Richtig meditieren lernen – Welcher Meditationstyp bist du?

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Richtig meditieren lernen – Welcher Meditationstyp bist du?

Als Ketaner hast du dich entschlossen, mit dir und deinem Körper bewusster umzugehen. Du bist achtsamer mit den Lebensmitteln die zu dir nimmst, du bist achtsamer mit dir selbst. 

Um dies unterstützen zu können, kannst du versuchen, richtig meditieren zu lernen. 

 

Dadurch kannst deine Lebensweise zur Ketogenen Ernährung unterstützen, kannst Stress abbauen und verhinderst so die Ausschüttung von Cortisol, was sich wieder auf deinen Insulinspiegel positiv auswirkt.

 

Richtig meditieren lernen, was bringt das? 

Das Angebot an Meditationsübungen ist in den letzten Jahren sehr umfangreich und unübersichtlich geworden. 

Besonders Achtsamkeitsübungen erfreuen sich nicht nur in der Bevölkerung großer Beliebtheit, sondern auch die Wissenschaft, wie Psychologie und Neurowissenschaften befassen sich näher damit. Auch in Unternehmen wird diese Art der Entspannung gerade den Führungskräften empfohlen.

 

MBSR– Mindfulness Based Stress Reduction 

Diese Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode, Stress zu bewältigten und Krankheiten vorbeugen kann. Sie ist in verschiedensten Unternehmen, wie der BASF, EZB oder SAP etabliert und wird dort praktiziert. 

Es ist ein Trainingsprogramm für meditative Übungen in Bewegung oder Ruhe. Du erreichst eine größere innere Ruhe und die Wahrnehmung von Körper und Geistwerden vertieft. Dein Blutdruck und die Erregung des vegetativen Nervensystems senkt sich. Du wirst eine größere Gelassenheit und Beruhigung des Geistes erreichen. Dadurch können Ängste und Depressionen vermindert werden. Außerdem stellt es eine hervorragende Prophylaxe gegen Burn Out und Schlafstörungen dar. 

Was sagt die Forschung zur Meditation?

Die Forschung hat sich in den letzten 20 Jahren vermehrt mit der Erforschung der Meditationseffekte befasst. Durch neuartige Verfahren, wie das MRT, konnten die Wissenschaftler dem Gehirn sozusagen beim meditieren zuschauen und machten interessante Beobachtungen.  

So zeigten Probanden in einer Studie weniger Dichte der grauen Substanz an der Amygdala, die für die Verarbeitung von Stress und Angst wichtig ist. Dafür aber mehr Dichte im Hippocampus und Regionen, die für Selbstwahrnehmung und Mitgefühl zuständig sind.

Es zeigen mehrere dieser Studien, dass durch Meditation die Hirnstruktur verändert wird, und so das Verhalten und die Einstellung zu bestimmten Emotionen verändert werden kann. So kann Angst abgebaut werden und Mitgefühl nicht nur für sich selbst entwickelt werden, sondern auch für Andere. Auch die Selbstwahrnehmung kann positiv beeinflusst werden. 

Die Ergebnisse aus Analysen mehrerer verschiedener Studien zu den Auswirkungen des Meditierens auf das Gehirn legen nahe, dass sich die Gehirnstrukturen erfahrener Meditierender in charakteristischer Weise von denen Nichtmeditierender unterscheiden. Die verschiedenen Arten von Meditation haben auch im Gehirn unterschiedliche Auswirkungen und stimulieren unterschiedliche Hirnregionen.  

 

Richtig meditieren lernen, um die alltäglichen Stresssituationen besser meistern zu können 

Diese verschiedenen Befunde lassen den Schluss zu, dass Meditation einen positiven Nutzen auf euer Leben hat. 

Der Alltag wird immer schnelllebiger und die Effizienzsteigerung im Berufsleben können einen schnell an seine Grenzen bringen. Eine regelmäßige Meditationspraxis kann dir dabei helfen, Stress zu reduzieren und dich emotional zu festigen. Du kannst die Leistung des Hirns verbessern. Deine Intelligenz kann gesteigert werden.  

 

Welche unterschiedlichen Arten von Meditation gibt es? 

Der Buddhismus wird in der westlichen Welt immer populärer. Jeder kennt den Dalai-Lama und den tibetischen Buddhismus. Doch ist der tibetische Buddhismus nicht die einzige Richtung im Buddhismus den es gibt. Außerdem gibt es im Hinduismus, aber auch im Christentum und im Islam Meditationsübungen. 

 

Deshalb ist die Frage, welcher Meditationstyp du bist, gar nicht so allgemein und weithergeleitet

Richtig meditieren lernen kann ja auch nicht so schwer sein. Sollte man meinen.  Aber meditieren kann nicht einfach nur Entspannung sein. Meditieren kann auch heißen, an sich arbeiten zu wollen. Da es vor allem aus dem Buddhismus die meisten Formen der Meditation entstanden sind, wollen wir uns hier die historische Entwicklung ansehen.  

Der historische Buddha lebte vor ca. 2550 Jahren im nördlichen Indien. Er wurde als Prinz Gautama Siddharta geboren und sollte das Reich seines Vaters beerben und ein verdienstreicher Herrscher werden. Als er jedoch mit Leid, also mit Krankheit, Alter und Tod konfrontiert wurde, entschied er sich, seine Frau und seinen Sohn zu verlassen und nach der Überwindung dieses Leids zu suchen. Nach langer Suche, er lebte unteranderem auch als Asket, setzte er sich unter einen Baum und blieb dort so lange sitzen, bis er das Leid überwunden hatte. So wurde er erleuchtet und lehrte danach 40 Jahre lang bis zu seinem Tod buddhistische Weisheiten. 

Buddha drehte dreimal das Dharma Rad. Dharma ist die Lehre und er gab für die verschiedenen Menschentypen drei verschiedene Arten der Belehrungen.  

 

Der kleine Weg 

Zunächst gab er Belehrungen für Menschen, die nur für sich etwas Tun wollten. Sie wollten das eigene Leid überwinden.  

Diese Art des Buddhismus nennt man Theravada oder Hinajana Buddhismus oder auch Kleiner Weg. Er ist in Thailand, Vietnam und teilen Chinas verbreitet.  

Der Theravada Buddhismus wird vor allem von Mönchen und Nonnen praktiziert. Typisch sind ihre gelben Gewänder. Es sollte Ziel eines jeden Theravada Buddhisten sein, mindestens einmal im Leben eine Zeit als Mönch oder Nonne gelebt zu haben.  

Ziel ist hier, die Befreiung zu erreichen, die Vorstufe zur Erleuchtung. Die Befreiung von Leid. Man achtet sehr auf das was man tut, sagt und denkt. Man versucht gutes Karma aufzubauen und schlechtes abzubauen. Dadurch durchbricht man den Kreis des Leidens und man kann die Befreiung erlangen. 

 

Wie meditieren die Theravada/Hinajana Buddhisten? 

Diese Meditation ist die klassische Meditation die im Westen sehr verbreitet ist. Man setzt sich aufrecht hin, achtet auf seinen Atem. Man konzentriert sich darauf, wie man atmet, dass man langsam atmet und versucht sich darauf zu konzentrieren, nicht zu viele Gedanken zu haben. 

Diese Form der Meditation hört sich zunächst nicht schwer an.  

Wenn du aber richtig meditieren lernen möchtest, so ist es wichtig zu verstehen, dass es nicht darum geht, nichts zu denken. Es geht darum, die Gedanken die kommen und gehen, nicht zu bewerten und sie vorbeiziehen zu lassen. Und dass ist nicht einfach. 

Deshalb solltest du mit kleineren Einheiten anfangen und je nach Übung verlängern.  

 

Der große Weg 

Als Buddha das Dharma Rad erneut drehte, hatte er Schüler, die nicht nur für sich etwas tun wollten, sondern auch etwas für andere Menschen. Sie hatten Überschuss und konnten so Liebe und Mitgefühl entwickeln.  

Diese Art des Buddhismus wird Mahajana Buddhismus.

genannt oder auch der Große Weg. Er ist in Teilen Sri Lankas, Burmas und Nord Indiens verbreitet.  

Diese Menschen wollen nicht nur für sich die Erleuchtung. Sondern auch für Andere und machen in ihrer Meditation dementsprechend Wünsche. 

 

Wie meditieren Mahajana Buddhisten? 

Hier sieht die Meditation ganz anderes aus. Die Meditation ist geleitet und es gibt verschiedene Buddhaformen auf die meditiert wird. 

Es darf aber nicht der Eindruck entstehen, dass diese Buddhaformen Götter sind, die angebetet werden. Ziel ist hier ebenfalls die Erleuchtung.  

Diese Buddhaformen spiegeln unsere eigenen Fähigkeiten wieder. Sie sind dafür da, z.B. Mitgefühl zu entwickeln. Ihre Form, ihre Sitzhaltung, das was in Händen gehalten wird, hat alles eine Bedeutung und soll uns als meditierende erinnern, was wir erreichen können. 

Auch hier ist es nicht so einfach richtig meditieren zu lernen. Zunächst brauchst du einen Lehrer, der die nötigen Belehrungen gib. Er erklärt dir, warum du überhaupt meditieren solltest und was die Meditation bedeutet. Du solltest Bücher lesen, um zu verstehen, was du tust und dass du es auch richtig machst.  

Als nächstes ist eine Sangha wichtig. Sangha ist die Gemeinschaft der Meditierenden. Hier gibt es viele Buddhistische Zentren in Deutschland, in denen man sich informieren kann und wo man richtig meditieren lernen kann.  

Denn im Mahajana Buddhismus ist es auch wichtig, nicht nur alleine zu meditieren, sondern auch in der Gemeinschaft.  

Es wird zusammen in der s.g. Gompa, dem Meditationsraum, meditiert. Die Meditation wird vorgelesen und man folgt der Stimme und versucht sich das vorgelesene vorzustellen.  

In der Meditation wird ein Mantra rezitiert, das hilft, seinen Geist bei der Meditation zu halten. 

Außerdem hast du eine Mahla, eine Gebetskette, mit der die Mantras gezählt werden. Auch dadurch hälst du den Geist bei der Meditation. 

 

Der Diamantweg 

Buddha drehte das Dharma Rad ein drittes Mal und lehrte den Vajrayana Buddhismus oder auch als Große Weg bekannt.  

Diese Art ist als tibetischer Buddhismus bekannt. Er ist dort immer noch stark verbreitet, aber auch in China und Nordindien. In Butan ist er Staatsreligion.  

Er ist als Diamantweg Buddhismus bekannt.  

In den westlichen Meditationszentren des Diamantweg Buddhismus meditieren vor allem Laien Buddhisten. Sie sind keine Mönche oder Nonnen. Sie sind normale Menschen, die in ihrem Alltag meditieren und zum Wohle Anderer ehrenamtlich für den Buddhismus tätig sind. Auch viele Lehrer sind keine Mönche.  

Wichtigster Bestandteil ist die mündliche Übertragung der Lehre Buddhas. Diese wird von einem Lehrer zu seinem Schüler weitergegeben und so bleibt die Lehre immer frisch. 

Auch das Oberhaupt der Karma Kagyü Linie der 17. Karmapa, eine der ältesten Linie des tibetischen Buddhismus, ist zwar ein Mönch, d. h. er trägt eine Mönchsrobe, hat aber vor kurzem seine Jugendliebe geheiratet. 

 

Wie meditieren Vajrayana Buddhisten? 

Diese Menschen arbeiten vor allem mit der Sichtweise. Sie versuchen sich wie ein Buddha zu verhalten, bis sie einer geworden sind.  

Hier wird gelehrt, dass jeder Mensch die Buddha Natur in sich trägt, d.h. im Grunde bereits erleuchtet ist. Aber durch Störgefühle, wie Eifersucht, Neid oder Begierde ist die Wahrnehmung der Erleuchtung verschleiert. 

Durch die Meditation und die Belehrungen sollst du Störgefühle in Weisheit umwandeln und so die Schleier der Unwissenheit beseitigen, um die Erleuchtung erfahren zu können. 

Es ist wichtig zu verstehen, dass Glück nicht durch äußere Dinge erhalten werden kann. Leid zu vermeiden ist der Antrieb aller fühlenden Wesen. 

Jeder möchte Leid vermeiden und glücklich sein. 

Jedoch suchen viele Menschen dieses Glück in äußeren Dingen wie Geld, Konsumgütern oder in einem anderen Menschen. Dies ist aber eine falsche Annahme, da dieses äußere Glück vergänglich ist. Es ist nicht von Dauer. Sobald du das vermeintliche Glück konsumiert hat, fällt der Fokus schon wieder auf etwas anderes, von dem du denkst es macht dich glücklich. 

Zu verstehen, dass diese Dinge nur kurzfristig glücklich machen und einen nicht vom Leid befreien, ist der erste Schritt, richtig meditieren zu lernen. 

Auch im Vajrayana Buddhismus ist ein Lehrer und eine Sangha sehr wichtig. In Deutschland gibt es viele Diamantweg Zentren, die du besuchen kannst, dir Vorträge anhören und danach mit meditieren kannst. 

Auch hier stellst du dir eine Buddha form vor und meditierst auf „sie“. Eigentlich meditierst du auf dich selbst. Denn je nachdem was die Buddhaformen repräsentiert, versuchst du dies in dir selbst zu stärken und zu verwirklichen.  

Wichtig ist zu verstehen, was du da eigentlich machst, und warum. Wenn du richtig meditieren willst, und den Hintergrund nicht verstehst, dann kannst du natürlich Entspannung erleben, aber der richtige Effekt der Meditation wird nicht erreicht, nämlich die Überwindung des Leids.  

 

 

Hier eine kleine Übersicht, welche Wege es gibt und die dazugehörigen Ziele: 

                                     Meditation                         Verhalten                                                      Wissen und Sichtweise

Kleiner Weg                      Geist beruhigen                          Leidbringendes Verhalten vermeiden                      Ursache und Wirkung

Großer Weg                      Leerheit erfahren                       Zorn vermeiden                                                           Traumhaftigkeit erkennen

Diamantweg                     Vergegenwärtigung                    sich wie ein Buddha benehmen                                  Raum=Freude

 

 

Im Anschluss findet ihr zwei PDF Dateien mit zwei Meditationen zum Kleinen und Großen Weg.  

 pdf-meditation-auf-den-atem

pdf-meditation-des-gebens-und-nehmens

Wenn ihr die Meditation zum Diamantweg ausprobieren wollt, rate ich euch, in ein Diamantwegzentrum in eurer Nähe zu gehen. Da es sich um eine Übertragungslinie handelt, ist es sinnvoll, die Anleitung zur Meditation zuerst mündlich erklärt zu bekommen, um richtig meditieren zu können. Hier findet ihr gute Belehrungen dazu und könnt die Meditation gerne ausprobieren.  

Sylvia

2018-10-03T16:35:36+00:00

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