Körperunzufriedenheit und Keto – Warum es dir für Keto helfen kann, mit deinem Körper unzufrieden zu sein – und wann du aufpassen musst

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Körperunzufriedenheit und Keto – Warum es dir für Keto helfen kann, mit deinem Körper unzufrieden zu sein – und wann du aufpassen musst

Warum beschäftigst du dich mit ketogener Ernährung? Bist du zufrieden mit deiner Figur und deinem Körper? Vielleicht eher nicht. Viele Menschen sind aus verschiedenen Gründen unzufrieden mit ihrem Gewicht oder ihrem Äußeren, insbesondere Frauen. Gehörst auch du dazu? Hier möchte ich dir zeigen, wie du durch eine Ernährungsumstellung zu Keto oder Low-Carb sogar von deiner Körperunzufriedenheit profitieren kannst.

Eine Keto-Diät kann eine gesunde Alternative zu all den mysteriösen Diäten, die in Zeitschriften oder ähnlichem angepriesen werden, sein. Mit Keto kannst du neben vielen psychischen und körperlichen Auswirkungen auch Gewicht verlieren. Zudem lernst du deinen Körper und auch Nährstoffe und Lebensmittel besser kennen. Natürlich gibt es irgendwelche bestimmten Gründe für dich, dass du dich mit Keto beschäftigt. Möchtest du einfach mal ausprobieren, was ketogene Ernährung mit deinem Körper und deinem Wohlbefinden macht? Möchtest du Krankheiten mit Keto vorbeugen oder therapieren? Oder möchtest du vielleicht abnehmen, weil du unzufrieden mit deinem Körper bist?

Wieso magst du dich nicht?

Dass du unzufrieden mit deinem Gewicht, deiner Figur oder Teilen deines Körpers bist, kann viele Gründe haben. Dazu gehören Schönheitsideale, soziokulturelle Einflüsse, Prägung durch das Elternhaus und deine Entwicklung. Oft beginnt Körperunzufriedenheit im Jugendalter mit den Veränderungen in der Pubertät und dem Vergleich mit Gleichaltrigen. Kommt es zu Diskrepanzen zwischen dem Aussehen, das wir haben wollen und unserer Wahrnehmung von dem, wie wir tatsächlich aussehen, so werden wir unzufrieden (Mora-Giral, Raich-Escursell, Segues, Torras-Clarasó & Huon, 2004; Stice & Shaw, 2002; Thompson & Stice, 2001). Dies entsteht nicht zuletzt durch den sozialen Vergleich und den Vergleich mit unserem kulturellen Schönheitsideal. In einer Studie von Lin und Kulik (2002) wurden 67 Frauen in verschiedenen Gruppen mit Bildern einer Frau, die durch Bildbearbeitung einen dünnen, normalgewichtigen oder übergewichtigen Körper hatte, zugeordnet. Bei den Frauen, die die dünne Frau sahen, zeigten sich verringerte Selbstwertgefühle und geringere Körperzufriedenheit.

Diät, Diät und nochmal Diät

Für gewöhnlich machen die meisten Menschen eine Diät aus einem bestimmten Grund: sie wollen Gewicht verlieren! Und abgesehen von dem Fall, in dem eine Gewichtsreduktion medizinisch notwendig ist, ist ihr Hauptmotiv, dass sie unzufrieden mit ihrem Körper sind. Beeinflusst durch die Schönheitsideale unserer Zeit und der Kultur in der wir leben, streben wir (unbewusst oder bewusst) ein bestimmtes Körperbild an. Weichen wir davon ab, möchten wir häufig gerne etwas daran ändern, nicht zuletzt an unserer Figur. Dann machen wir Diäten über Diäten. Die einen essen nur die Hälfte von dem, was sie gewohnt sind, die anderen nichts mehr nach 18 Uhr, die nächsten zwei Wochen nur Kohlsuppe. Mit mehr oder weniger (langfristigem) Erfolg, mit gutem oder weniger gutem Gefühl.

Körperunzufriedenheit – Keto aus gutem Grund

Unsere Körperunzufriedenheit führt also oft dazu, dass wir irgendwelchen Abnehm-Mythen hinterherrennen und hungern. Dies ist und über einen längeren Zeitraum absolut nicht gesund, uns fehlen dann unter um Umständen wichtige Nährstoffe und Energie. Ketogene Ernährung verhindert genau diese Nachteile von anderen Diäten. Du wirst merken, dass du bei Keto viel länger satt bist und dein Körper mit allen für ihn essentiellen Nährstoffen gedeckt ist. Darüber hinaus schützt dich Keto vor einigen Krankheiten. Sich ketogen zu ernähren hat also viele positive Effekte, nicht nur ein Gewichtsverlust, du kannst durch eine Keto- oder Low-Carb-Diät aber auch abnehmen (https://ketoseportal.de/ketose-alles-was-du-wissen-musst/).

Warum deine Körperunzufriedenheit dir für Keto hilft

In vielen wissenschaftlichen Studien wurde herausgefunden, dass Menschen, die unzufrieden mit dem eigenen Körper sind, sich eher ungesund ernähren. Menschen mit weniger Körperzufriedenheit scheinen öfter Diäten zu machen. Diese Ergebnisse zeigten eine Studie von Neumark-Sztainer, Paxton, Hannan, Haines und Story (2006). In dieser wurden 2518 Jugendlichen zu ihrer Körperzufriedenheit gefragt. Diejenigen mit geringer Körperzufriedenheit zeigten später eine höhere Wahrscheinlichkeit für Diäten, Essanfälle, ungünstigem Gewichtskontrollverhalten, geringerem Obst- und Gemüsekonsum und geringerer physischer Aktivität. In einer Studie mit 19003 Männern und Frauen stand Gewichtsunzufriedenheit damit in Zusammenhang, Diäten zu halten, Jojo-Effekte bei den Diäten zu erleben, zwischendurch zu snacken und ungesündere Nahrungsmittel wie Fastfood zu konsumieren (Blake, Hébert, Lee, Adams, Steck und Sui et al., 2013).

Diese ungünstigen Verhaltensweisen zur Gewichtskontrolle sind eine negative Folge von Körperunzufriedenheit.

Andererseits kannst du auch davon „profitieren“, wenn du dich unwohl in deinem Körper fühlst. Auch wenn das erstmal widersprüchlich klingt, darin steckt auch eine Chance. Es gibt nämlich auch Studien, in denen berichtet wird, dass Menschen mit größerer Unzufriedenheit mit ihrem eigenen Körper eher auf gesundes Gewichtskontrollverhalten zurückgreifen als die, die zufrieden sind. Das heißt, dass die unzufriedenen Leute sich eventuell mehr mit gesunder Ernährung und Sport beschäftigen, um etwas an ihrem Körper und ihrem Wohlbefinden zu ändern. In einer Studie von Fredrickson, Kremer und Swinburn (2015) mit 928 übergewichtigen Jugendlichen zeigte sich, dass das Wissen um Übergewicht sowie Unzufriedenheit mit dem Körper und dem Körpergewicht damit im Zusammenhang stand, mehr Obst und Gemüse zu konsumieren und weniger Fastfood. Die Jugendlichen mit Körperunzufriedenheit wählten also gesunde Strategien des Gewichtskontrollverhaltens. Auch in einer anderen Studie mit 187 lateinamerikanischen Müttern stand Körperunzufriedenheit in Verbindung mit gesundem Gewichtskontrollverhalten wie dem verstärkten Konsum von Obst und Gemüse und der Vermeidung von Süßigkeiten, Brot und Fastfood. (Contento, Basch und Zybert, 2003).

Du siehst also, dass es zwar hinsichtlich deiner Ernährung und deinem allgemeinen Gesundheitsverhalten eher negativ ist, wenn du unzufrieden mit deinem Körper bist. Dennoch kannst du diese Unzufriedenheit auch nutzen und sie mit der richtigen Motivation in einen gesunden Lebensstil ummünzen. Dabei ist es wichtig, nicht zu negativ an die Sache heranzugehen, sondern trotz Unzufriedenheit geduldig und mit Spaß daran, etwas zu probieren und zu schaffen. Es ließ sich in einigen der Studien beobachten, dass Unzufriedenheit häufig mit dem vermehrten Obst- und Gemüsekonsum sowie verringertem Fastfood-Konsum assoziiert ist. Dies kann das ein guter Ansatz sein, um gesunde Ernährungsumstellung weiterzuentwickeln und dich mit ketogener Ernährung zu beschäftigen. So lernst du noch mehr über die wirklich wichtigen Nährstoffe, die dein Körper braucht und wie du abnehmen kannst ohne zu hungern. Vermutlich kommen die widersprüchlichen Ergebnisse der Studien durch die verschiedenen Umstände und Voraussetzungen der Menschen in den Stichproben zustande. Deswegen ist deine Motivation, deine Unzufriedenheit sinnvoll zu nutzen, eine wichtige Ressource.

Dein Rückhalt

Oft spielt auch der Rückhalt von Freunden, dem Partner/der Partnerin und Familie und der Umgang mit Ernährung bezüglich gesundem Diätverhalten eine Rolle. Suche dir Unterstützung bei deinem Vorhaben, deine Ernährung auf gesunde Art und Weise z.B. auf Keto oder Low Carb umzustellen. Vielleicht hilft es dir, dies gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin anzugehen. So könnt ihr euch gegenseitig motivieren, sich austauschen und auf einander achten.

Körperunzufriedenheit – Vorsicht…

Wann musst du aufpassen? Trotz der Chancen, die deine Unzufriedenheit mit deinem Körper bieten kann, ist Vorsicht geboten. Und zwar dann, wenn du merkst, dass deine Diät zu einer Sucht wird. Wenn du Anzeichen einer Essstörung bei dir beobachtest, ist Vorsicht geboten. Eine Diät oder eine intensive Beschäftigung mit Ernährung sollte nicht zu einem Kampf werden und Essen nicht dein Feind.

Was du noch gegen Körperunzufriedenheit tun kannst

Um nicht Gefahr zu laufen, in eine Essstörung zu rutschen, gibt es noch ein paar Faktoren, die du außer deiner Ernährung bei Unzufriedenheit mit deinem Körper tun kannst. Zum Beispiel kannst du daran arbeiten, deinen Selbstwert zu stärken. Durch einen guten Selbstwert minderst du deine Körperunzufriedenheit. Zum anderen kannst du versuchen, dich mehr zu bewegen und Sport zu treiben. Das verbrennt nicht nur Kalorien, sondern macht dich ausgeglichener und zufriedener.

Mehr Infos zu „Körperunzufriedenheit und Keto“

http://www.jneb.org/article/S1499-4046(06)60054-7/abstract

http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/1359105315580223

https://www.hindawi.com/journals/jobe/2013/291371/

Blake, C. E., Hébert, J. R., Lee, D.-C., Adams, S. A., Steck, S. E., Sui, X., … Blair, S. N. (2013). Adults with greater weight satisfaction report more positive health behaviors and have better health status regardless of BMI. Journal of Obesity, 2013, 291371. https://doi.org/10.1155/2013/291371

Contento, I. R., Basch, C., & Zybert, P. (2003). Body image, weight, and food choices of Latina women and their young children. Journal of Nutrition Education and Behavior, 35(5), 236–248.

Fredrickson, J., Kremer, P., Swinburn, B., de Silva, A., & McCabe, M. (2015). Weight perception in overweight adolescents: Associations with body change intentions, diet and physical activity. Journal of Health Psychology, 20(6), 774–784. https://doi.org/10.1177/1359105315580223

Lin, L. F., & Kulik, J. A. (2002). Social Comparison and Women’s Body Satisfaction. Basic and Applied Social Psychology, 24(2), 115–123. https://doi.org/10.1207/S15324834BASP2402_4

Neumark-Sztainer, D., Paxton, S. J., Hannan, P. J., Haines, J., & Story, M. (2006). Does body satisfaction matter? Five-year longitudinal associations between body satisfaction and health behaviors in adolescent females and males. The Journal of Adolescent Health: Official Publication of the Society for Adolescent Medicine, 39(2), 244–251. https://doi.org/10.1016/j.jadohealth.2005.12.001

Stice, E., Marti, C. N., & Durant, S. (2011). Risk factors for onset of eating disorders: Evidence of multiple risk pathways from an 8-year prospective study. Behaviour Research and Therapy, 49(10), 622–627. https://doi.org/10.1016/j.brat.2011.06.009

Stice, E., & Shaw, H. E. (2002). Role of body dissatisfaction in the onset and maintenance of eating pathology: a synthesis of research findings. Journal of Psychosomatic Research, 53(5), 985–993.

2018-10-14T14:33:36+00:00

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