Selbstwirksam Ernährung umstellen – Tipps

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Selbstwirksam Ernährung umstellen – Tipps

„Ich lasse meine Ernährung so wie sie ist. Ich würde sowieso nicht durchhalten, wozu soll ich mich dann erst quälen.“

Kommt dir dieser Satz oder dieser Gedanke bekannt vor? Wie oft hast du schon darüber nachgedacht dich Low Carb zu ernähren und hast es dann sein lassen? Wie oft wolltest du allgemein deine Ernährung umstellen? Tipps, die anderen geholfen haben durchzuhalten, haben dir nicht geholfen?

Viele von uns neigen dazu, dass wir nicht an uns selbst glauben. Ratschläge, die dir zeigen wie du High Carb Lebensmittel durch Low Carb ersetzen kannst, helfen nicht. Jedenfalls nicht solange du der Meinung bist, dass du sowieso nicht durchhältst. Worüber wir hier reden ist die Selbstwirksamkeit. Es geht darum, dass wir überzeugt sind auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können¹. Haben wir diese Überzeugung nicht, versuchen wir es oft gar nicht.

Was ist Selbstwirksamkeit¹?

Das Konzept der Selbstwirksamkeit stammt von Albert Bandura, einem der einflussreichsten Psychologen. Bandura war überzeugt davon, dass wir nur dann etwas umsetzen, wenn wir an uns glauben. Ganz egal ob wir es tatsächlich können oder nicht. Sobald wir anfangen an uns selbst zu zweifeln, lassen wir es lieber ganz bleiben.

„Wer mit einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung an eine Aufgabe herangeht, ist bereit, sich anzustrengen. Dies hat weitreichende Auswirkungen, zum Beispiel dass

  • Aufgaben mit größerer Ausdauer bewältigt werden (Durchhaltevermögen),
  • die Arbeit/Aufgabe gründlicher erledigt wird (Gründlichkeit),
  • anspruchsvolle Ziele gesetzt (und auch erreicht) werden,
  • die Arbeitszeit effektiv genutzt wird,
  • weniger Angst vor schwierigen Aufgaben existiert,
  • Probleme flexibel gelöst werden können, …“²

Ob wir diese Eigenschaft haben oder nicht, hängt zum Teil von unserer Vergangenheit ab. Das heißt aber nicht, dass Selbstwirksamkeit angeboren ist. Vielmehr ist sie erlernt. Und wenn du bisher nicht die nötigen Erfahrungen gemacht hast, heißt das nicht, dass du sie nicht noch machen kannst.
Welche Erfahrungen sind es, die dir helfen können, an dich zu glauben – oder eben nicht?

Bandura sprach von 4 Faktoren.

  • Erfolgreiche Erfahrungen – der entscheidende Weg

Wenn du an früheren Projekten oft gescheitert bist, ist es sehr wahrscheinlich, dass du dich nicht selbstwirksam fühlst. Vor allem dann nicht, wenn du dich selbst dafür verantwortlich machst. Erfolge hingegen wirken gegenteilig. Hast du schon vorher viele deiner Vorhaben gemeistert, liegt die Wahrscheinlichkeit für dich nahe, dass du auch weitere Hürden bewältigen kannst.

„Erfolgserlebnisse führen zu einer Steigerung der intrinsischen Motivation. Spaß und Freude an der Tätigkeit nehmen also zu (Krapp, 1999). Tätigkeiten, die sich durch positive Emotionen auszeichnen, werden zeitnaher und ausdauernder ausgeführt und verbessern somit die Diätmotivation (Rheinberg, 2006; Sansone & Smith, 2000).“³

Wenn du also viele erfolgreiche Erfahrungen gemacht hast, fällt es dir vielleicht leichter, deine Ernährung umzustellen. Du hast schon mehrere Diäten ausprobiert? Diese abgebrochen oder wieder zugenommen? Dann glaubst du vielleicht nicht (mehr) daran, dass du es schaffst.
Anmerkung Verena Kuhn: Ich war nie ein Fan von Diäten wegen dem Jojo Effekt. HCG habe ich trotzdem probiert, weil es schnell schien und ich die Literatur dazu interessant fand (Ich habe die Originalstudien darüber gelesen, bevor ich mich auf das Abenteuer eingelassen habe). Und obwohl ich einige Veränderungen in meiner Ernährung gemacht habe, habe ich trotzdem wieder zugenommen. Nicht viel, aber genug um frustriert zu sein und an mir zu zweifeln. Deswegen war ich sehr kritisch, ob irgendwas anderes klappen könnte.
Die Studien zu Low Carb – und vor allem die zu ketogener Ernährung – haben mich aber überzeugt. Aber du solltest nicht auf mich alleine hören; ich bin nur eine Stimme unter vielen. Liest Studien  oder Artikel, die Studien zusammenfassen.
Es gibt genauso Studien, die sagen, dass Low Fat gut sein soll.
Die Studienlage ist etwas verwirrend, um nicht zu sagen widersprüchlich. Ich versuche soweit wie möglich für mich daraus meine Schlüsse zu ziehen und ich kann nur jedem raten, dasselbe zu tun. (Du kannst auch Good Carbs, Bad Carbs lesen! Leider Englisch, aber sehr gut. Wie auch andere Bücher von Gary Taubes.)

  • Stellvertretende Erfahrung – Er kann es; Ich jetzt auch

Wenn eine Person in deiner Nähe Erfolge hatte, kannst auch du daran wachsen. Deine Arbeitskollegin hat ihre Ernährung umgestellt, ist glücklich damit und sieht super aus? Warum solltest du das nicht auch können?
Genauso ist es umgekehrt. Kennst du jemanden, der seine Ernährung umgestellt hat und nicht erfolgreich war? Das ganze abgebrochen hat, wieder in alte Gewohnheiten gefallen ist – oder sogar trotz der neuen Ernährung wieder zugenommen hat? Das kann deinen Glauben ziemlich vernichten, dass du es schaffen kannst. Vor allem, wenn die Person dir sehr ähnlich ist. (Oder in deinen Augen „noch besser dran ist“ und es trotzdem nicht geschafft hat)

Am besten, du schaust dir Erfahrungsberichte  an. Bei uns und woanders. Das hilft nicht nur deiner Selbstwirksamkeit, es motiviert auch enorm.

  • Soziale Ermutigung – Die richtigen Beziehungen

Ein dritter Punkt ist, wie die Leute mit dir umgehen. Wenn du ständig als Versager hingestellt wirst und keiner glaubt, dass du zu etwas fähig bist, wirst du das verinnerlichen. Unter uns: wer solche Menschen als Freunde hat, braucht keine Feinde.

Besser ist eine unterstützende Umwelt. Deine Selbstwirksamkeit wird steigen, wenn dir alle sagen, dass du das mit Links schaffst.

Wenn du wenig Menschen hast, auf die du zählen kannst: Ein mit Low Carb und Keto erfahrener   kann dir nicht nur sagen, wie es geht. Ein Ernährungsberater hat das viele Male gemacht und kann dich unterstützen.
Noch mehr Quellen für soziale Ermutigung findest du unten!

  • Physiologische Erregung – Körperliche Signale als Ausrede

Du kennst es vielleicht von Vorträgen in der Schule, dass wir furchtbar aufgeregt waren und unser Herz durch die Decke ging. Wir verbinden dieses Herzrasen mit Angst und glauben wir seien den Anforderungen nicht gewachsen. Wenn du am Anfang deiner Ernährungsumstellung stehst und dann plötzlich Herzrasen oder Krämpfe bekommst (kann passieren wegen Elektrolytmangel im Übergang… aber immer abklären mit deinem Arzt im Zweifelsfall) wirst du womöglich denken, dass du ohne Kohlenhydrate einfach nicht leben kannst.

 

Der Selbsttest: Wie selbstwirksam bin ich?

 

Oft vermuten oder wissen wir es schon selbst, dass wir nicht an uns glauben. Dennoch kann ein Test dich noch bekräftigen oder Gewissheit schaffen. Daher würde ich dir vorschlagen den Selbsttest zu machen, damit du endlich weißt, woran du arbeiten kannst.

(Hier den Test)

 

Ernährung umstellen – Tipps für Selbstwirksamkeit

 

Wie oben schon erwähnt; du musst nicht daran verzweifeln, dass du keine Erfolge als Kind oder Jugendlicher gemacht hast. Diese wichtigen Erfolgserlebnisse kannst du auch jetzt noch nachholen.

 

Erfolgreiche Erfahrungen bewusst erzielen und Tipps um die Ernährung umzustellen

 

Wieso also haben andere Erfolge und du nicht? Oft liegt es bereits an der Planung eines Projekts. Welches Ziel hast du dir gesetzt? Hast du das nötige Material um deine Ziele zu erreichen? Hast du Zwischenziele? Weißt du wie du mit eventuellen Hindernissen umgehen kannst? Hast du dir überhaupt schon Gedanken darüber gemacht, welche Hürden auftauchen können?

Das sind Fragen, die du nicht vergessen darfst. Ein Projekt muss gut geplant sein. Wieso ist jede dieser Fragen wichtig?

  • Welches Ziel hast du dir gesetzt?

Die Frage klingt ehrlich gesagt einfacher als sie ist. Du solltest dich Fragen, wieso dieses Ziel? Ist es, weil DU es erreichen willst? Oder liegt das eher daran, dass du glaubst der Rest der Welt verlangt es von dir? Wenn du kein persönliches Interesse an dem Ziel hast, wirst du es auch nicht fokussiert verfolgen. Wo keine Motivation ist, ist auch kein Erfolg.

Weiterhin kommt es darauf an, wie komplex dein Ziel ist. Ist es zu einfach: „Ich verzichte erstmal nur auf den Snickers und Twix“. (Ist ja nicht so, dass du dir dann keine anderen Süßigkeiten reinziehst). Dann kann es passieren, dass du selbst das Ziel lächerlich findest und keinen Grund siehst stolz auf dich zu sein. Steckst du dein Ziel zu hoch: „Ich werde ab sofort nie wieder Kohlenhydrate mehr essen“. Dann wirst du auch hier höchstwahrscheinlich scheitern. Mir ist nämlich noch keiner untergekommen der nicht Rückfälle hatte (und manchen tut eine langsame Umstellung besser als eine brutale.. Abgesehen davon heißt Keto ja auch nicht „keine Kohlenhydrate“ sondern „nur noch 20-50 Gramm gesunde Kohlenhydrate“.) Und dann wirst du wieder denken, dass du mal wieder versagt hast.

Die Lösung ist ein realistisches und (für dich) relevantes Ziel. Wie wäre es, wenn du für die ersten Wochen auf die zuckerhaltigen Getränke verzichtest. Es ist realistisch, dass du es schaffen kannst. Du kannst ja stattdessen Tee trinken, wenn dir Wasser zu langweilig ist. Wenn du das schaffst, hast du bereits dein erstes Erfolgserlebnis. Dann bist du soweit ein weiteres Ziel anzugehen. Als nächstes könntest du sämtliche Süßigkeiten aus deiner Wohnung verbannen. (Und bevor du dich freust, weil du keine Wohnung, sondern ein Haus hast: der Süßkram sollte auch die Häuser verlassen).

Wie hoch du deine Ziele steckst, hängt am Ende immer davon ab, wie viele Erfolge du schon hattest. Mit der Zeit wirst du merken, dass es dir immer leichter fallen wird, kohlenhydratreiche prozessierte Lebensmittel aus deinem Plan zu streichen.

ernährung umstellen tipps

  • Hast du das nötige Material um deine Ziele zu erreichen?

Du brauchst dir kein Ziel zu stecken, dass du dich ab heute Low Carb ernährst, wenn du nicht die richtigen Lebensmittel da hast. Du musst dich erstmal einlesen. Was darf ich essen? Und wichtiger: Was darf ich nicht essen? Und dann musst du natürlich erstmal   gehen oder fahren. Vor allem wenn du nur Nudeln, Kartoffeln, Reis und Bohnen dahast.

Ich kann auch schlecht behaupten, dass ich spätestens nächste Woche einen Picasso malen werde. Ohne Staffelei, ohne Farbe, ohne Pinsel. Und ich werde auch nicht ab morgen jeden Abend Skateboard fahren, weil ich nämlich gar keins habe.

Infos zu Keto:

https://ketoseportal.de/ketose-alles-was-du-wissen-musst/

Hier findest du Ketogene Rezepte:

https://ketoseportal.de/ketogene-rezepte/

Ketogene Einkaufsliste:

Du kannst die kostenlose Challenge von Simply Keto machen:

Wenn du da auch einkaufen willst: Mit folgendem Gutscheincode bekommst du 10% Rabatt auf alle Eigenprodukte!

Auf spezielle Ziele zugeschnittene Ernährungspläne hat Foodpunk. Die Gründerin Marina Lommel ist eine der Experten für Ketogene Ernährung in Deutschland.
https://foodpunk.de/?wpam_id=28

  • Hast du Zwischenziele?

Die Frage gehört eigentlich so ein bisschen zur ersten Frage. Und trotzdem ist sie anders. Gerade wenn du dir ein größeres Ziel vornimmst, brauchst du Zwischenziele. Erstens erleichtert es den Weg, weil die Ziele kleiner sind. Zweitens, du hast eine Art Back-up: Wenn du das große Ziel nicht schaffst, hast du trotzdem nicht komplett versagt. Hättest du dir keine Zwischenziele gestellt, würden dir die ganzen Zwischenerfolge gar nicht auffallen. Wenn du jetzt auf süße Getränke und Schokolade verzichten kannst, dich aber noch nicht komplett Low Carb ernähren kannst.

Auch diese Mini-Erfolge sind wichtig. Statt zu denken, dass du ein Versager bist, kannst du sagen, dass du es immerhin geschafft hast etwas zu streichen. (Was denkst du denn wie viele Kalorien du dir allein durch die Limos einsparst).

Ernährung umstellen? Tipps an dieser Stelle: du fängst nicht von vorne an. Du hattest vielleicht ein Fehltritt und hast Kohlenhydrate gegessen obwohl du nicht wolltest. Aber: du fängst nicht wieder bei null an. Du weißt, dass du es schon ein paar Tage oder auch Wochen geschafft hast. Beim nächsten Mal wird es länger, oder sogar dauerhaft. Deswegen sind Zwischenziele wichtig.

Weitere Zwischenziele können sein:
du ersetzt Zucker mit Stevia oder Erythrit
du ersetzt Nudeln mit Zoodels und Konjak Nudeln
du ersetzt Reis mit Blumenkohl Reis oder Konjak Reis
du ersetzt Brot durch Low Carb Brot

  • Dich loben (oder loben lassen)

Erfolgreiche Handlungen sollten gezielt gelobt werden. Versuche dich selbst zu loben und für Erfolge zu belohnen (ohne Zucker und prozessierte Kohlenhydrate)
Oder du schließt dich einer Facebookgruppe oder dem Forum an und teilst deine tollen Fortschritte!
PS: Loben und loben lassen. Versuche auch andere zu loben für ihre Fortschritte und dich mit ihnen zu freuen!

  • Hindernisse und wie du damit umgehst

Mit jedem Ziel, das du dir setzt, wird eine Ladung Probleme mitgeliefert. Na gut, so viele auch wieder nicht. Aber es gibt sie trotzdem meistens: die Hindernisse. Bei Low Carb muss ich nicht lange überlegen. Es kann der Partner sein, der sich nicht so ernähren will und vor deiner Nase Pommes futtert. Oder der schöne Grillabend bei Freunden, mit lecker Knoblauchbaguette und einer erfrischend, kühlen Kiste Bier.

Das sind Szenarien, die auf deinem frisch gekürten Low-Carb-Herzen herumtrampeln. Vor allem wenn du dich noch an den Geschmack des Brotes erinnerst. Über solche Hürden solltest du dir Gedanken machen. Wie willst du damit umgehen? Nimmst du dir dein eigenes Low-Carb-Brot mit oder wird das dein Cheat-Day bzw. Ladetag? Oder willst du solche Feiern sogar komplett meiden, solange du nicht sicher bist, ob du wiederstehen ?

  • Rückschläge verkraften

Zuerst einmal: Jeder einzelne von uns hatte schon Rückschläge. Selbst wenn jemand behauptet, es sei nicht so. Egal wie klein, wirklich jeder hat schon irgendetwas falsch gemacht.

Wenn du einen Rückschlag hattest, dann quäle dich nicht weiter damit. Akzeptiere die Situation so wie sie ist, du kannst sie nicht mehr ändern. Betrachte deinen Rückschlag von einer anderen Perspektive. Jemand der nicht betroffen ist, würde den Rückschlag wahrscheinlich gar nicht so schlimm sehen.

Anstatt dich zu fragen, was falsch mit dir läuft und warum sowas immer nur dir passiert, solltest du dir mal andere Fragen stellen. „Was kann ich aus dieser Situation lernen? Was kann ich positives daraus mitnehmen?“

Und vor allem: verzeihe dir selbst und mach einfach weiter. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Im Schnitt benötigen Raucher 30 Versuche, bis sie mit dem Rauchen endgültig aufhören können. Mach dir einige Gedanken, wie du die Situation verändern kannst und dann tu es. Probiere unbedingt einen anderen Weg. Denselben Weg immer und immer wieder zugehen, am besten mit Anlauf, wird nicht funktionieren.

 

 

Erfahrungen deiner Mitmenschen

Wie sieht es aus mit Freunden, Familie oder Arbeitskollegen? Konnte einer von ihnen vielleicht auch schon seine Ernährung umstellen? Tipps von solchen Menschen könnten auch dir helfen. Aber allein der Gedanke, dass es deine Freundin geschafft hat, kann dich motivieren.
Je ähnlicher dir diese Person ist, desto besser. Du wirst vielleicht schon gemerkt haben, dass wir dazu neigen uns mit ähnlichen Personen zu vergleichen. Du bekommst das Gefühl, dass es in ihrer bzw. in deiner Hand liegt. Wenn um dich herum immer alle scheitern, könnte der Eindruck entstehen, dass die Welt einfach nichts Gutes für euch vorgesehen hat.

Vielleicht ist auch in deiner Umgebung schon jemand auf Low Carb oder Keto umgestiegen. Warum solltest du dann nicht auch auf Low Carb umsteigen können?

Es müssen auch nicht unbedingt Menschen in deiner unmittelbaren Umgebung sein. Ich persönlich habe mich von einer Youtuberin inspirieren lassen. Ich bin zufällig auf ein Video von ihr gestoßen. Ziemlich schnell erkannte ich auch die Ähnlichkeit zwischen uns. Sie hatte dieselbe Geschichte mit ihrem Gewicht durchgemacht und das sogar auch noch mit ähnlichem Gewicht und ähnlichem Körperbau. Sie hat ihr Gewicht aber in den Griff bekommen und sah super aus. (Ich hatte davor übrigens tausende Male versucht abzunehmen, ohne Erfolg. Stattdessen nahm ich immer weiter zu). Und siehe da, auf einmal hat es auch bei mir geklappt. Ich wollte nicht einsehen, dass ein Mensch, der mir so ähnlich ist, mehr erreichen kann als ich.

Ernährung umstellen – Tipps wie Soziale Ermutigung als Anreiz wirken kann

 

Und wieder geht es um dein Umfeld. Du siehst schon; soziale Beziehungen können äußerst wichtig sein. Oft hängt unsere Stimmung davon ab, mit wem wir unsere Zeit verbringen. Wenn du ständig gut gelaunte Menschen um dich rum hast, ist es auch wahrscheinlicher, dass du gut gelaunt bist. (Ist nicht nur eine Binsenweisheit, sondern es gibt psychologische Studien dazu.)

Genauso verhält es sich mit dem was sie uns sagen. Hast du einen Chef, der dir immer klar macht, dass du ein Versager bist? Sagen deine Freunde, dass du nichts alleine gebacken kriegst, wenn du mal um Hilfe bei etwas bittest? Oder haben vielleicht sogar deine Eltern immer gesagt, dass aus dir nie was wird?

Mittlerweile sollte jeder wissen, dass Worte ziemlich wehtun können. Sie verletzen nicht nur deine Gefühle, sondern eben auch deine Selbstwirksamkeit. Wieso solltest du auch an dich glauben, wenn es sonst auch keiner macht? Diesen Gedanken musst du dir aber ganz schnell vertreiben. Denn jeder kann etwas erreichen und Selbstwirksamkeit ist nichts das einfach angeboren ist.

Freunde, die so mit dir umgehen, solltest du links liegen lassen. Denn das sind keine Freunde. Meiner Erfahrung nach, gehen sie so mit anderen um, weil sie selbst nichts vorzuweisen haben. In dem sie andere runter machen, fühlen sie sich am Ende des Tages besser. Was du brauchst sind unterstützende Beziehungen. Freunde, die dich aufbauen und dir sagen, dass du es schaffst und dass du alle Hindernisse auf dem Weg dorthin meistern wirst.

Anmerkung Verena Kuhn: Leider höre ich in Facebook Gruppen wie unserer immer wieder von negativen Erfahrungen. Von „Freunden“, die einer Ketarierin sagen, dass sie jetzt mal genug abgenommen hat oder jetzt älter aussieht. Von „Freunden“, die Ketariern immer wieder High Carb Kuchen oder Süßigkeiten anbieten. Leider kannst du das nicht immer vermeiden. Sei es ein nerviger Kollege, der dir immer wieder Bonbons vor die Nase hält oder eine Oma, die keinen anderen Weg kennt ihre Liebe auszudrücken als mit Klößen und Braten und einem Kuchen. Es lohnt sich oft, mit diesen Menschen das Gespräch zu suchen. Aber du wirst nicht immer erfolgreich sein.

Es lohnt sich auf jeden Fall, dir Menschen mit ähnlichen Herausforderungen zu suchen. Du kannst dir Menschen in unserem Keto Forum suchen.

Oder in unseren Facebookgruppen:

Für Ketarier: https://www.facebook.com/groups/ketose/

Für Low Carb und LCHF Fans: https://www.facebook.com/groups/lowcarblchfketogen/

Ernährung umstellen – Tipps wie du die Reaktionen deines Körpers deuten kannst

Wir Menschen schließen von unserem Körperzustand und unseren Gefühlen auf die Situation. Das heißt, wenn ich weine, ist etwas Trauriges passiert. Wenn mein Herz rast, bin ich nervös. Aus dem nervösen wiederum schließen wir, dass irgendwas geschieht, das wir nicht gewohnt sind und dem wir vielleicht gar nicht gewachsen sind. Das Problem ist, dass wir uns selbst nicht immer richtig deuten.

Wie oft hattest du Herzrasen, weil du dich freust statt überfordert zu sein. Unsere Herzen schlagen höher, wenn wir in der Schlange der Achterbahn stehen. Und am Ende hattest du Spaß, meistens jedenfalls. Dein Herz schlägt vermutlich auch schneller, wenn du am Bahnhof stehst und auf deinen Freund wartest, mit dem du eine Fernbeziehung führst. Auch Hormone können manchmal deine Gefühle und deinen körperlichen Zustand ganz schön verwirren. Ich habe oft ein belastendes Gefühl auf der Brust. Ich habe aber mittlerweile gelernt damit umzugehen. Im ersten Moment fühle ich mich schlecht und bin bedrückt, aber dann überlege ich, ob es aktuell überhaupt einen Grund gibt sich so zu fühlen. Und meistens ist es nicht so der Fall. Angenehm ist es natürlich nicht, aber statt sich so hochzuschaukeln, versuche ich mich zu entspannen.

Oft ist es eben doch nicht so wie es scheint. Auch du kannst lernen deinen Körper zu beruhigen, dich zu entspannen. Durch Meditation, Yoga, Achtsamkeitsübungen. Es gibt mittlerweile so viele Bücher, DVD´s, CD´s und kostenlose Videos zu diesen Themen. Für welche der Methoden du dich entscheidest, ist aber deine Entscheidung. Der eine mag es eben zu meditieren und der andere nicht. Um zu lernen seine Gefühle zu steuern bzw. zu kontrollieren gibt es viele Wege. Du musst dir nur einen aussuchen.

Oft hilft es übrigens auch, sich klar zu machen, dass diese Gefühle – Aufregung oder die Sorge – eine Ressource sein kann. Die Aufregung kann dir helfen, besser zu sein, in dem was du dir vornimmst. Wer hört schon gerne einem gelangweilten Präsentator zu? So kann dich Aufregung vielleicht dazu bewegen, dich auf möglicherweise schwierige Situationen vorzubereiten (Wie erkläre ich es meinen Kollegen, dass ich keine Pommes mehr esse?).
Die Sorge kann dich motivieren, mehr zu lesen über Keto und Low Carb, bevor du dich in das Abenteuer stürzt.
Unsicherheit kann dich dazu bringen, lieber zweimal auf das neue Rezept zu sehen um den Keto Kuchen gut hinzubekommen.

PS: Und wenn du auch nur ein bisschen unsicher bist: immer deinen Arzt fragen bei körperlichen Symptomen!

Ernährung umstellen – Tipps wie du dich motivierst

 

Motivation ist nicht gleich Motivation. Oft fühlen wir uns motiviert ein Projekt anzugehen, welches wir selbst vielleicht gar nicht gewählt hätten. Wir gehen zum Sport, weil die Gesellschaft von uns verlangt schlank und fit zu sein. Vielleicht engagierst du dich auch ehrenamtlich, obwohl du mit Job und Familie überhaupt keine Zeit dafür hast. Weil du glaubst, dass du nur so ein soziales Mitglied der Gesellschaft sein kannst.

Im ersten Moment scheint es so, dass du motiviert bist alles durchzuziehen. Aber wenn du genauer darüber nachdenkst, ist das nicht deine eigene Motivation. Du hast die Motivation, mehr oder weniger, übernommen. Mit der Zeit könnte die Motivation schwinden, auf Deutsch gesagt: Du hast einfach kein Bock mehr, dieses Ziel zu verfolgen. Wenn du dir allerdings selbst ein Ziel in dein Kopf gesetzt hast, dann ist auch deine Motivation real.

Wenn du also deine Ernährung umstellen willst, dann bitte nur weil du es auch so willst. Du sollst nicht größtenteils auf Kohlenhydrate verzichten, weil irgendjemand sagt, es sei das Beste für deinen Körper. Informiere dich selbst und entscheide dann, ob Keto was für dich ist. Nicht jeder reagiert gleich auf bestimmte Ernährungsformen. Es könnte genauso gut möglich sein, dass nicht nur du keine Lust darauf hast, sondern dass auch dein Körper gar nicht damit klar kommt. Damit dürfte deine Motivation ziemlich in den Keller fallen.

Durch die sogenannte Intrinsische Motivation, fällt es uns oft gar nicht so schwer etwas zu verfolgen. Meistens macht es uns sogar Spaß. Und jedes noch so kleine Erfolgserlebnis steigert unsere Motivation weiter. Es gibt nichts Schöneres zu sehen, als dass du durch deine eigene Anstrengung, deinem Ziel näher gekommen bist.

Das Geheimnis selbstwirksamer Menschen

 

Nimm dir einen kurzen Moment und stelle dir eine selbstwirksame Person vor. Welche Merkmale fallen dir als erstes ein? Wie verhält sich diese Person in der Öffentlichkeit, wie in ihrem Privatleben? Was bewunderst du am meisten an ihr?

Selbstwirksame Menschen finden wir überall. Und weil sie sich so oft öffentlich zeigen, ist es für uns ein Einfaches ihre Merkmale und Eigenschaften herauszufiltern und selbst anzuwenden. Der erste Punkt ist ihre Körperhaltung. Keine dieser Personen läuft mit herabgesenktem Kopf und einem krummen Rücken. Sie laufen aufrecht, den Kopf erhoben, bereit den Kampf anzugehen. Das ist kein Zufall, je selbstbewusster du auftrittst, desto respektvoller wird mit dir umgegangen. Du strahlst Kompetenz aus und deine Mitmenschen wiederum werden daran glauben und denken, dass du alles schaffen kannst. Genau das werden sie dir auch vermitteln. Punkt 3 ist also abgehakt, du bekommst soziale Ermutigung, allein durch deine Haltung.

Ein kurzer Blick in die Politik zeigt uns, wie diese Menschen denken. Ob es „Yes, we can!“ oder „Wir schaffen das!“ ist, beide Politiker glauben an ihr Vorhaben. Sie glauben an sich und an die Mitmenschen. Ob es jetzt richtig so ist oder nicht, spielt erstmal keine Rolle. Welchen Eindruck hätte es gemacht, wenn stattdessen ein Satz wie dieser gefallen wäre: „Mir wächst das alles über den Kopf, ich höre lieber auf.“?

Von einer ehemaligen Kollegin weiß ich, dass sie vor Vorträgen immer eine Art Mantra vor sich hingemurmelt hat. „Ich kann das, ich schaffe das, ich bin fähig dazu.“. Immer und immer wieder, solange bis der Vortrag losging. Sie hat sich selbst bekräftigt. Gleichzeitig hatte sie, zwischen dem Gemurmel, auch gar keine Zeit böse Gedanken zuzulassen.

Es wird oft belächelt, wenn jemand sagt, du sollst dich vor den Spiegel stellen und aufzählen worin du super bist und dass du alles schaffen kannst. Aber ich habe schon von vielen selbstwirksamen Menschen gehört, dass sie genau solche Dinge tun. Warum auch nicht? Wenn mir schon keiner sagt wie super ich bin, dann nehme ich es eben selbst in die Hand. Selbstliebe ist schließlich der erste Schritt in alle Richtungen. Und wenn du immer wieder hörst (auch wenn es von dir selbst kommt), dass du eine klasse Ausstrahlung hast, dann fängst du an daran zu glauben. (Sonst würdest du es ja nicht immer wieder hören).

Nochmal kurz gesagt wie du deine Selbstwirksamkeitserwartung erhöhen kannst:

  • Erfolgreiche Erfahrungen bewusst erzielen
  • Erfolge deiner Mitmenschen als Vorbildfunktion wahrnehmen
  • Unterstützende und aufmunternde Worte deiner Freunde und Familie
  • Richtige Deutung deiner körperlichen Reaktionen
  • Ziele verfolgen die dir nicht von außen zugetragen wurden (setze eigene Ziele)

Und nun kannst auch du deine Ernährung umstellen. Tipps wie du Kohlenhydrate ersetzen kannst gibt es auch genug im Netz. Hauptsache du fühlst dich dem nun gewachsen.

Regina K. mit Anmerkungen von Verena Kuhn

Mehr zum Thema Ernährung umstellen Tipps:

 

  1. http://psycnet.apa.org/record/1977-25733-001
  2. https://lernen-foerdern.de/wp-content/uploads/2017/03/LF-1-14-Selbstwirksamkeit.pdf
  3. http://www.psyheu.de/3766/diaetmotivation-selbstwirksamkeit-deutliche-ziele/
  4. http://ecem2007.psych.uni-potsdam.de/people/rheinberg/files/Intrinsische-Motivation.pdf
2018-09-18T09:24:26+00:00

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