen oder ein erfrischendes Kaugummi kauen. Am besten geeignet sind Menthol Bonbons oder Pfefferminzkaugummis. Bittet achte stehts darauf, dass die Kaugummis oder Bonbons Deiner Wahl mit „zuckerfrei“ gekennzeichnet sind. Sonst besteht die Gefahr, dass Du nicht mehr in Ketose bist. Am besten sind Kaugummis oder Bonbons, die Stevia oder Erythrit gesüßt sind. Ein Artikel geht auf die Süßstoffe ein. Xylit ist in sehr kleinen Mengen ok, wird aber vom Körper zum Teil verstoffwechselt.Ein Artikel zu Low Carb Zucker könnte interessant für Dich sein. Maltit solltest du in der Übergangszeit zu Keto ganz verzichten. Es kann gesagt werden, dass der typische Keto-Atem nach circa zwei Wochen meistens verschwindet.Falls Du trotzdem Kaugummis oder Bonbons nehmen willst, sei achtsam bei der Wahl Deines Kaugummis. Es versteckt sich trotzdem häufig Zucker in den Produkten, wie in diesem Artikel erklärt wird. Es ist bei zuckerfreien Alternativen generell immer Vorsicht geboten. Herkömmliche Bonbons oder Kaugummis sind in Deiner ketogenen Diät tabu. Gleichzeitig bedeutet dies aber nicht, dass alle zuckerfreien Präparate gut sind. Diese sind in der Regel mit Zuckeralkoholen und künstlichen Süßstoffen gefüllt, die kein Zero-Carb sind. Du solltest Produkte mit folgenden Inhaltsstoffen generell meiden:

  • Sorbit
  • Maltit
  • Xylit
  • Isomalt
  • Aspartam
  • Sucralose
  • Saccharin
  • Mannit
  • Lactit
  • Polydextrose
  • Hydrierte Stärkehydrolysate

Die Einnahme dieser Zuckeralternativen wurde mit einem erhöhten Verlangen nach Zucker, Migräne und extremen gastrointestinalen Beschwerden wie in Verbindung gebracht:

  • Blähungen
  • Krämpfe
  • Flatulenz
  • Durchfall

Es gibt bessere Möglichkeiten, den Atem zu neutralisieren und den Keto-Geruch zu bekämpfen. Und nochmal: Pass auf bei den Zuckeralternativen und gucke im Zweifel ganz genau hin.

Iss weniger Proteine

Ja, dies hört sich bei einer ketogenen Diät erstmal schwierig an. Aber es geht für Dich hier nur um eine minimale Reduzierung der Dosis. Wie bereits geschrieben, verursacht zu viel Eiweiß schlussendlich durch einen Stoffwechselprozess im Körper Ammoniak. Dies führt dazu, dass Du unter Ketose Mundgeruch nicht verhindern kannst. Es kann einer der Gründe sein, weswegen der „Keto-Atem“ entsteht, ist aber nicht der Hauptauslöser. Ammoniak wird teilweise auch über den Atem ausgeschieden. Die Lösung: Verringere die Protein-Zufuhr und erhöhe gleichzeitig den Fettanteil in Deiner Nahrung. Wie Du das am besten machst? Iss möglichst gesunde Fette (zum Beispiel Avocados, Nüsse oder benutze viel Olivenöl). Dies wird Deine Diät nicht beeinträchtigen. Wenn du mehr über gesunde Fette bei einer Low-Carb Diät wissen willst, ist dieser Artikel interessant für Dich. Außerdem erfährst Du hier, warum Nüsse unbedingt auf Deinem Speiseplan stehen sollten. Um zu erfahren, wie viel Proteine Du überhaupt zu dir nehmen solltest, bietet sich außerdem der kostenlose Ketose-Rechner an. Hier kannst Du anhand von Deinen körperlichen Maßen errechnen lassen, wie viel Proteine du zu dir nehmen solltest.

Bau mehr Chlorophyll in Deine Nahrung ein

Warum genau Chlorophyll? Im Mund befinden sich viele anaerobe Bakterien. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie ohne Sauerstoff auskommen und sich schnell vermehren. Besonders bei einer Eiweißreichen Ernährung, wie sie unter Ketose natürlich üblich ist. Deswegen ist das Motto: Grün, grüner am Grünsten! Diese findest Du vor allen in Brennnessel oder in Löwenzahn.

Wieso Chlorophyll so wichtig ist? Es hilft bei der Entgiftung des Körpers und unterstützt die Bildung von roten Blutkörperchen. Natürlich enthalten Kräuter auch teilweise Kohlenhydrate, aber das lediglich in einer geringen Menge. Am besten nimmst Du zu jedem frisch zubereiteten Gericht auch frische Kräuter. Wie eben erwähnt eignen sich dazu hervorragend Exoten wie Brennnessel oder Löwenzahn. Aber auch herkömmliche Küchenkräuter wie frische Petersilie oder Minze sind dazu geeignet, Deinen Mundgeruch effektiv zu reduzieren.

Sorge für genügend Zutrinken

Ein häufig unterschätzter Punkt bei der ketogenen Diät ist die Aufnahme von Flüssigkeiten. Du musst möglichst viel trinken. Durch die Ketose spült der Körper sehr viel Aceton und Ketone im Urin aus dem Körper. Dadurch kann Dein Wasserhaushalt etwas aus der Bahn geworfen werden. Dies sorgt für eine trockene Mundschleimhaut und fördert den Keto-Atemgeruch. Schreib Dir am besten auf, wie viel Liter Du in dieser Zeit zu Dir nimmst. Der Artikel zeigt Dir, wie du es schaffen kannst, genug zu trinken.

Sorge für Abwechslung!

Während der Diät wird das Trinken schnell mal vergessen. Am besten bietet sich natürlich normales Mineralwasser an. Dies gibt es auch in sehr vielen Variationen! Du solltest aber immer darauf achten, dass Du genug Elektrolyte zu Dir nimmst.  Gemeint sind damit Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Chlorid. Alle jetzt genannten Elektrolyte sind bei einer ketogenen Diät sehr wichtig für Dich. Wenn Du zu viel Wasser trinkst und gleichzeitig die Elektrolyte vergisst, könnte es zu einer Unterversorgung kommen.

Wasser hat neben noch einen großen Vorteil: Es sorgt dafür, dass Deine Ketone aus dem Atem gespült werden. Es lohnt sich also, auf Dein Trinkverhalten zu achten.

Trinke mehr Zitronenwasser

Ketose Mundgeruch verhindern

Wie Du schon erfahren hast, solltest Du auf Deinen Wasserhaushalt acht geben. Du solltest jeden Tag dafür sorgen, dass Dein Körper genug Flüssigkeiten aufnimmt. Besonders geeignet ist in diesem Fall Wasser mit einem Schuss Zitrone. So hast Du etwas mehr Abwechslung und bist nicht immer „nur“ auf Mineralwasser angewiesen! Die Abwechslung kann Dir auch dabei helfen, am Tag etwas mehr zu trinken! Gerade unter Ketose solltest Du auf deinen Flüssigkeitshaushalt achten.

Nimm Vitamin C ein

Ein häufig übersehener Tipp ist die Einnahme von Vitamin C, am besten 400 bis 600 Gramm täglich. Dieser Mikro-Nährstoff ist während Deiner ketogenen Diät von enormer Wichtigkeit. Vitamin C schützt Deine Zellen vor freien Radikalen und spielt eine wichtige Rolle bei der Aktivierung Deines Immunsystems. Durch die Stärkung des Immunsystems ist Dein Körper in einer besseren Ausgangsposition. Somit ist es ihm möglich, besser gegen den veränderten Bakteriengehalt in Deinem Mund vorzugehen. Wenn ein Gleichgewicht zwischen den Bakterien im Mund wiederhergestellt ist, verringert sich auch dein Mundgeruch. Dies ist besonders in der Anfangsphase der Vorteil, wo viele Personen davon betroffen sind.

Erhöhe Deine Kalorienzufuhr

Wenn Keto Mundgeruch verhindern soll, dann iss einfach wieder mehr Kohlenhydrate. Aber an diesem Punkt ist durchaus Vorsicht geboten. Es geht hier nur um eine Erhöhung um minimale Grammzahlen. Sagen wir, Du isst bisher 10 Gramm pro Tag an Kohlenhydraten. Versuch, die Grammzahl auf zum Beispiel 15-17 Gramm pro Tag zu erhöhen. Wichtig ist hier, dass du Deinen Keton- Spiegel immer im Auge behältst. Dafür eignen sich spezielle ketogene Atemluftmessgeräte. Auf diese Atemluftmessgeräte gehen wir nach der Aufzählung ein. So kannst Du Dir sicher sein, dass alles okay ist und Du in der Ketose bleibst.

Ölziehen

Bei manchen Menschen hilft auch das sogenannte „Ölziehen“. Dies bedeutet, dass Du jeden Morgen auf nüchternen Magen 1 EL ÖL (am besten Olivenöl) in Deinem Mund für 15-20 Minuten bewegst. Wichtig: Nicht schlucken, sondern wieder ausspucken.

Xylit/Birkenzucker

Des Weiteren kann das Spülen mit Xylit/ Birkenzucker hilfreich sein, da es eine antibakterielle Wirkung hat.

Zitronenstückchen

Auch kann es helfen, wenn ihr Euch ein Zitronenstückchen in den Mund legt und daran lutscht! Sauer macht lustig- und in diesem Fall kurzfristig sogar einen guten Atem! Zitronenwasser ist nicht nur gut für Deinen Atem, sondern hat auch eine antibakterielle Wirkung, die dauerhaft Deine Mundbakterien vermindert. Wenn Du ein wenig Abwechslung haben möchtest, dann kombiniere es mit Stevia.

Versuch Deinen Atem natürlich zu erfrischen!

Es gibt auch in der Natur interessante Kräuter, die Deinen Keto-Atem reduzieren können. Sie fungieren vor allem als natürlicher Atemerfrischer. Dazu zählen:

  • Petersilie
  • Zimt
  • Gewürznelke
  • Majoran
  • Kardamom
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Fenchelsamen

Geduld ist für Dich ein guter Ratgeber

Es ist nicht immer zu hundert Prozent möglich, den Keto-Atem los zu werden. Zumindest am Anfang deiner Diät. In der Regel wird sich der Geruch nach ein paar Monaten aber wieder reduzieren. Durch diese Tipps und Tricks kannst Du ihn aber zumindest wirksam reduzieren. Der Körper muss sich auch erstmal auf die neue Situation einstellen. Eine Diät bedeutet auch immer eine starke Umstellung für den Stoffwechsel. Wer durchhält wird auch Erfolg haben! Gerade die ketogene Diät hat eine hohe Erfolgsquote, wenn Du dich an einige Dinge hältst. Des Weiteren unterdrückt sie Dein Hungergefühl nachhaltig. Dies ist durch wissenschaftliche Studien bewiesen. Deswegen: Es lohnt sich, den Weg zu gehen!

Trotz Mundgeruch: Mehr Vorteile für Dich als Nachteile

Auf den ersten Blick mag es für Dich abschreckend wirken. Wenn du unter Ketose Mundgeruch, ist das in der heutigen Gesellschaft ein No-Go. Allerdings gibt es Wege und Mittel, um den Mundgeruch zu stoppen. Diese werden wir Dir noch aufzeigen. Es gibt aber noch viele weitere Vorteile, die FÜR eine ketogene Diät sprechen! Kurz und knapp ein paar Punkte:

Gewichtsverlust

Es ist bewiesen, dass Du durch eine ketogene Diät signifikant an Gewicht verlierst. Es lohnt sich, die ketogene Diät durchzuhalten. Beispielhaft ist diese Studie aufgeführt. In dieser Studie zeigt sich, dass die ketogene Diät langfristig Dein Gewicht senkt. Besonders „langfristig“ ist hier zu erwähnen, da es bei vielen anderweitigen Diätformen zu einem „Jojo-Effekt“ kommt. Dieser ist bei einer langfristigen Diät nicht zu erwarten, selbst wenn Personen wieder auf eine „reguläre“ Ernährung umstellen. Dies sollte generell eher Schrittweise passieren. Dadurch hat der Körper die Möglichkeit, sich besser der vorherigen Ernährungsweise anzupassen.

Ketose unterdrückt Deinen Hunger

Viele Menschen, die eine ketogene Diät durchführen, berichten von einem niedrigeren Hungergefühl. Wissenschaftliche Studien haben sich der Aussagen angenommen und sind zu identischen Ergebnissen gekommen. Es ist möglich, mit Keto sein Hungergefühl zu reduzieren. Dies liegt an verschiedenen Hunger- Hormonen, die sich unter Ketose verändern. Außerdem ist es auch die Ketose selbst, die Deinem Gehirn vermittelt, dass es weniger Appetit verspüren soll. Dieser Artikel befasst sich mit Ketose und Hunger.

Erhöht Deinen Fokus auf Energie

Wenn Du unter Ketose Mundgeruch verhindern willst, musst du Deinen Fokus darauf legen, was die Diät dir bringt. Die ketogene Diät ist perfekt dafür, zu Dir selbst zu finden und deinen Körper mal wieder richtig zu spüren. Sie lenkt den Fokus auf Dich und lässt dich nach ein paar Tagen quasi spüren, wie sehr sich Dein Allgemeinbefinden verbessert. Dieser Artikel befasst sich damit.

Aber: Am Anfang ist erstmal das Gegenteil der Fall. Dein Körper rebelliert eventuell gegen die ketogene Diät. Er zeigt es in Form von plötzlich auftretender Müdigkeit und generell einem Gefühl von allgemeiner Abgeschlagenheit. Dies ist aber nicht von Dauer! Wenn das kurze Tal durchschritten ist, erwartet Euch schon bald ein besseres Lebensgefühl. Auf Dauer ist Ketose eine echt gute Quelle für Euer Gehirn. Es gibt dazu sogar wissenschaftliche Studien (Studie 1; Studie 2; Studie 3). Diese besagen, dass Patienten, die eine Gehirnerschütterung erlitten, unter Ketose schneller rehabilitiert wurden. Aus den Ergebnissen lässt sich vielleicht auch schon ableiten, dass Menschen die sich länger von Ketose ernähren, noch weitere positive Effekte haben. Zum Beispiel erhöht in dieser Studie die ketogene Diät die Klarheit und verbessert Gehirnfunktionen. Medizinisch betrachtet ist auch interessant, dass Dein Blut- Zuckerspiegel stabilisiert wird.

Gesteigertes Selbstwertgefühl

Du wirst es selbst merken: hältst Du die ketogene Diät durch und erreichst Deine selbst gesteckten Ziele, wirst Du immer Selbstbewusster! Du bekommst Vertrauen in dich selbst, in Deinen Körper und fühlst Dich einfach rundum wohl! Dieser Artikel befasst sich damit! Generell ist es gut, sich realistische Ziele zu setzen. Ziele, die Du auch erreichen kannst. Auch sollten die Ziele zeitlich nicht zu eng gesetzt werden, denn so lastet nur unnötiger Druck auf Dir.

Wir hoffen, dass Dir die Tipps weiterhelfen können. So sollte es Dir gelingen, deinen Keto- Atem unter Kontrolle zu halten und keinen unnötigen Mundgeruch mehr zu bekommen. Du siehst also: So schwer ist es gar nicht, seinen Keto Atem zu kontrollieren. Es lohnt sich also in keiner Weise, aufgrund von schlechten Atem Deine Diät abzubrechen. Im Gegenteil: Durch gewisse Anwendungen und Tipps wird es Dir gelingen, Deinen Atem wieder auf gutes Level zu bringen.

Wie misst du Deinen Ketonspiegel?

Wenn Du unter Ketose Mundgeruch verhindern willst, solltest Du auch Deinen Ketonspiegel regelmäßig messen. Wie in den Tipps und Tricks schon erwähnt, gibt es die Möglichkeit der Atemluftmessung. Diese sind äußerst effektiv und dabei nicht so Aufwändig wie zum Beispiel Blutmessungen. Das Problem ist, dass Blut- Ketone sich von Atem-Ketonen unterscheiden und diese nicht miteinander verglichen werden können. Blut- Ketone sind Puffer aus Energie, die in einem gewissen Zeitraum abgebaut werden. Wenn der Körper diese braucht, holt er sich sie. Dagegen sind Atemketone ein Echtzeitindikator. Diese befinden sich während der Ketose permanent im Blut und haben einen starken Zusammenhang mit dem Blutzucker. Es gibt mehrere Arten von Messgeräten für die Atemketone.

Sage ich allen Bescheid?

Erster Satz wird gelöscht: Auch ziemlich wichtig ist die . Was ist damit gemeint? Es geht darum, wie früh Du offen darüber kommunizierst, dass Du eine ketogene Diät praktizierst. Offen Gegenüber deinen Verwandten, Freunden oder auch Arbeitskollegen. Warum auch nicht? Schließlich ist eine ketogene Diät keine Straftat und eine gesündere Alternative zu vielen anderen Diätformen. Durch das frühe Bescheid sagen erreichst Du, dass dein Umfeld früh bescheid weiß und entsprechend vorbereitet ist. Dies spielt zum Beispiel eine Rolle beim Essen machen. Wenn Du bei Freunden essen gehst, wissen diese vorher Bescheid und können sich darauf einstellen. Du musst dich auch nicht mehr unnötigerweise rechtfertigen. Dies alles verleiht Dir ein besseres Gefühl. Außerdem brauchst Du dir keine Gedanken mehr über etwaige Nachfragen machen.

Jeder reagiert verschieden auf die Ketose. Manche haben direkt zu Anfang Mundgeruch, andere gar nicht. Natürlich ist es so, dass Mundgeruch im zwischenmenschlichen Bereich Probleme bereiten kann. Aber wie Du nun erfahren hast, gibt es dafür auch immer die passenden Lösungen. Außerdem haben nicht alle Leute die eine ketogene Diät machen den Keto-Geruch. Es gibt also keinen Grund, die ketogene Diät aufzugeben. Das, was Du dafür bekommst, ist viel mehr Wert! Gewichtsabnahme, gesteigertes Selbstwertgefühl und eine attraktivere Ausstrahlung sind doch Grund genug, die ketogene Diät weiter zu machen.

Mundgeruch wegen Umstellung auf Low Carb? Klär andere darüber auf!

Mundgeruch ist zum Teil eine Begleiterscheinung einer ketogenen Diät. Angenehm ist es nicht, darüber gibt es keine zwei Meinungen. Ein offener Umgang mit solchen Themen verbessert aber oft die eigene Position. Wenn du Menschen darüber aufklärst, werden sie es verstehen und sich nicht mehr darüber wundern. Zumal es gute Tipps und Tricks gibt, wie Du den Keto- Mundgeruch umgehen oder zumindest erfolgreich neutralisieren kannst. Alles eine Frage des Wissens! Wenn Du mehr darüber wissen willst, warum auch die Unterstützung von Freunden und Familien bei einer ketogenen Diät so wichtig ist, klicke hier.

Wie Du siehst: es gibt immer Möglichkeiten, gegen den Mundgeruch während der Ketose anzukommen. Es gibt keinen wirklichen Grund, die ketogene Diät deswegen nicht anzufangen oder währenddessen sogar abzubrechen. Es gibt immer eine Lösung, probiere Dich einfach aus!

Wie ist Deine Meinung zur ketogenen Diät und Mundgeruch? Bist Du davon selbst betroffen gewesen oder ist es Dir mal bei anderen Personen aufgefallen? Wir freuen uns auf Deine Kommentare!

Mehr zum Thema Ketose Mundgeruch verhindern:

Musa-Veloso, K., Likhodii, S. S., & Cunnane, S. C. (2002). Breath acetone is a reliable indicator of ketosis in adults consuming ketogenic meals. American Journal of Clinical Nutrition, 76(1), 65–70. PMID: 12081817
Pesta, D. H., & Samuel, V. T. (2014). A high-protein diet for reducing body fat : mechanisms and possible caveats, 1– PMID: 25489333
Porter, S. R., & Scully, C. (2006). Oral malodour (halitosis). BMJ (Clinical Research Ed.), 333(7569), 632–5. PMID: 16990322
Shanbhag, V. K. L. (2016). Oil pulling for maintaining oral hygiene – A review. Journal of Traditional and Complementary Medicine, 7(1), 106–109. PMID: 28053895
Kuo, Y.-W., Yen, M., Fetzer, S., & Lee, J.-D. (2013). Toothbrushing versus toothbrushing plus tongue cleaning in reducing halitosis and tongue coating: a systematic review and meta-analysis. Nursing Research, 62(6), 422–9. PMID: 24165218
McKay, D. L., & Blumberg, J. B. (2006). A review of the bioactivity and potential health benefits of peppermint tea (Mentha piperita L.). Phytotherapy Research. PMID: 16767798
Marsh, P. D., Do, T., Beighton, D., & Devine, D. A. (2016). Influence of saliva on the oral microbiota. Periodontology 2000. PMID: 26662484
Meister A (April 1994). „Glutathione-ascorbic acid antioxidant system in animals“ (PDF). J. Biol. Chem. 269 (13): 9397–400
https://www.bloodsugar101.com/no-more-dragon-breath
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26892521
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23801097
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23632752
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24721741
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15123336
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24721741
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18804129