Tipps für Ernährungsumstellung: Was du von Optimisten lernen kannst

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Tipps für Ernährungsumstellung: Was du von Optimisten lernen kannst

„Ist das Glas für dich eher halb voll oder halb leer?“ – eine Frage, die manche Leute zur Weißglut bringt und andere zum Lachen. Worum es dabei geht, ist klar: Pessimismus bzw. Optimismus. Geht man eher fröhlich durchs Leben oder eher von ständigen Sorgen begleitet?

Meistens ist einem klar, ob man selbst eher optimistisch oder pessimistisch veranlagt ist. Die Frage nach dem gefüllten Glas ist dafür nur eine Veranschaulichung. Vielleicht ist man sich manchmal aber auch gar nicht so sicher, welcher der beiden Typen nun am ehesten auf seine Persönlichkeit zutrifft. „Ich bin Realist!“, lautet dann die Devise. Also der geläufigen Meinung nach eine Mischung aus Pessimist und Optimist. Allerdings sind Realisten meist eher nur an der eigenen Denkweise zweifelnde Pessimisten. Dass Pessimisten die weniger glücklichen Menschen sind, dabei sind sich die Wissenschaftler einig. Selbst wenn man den Gedanken aufgreift, dass Pessimisten weniger Risiken eingehen als Optimisten und so weniger zu verlieren haben – eine positive Grundeinstellung kann vieles bewirken, dass den Pessimisten fehlt.

Und was wäre mit einer gesunden Mischung aus Pessimismus und Optimismus? Ist das nicht die beste Lösung? Jein.

In diesem Artikel möchte ich dir Tipps für Ernährungsumstellung geben und erklären, warum es helfen kann, sich eine optimistische Lebensweise anzutrainieren und wie dieser Optimismus dir insbesondere bei einer Ernährungsumstellung helfen kann.

 

Optimismus vs. Pessimismus

 

Der Großteil der Menschen bringt Optimismus einfach mit einem positiven Blick in die Zukunft in Verbindung. Aber was genau stellt es für uns dar? Einen mentalen Zustand? Einen individuellen Wesenszug? Im Grunde genommen sind Optimisten vor allem eins: gute Blender. Sie täuschen sich selbst gerne, indem sie negative Gedanken annehmen und aus einer erfreulicheren Perspektive betrachten. So ist der emotionale Gehalt in Bezug auf Ergebnisse meist positiv, denn Optimisten können sich auch an kleineren Erfolgen orientieren und schöpfen aus Misserfolgen Erfahrungen für neue Aufgaben. Zumeist sind sie sehr selbstsicher und vertrauen auf ihre Fähigkeiten.

Ein Pessimist, der nur das große Ziel vor Augen hat und mit einer Einstellung à la „Das werde ich sowieso wieder nicht schaffen“ durchs Leben geht, ist dagegen nur auf seine Rückschläge fixiert. Daher sind Optimisten fast immer die glücklicheren Menschen.

Pessimisten könnte man jedoch als die Personen mit der realistischeren Wahrnehmung betrachten.  Vor allem nachdenkliche Menschen haben oft pessimistische Züge, was daher rührt, dass sie sich mehr Sorgen machen. Sie gehen nicht leichthin Risiken ein, sondern entscheiden sich erst, nachdem sie sich über das schlechtmöglichste Ergebnis im Klaren geworden sind und ob sie dieses in Kauf nehmen würden. Somit sind sie differenziertere Analytiker als Optimisten, aber dafür stets von Zweifeln geplagt. Sie trauen sich selbst weniger zu und sehen immer erst die Nachteile eines Vorhabens.

Und was entscheidet nun darüber, ob man eher ein Optimist oder ein Pessimist wird?

 

 

 

Die Geburtsstunde der optimistisch bzw. pessimistisch geprägten Persönlichkeit

 

Grundlegend für die jeweilige Charaktereigenschaft ist die elterliche Erziehung. Man wird nicht als Optimist oder Pessimist geboren, aber die Umgebung im frühen Kindesalter beeinflusst die späteren Ansichten stark. Insbesondere eine gute Bindung zu den Eltern ist ausschlaggebend. Wer gelernt hat, dass nicht alle Ängste eintreffen oder berechtigt sind, hat ein gesünderes Verständnis von der Welt und kann sich geborgen fühlen. Diese Erkenntnis muss einem Kind von den Eltern beigebracht werden, damit es eine optimistische Haltung einnehmen kann. Ist das nicht der Fall, muss man sich den Optimismus selbst antrainieren.

 

Was sind die Vorteile eines optimistischen Lebensstils?

 

Optimistische Persönlichkeiten sind also glücklicher als pessimistische. Darüber hinaus gibt es aber auch andere Punkte, die dafür sprechen, dass man sich ruhig eine Portion Optimismus einverleiben kann.

Zum einen können Personen mit einem niedrigen Selbstvertrauen sehr von einer optimistischen Lebensweise profitieren. Ist man unglücklich oder hat Selbstzweifel, kann das zu schlimmen Depressionen führen. Lernt man sich wieder selbst zu schätzen und auch seine positiven Seiten zu erkennen, führt das wieder zu einer ausgewogeneren Wahrnehmung und die Depressionen können verschwinden.

Abgesehen von psychischen Gründen gibt es sogar eine Verbindung zwischen Optimismus und der Ernährung. Optimismus kann zu einer gesünderen Lebensweise beitragen: Studien aus Finnland haben gezeigt, dass sich Männer und Frauen, die eher optimistisch veranlagt sind, öfter von Gemüse, Obst und Salat ernähren als Männer und Frauen, die weniger optimistisch sind. Pessimisten dagegen ernähren sich unregelmäßiger und ballaststoffreicher und nehmen auch mehr Alkohol zu sich. Auch der Anteil an Rauchern soll unter Pessimisten höher sein als unter Optimisten. Ein Mangel an Optimismus kann also in Verbindung gebracht werden mit einer weniger gesunden Ernährung und anderen schlechten Angewohnheiten.

Das Gleiche gilt für das konsequente Befolgen von Ernährungsplänen. Optimisten fällt es leichter, eine Ernährungsumstellung zu vollziehen und sich daran zu halten.

Warum ist das so?

 

Tipps für Ernährungsumstellung: Wie dir Optimismus für Keto helfen kann

 

Der ständige Heißhunger auf Süßes, obwohl man nicht darf. Eine schier endlos lange Liste mit Produkten, die man nicht mehr oder nur noch in geringen Mengen zu sich nehmen darf. Die strikte Einhaltung der Grenze für Kohlenhydrate. Die abfälligen Bemerkungen von Bekannten oder Freunden bezüglich der Umstellung auf Ketose. All das kann psychisch schon mal richtig an einem nagen. Viele werfen insbesondere in den ersten Wochen einer Diät, Ernährungsumstellung oder auch beim Etablieren von Sport in den Alltag die Flinte ins Korn.

Ein Pessimist glaubt nicht so recht an den Erfolg seiner ketogenen Ernährungsumstellung. Schon gar nicht, wenn sich der Gewichtsverlust zu Beginn nicht so wirklich bemerkbar macht. Meist sucht er den Fehler dann bei sich und fragt sich, was er falsch macht.

Hier haben Optimisten einen klaren Vorteil, da sie lockerer an die Herausforderung herangehen. „Ich habe noch nicht die geplanten 3kg weniger geschafft? Kein Problem! Dafür fühle ich mich schon viel besser in meiner Haut und 1kg ist auch schon runter! Da kann es demnächst nur bergauf gehen.“ Diese Einstellung ist sehr motivierend und dienlich dabei, über (noch) nicht erreichte Essensziele hinwegzusehen.

Demnach können sich Optimisten durch ihre positive Denkweise besser als Pessimisten Mut machen, einen Essensplan einzuhalten. Sie tun sich leichter damit, vermeintlich unwichtig kleine Schritte als essentiell für die Zielerreichung zu sehen. Dadurch kann schon der Verzicht auf eine Zwischenmahlzeit für sie zum Erfolg werden.

 

Optimismus und Selbstwirksamkeit

 

Man kann also sagen, dass Optimisten selbstwirksamer sind als Pessimisten. Das heißt, sie können sich leicht davon überzeugen, ein Ziel zu erreichen, indem sie an ihre Fähigkeiten glauben. Ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit steht in positivem Zusammenhang mit dem tatsächlichen Erfolg. In der Psychologie wird dann gerne von einer ‚Self -fulfilling prophecy‘, einer ‚selbsterfüllenden Prophezeiung‘ gesprochen. Demnach werden die meisten Dinge, die man für sich selbst erwartet oder voraussagt, auch tatsächlich eintreffen. Das liegt daran, dass wir unterbewusst daran arbeiten, dass sie es auch tun. Pessimisten beeinflussen sich und ihre Taten daher eigenhändig negativ. So absurd es klingen mag, aber wahre Pessimisten finden ihr Glück darin, Pech zu haben, weil sie sich dann bestätigt fühlen. ‚Ich wusste ja, dass es so eintreffen wird!‘. Würden sie ihre Ansichten um 180 Grad umkrempeln und stattdessen dieselbe Strategie auf erfreuliche Vorahnungen verwenden, könnten sie wahre Glückspilze werden.

Und wie wird man nun zum Glückspilz, wenn man eigentlich ein Pechvogel ist?

 

 

 

Keto Tipps von Optimisten für Pessimisten

 

Um dir zu zeigen, wie du dir eine optimistischere Sichtweise antrainieren kannst, habe ich eine kleine Liste mit Tipps für Ernährungsumstellung und Situationen für dich zusammengestellt:

Angstbewältigung als Grundlage

Optimismus entsteht primär durch eine gute Bindung zu den Eltern. Um dein Problem bei der Wurzel zu packen, kannst du versuchen, die Gefühle, die in deiner Kindheit in bestimmten Situationen gelernt wurden, zu analysieren. Sind alle deiner Ängste gerechtfertigt? Denkst du beispielsweise, dass Fremde dir grundsätzlich negativ gegenüberstehen? Hast du schon immer an dich selbst geglaubt oder wurde dir anerzogen, dass du nicht in allem gut sein kannst?

Wenn du es schaffst, Vertrauen in dich und dein Auftreten zu setzen, wirst du merken, dass andere dich von da an auch in einem anderen Licht sehen werden.

Tue etwas für dein Selbstwertgefühl

Um Ängste in Bezug auf dein Selbstwertgefühl zu bewältigen, brauchst du eine lebensbereichernde Aktivität, in der du dich ausleben kannst, z.B. ein erfüllender Beruf oder das Erlernen eines Musikinstruments.

Bestrafe dich nicht für Misserfolge

Stelle dir folgende Situation vor: Du bist gerade auf Diät und warst mit Freunden essen, hast dich dabei an ihrem Dessert bedient. Zuhause angekommen machst du dir Selbstvorwürfe und denkst dir „Jetzt habe ich meine komplette Diät an einem Abend ruiniert!“. Vor lauter Frust öffnest du den Kühlschrank und nimmst dir erstmal eine Tafel Schokolade, da du ja sowieso schon über deiner Kalorienzufuhr bist… STOPP! Versuche nicht, bei kleinen Misserfolgen schon aufzugeben und alles hinzuwerfen! Und vor allem: mache dir nicht ständig Vorwürfe, weil du angeblich selber zu schwach bist, durchzuhalten. Das ist der erste Schritt auf dem Weg, ein optimistischerer Mensch zu werden. Du solltest dir im gegebenen Fall lieber Mut machen und etwas denken wie „Naja, nun ist es halt passiert, dass ich mich mal bei meinen Freunden bedient habe. Dafür habe ich die Diät nun schon wochenlang erfolgreich durchgehalten und so schnell wird sich das kleine Malheur sicher nicht auf die Figur auswirken. In Zukunft werde ich auf solche Ausrutscher verzichten, damit ich wieder stolz auf mich sein kann!“. Verzeihe dir kleine Fehler und nehme sie als Erfahrungen mit auf den Weg.

Vergleiche dich nicht mit von dir idealisierten Personen

Du befindest dich gerade im Fitnessstudio und siehst gefühlt nur total attraktive, durchtrainierte Menschen. Dein erster Impuls ist, dein letztes bisschen Würde zusammenzukratzen und wieder zu gehen oder nicht mehr wiederzukommen? Vergleiche dich nicht mit den anderen Personen. Du bist im Fitnessstudio, um etwas Gutes für dich zu tun, nicht um dort irgendjemandem etwas beweisen zu müssen. Davon abgesehen haben die anderen Personen genau wie du mal ganz von vorn angefangen. Rede dir nicht ein, dass dich jemand abschätzig ansehen könnte, sondern freu dich einfach, dass du den Schritt gemacht hast, etwas Positives für deinen Körper zu tun!

Strapaziere dich nicht über deine Grenzen hinaus

Mache dir keine Vorwürfe, wenn du bei einer Sache nicht immer 100% geben kannst! Gib einfach jeden Tag das Beste, das dir möglich ist.

Lebe in der Gegenwart

Denke nicht zu oft an die Vergangenheit und mögliche Fehler, die du begangen haben könntest. Mache dir auch nicht übermäßig Sorgen, was die Zukunft bringt. Konzentriere dich vielmehr auf das Hier und Jetzt und was du tun kannst, um dein Leben so zu leben, wie du möchtest.

Du musst nicht – du darfst!

Wenn du dich ketogen ernähren möchtest: Sieh die Ernährungsumstellung nicht als eine komplizierte Aufgabe an, die du lösen musst, um dein Ziel zu erreichen, sondern als eine Möglichkeit, die du ergriffen hast. Das unterscheidet dich schon von vielen Personen, die sich nicht trauen, etwas zu verändern, weil sie nicht an sich selbst glauben können!

Gib Frust und Ärger keine Chance

Mache das Beste aus unangenehmen Situationen, die du nicht vermeiden kannst. Wenn du beispielsweise im Stau stehst und gar nichts mehr vorangeht – mach dir einen Podcast mit deinen Lieblingserzählern an. Oder, wenn du tatsächlich stehst – lies ein Buch, für das du dir schon lange Zeit nehmen wolltest. Aber konzentriere dich vor allem nicht auf negative Gefühle wie die Wut über den Stau. Das kann dir den ganzen Tag vermiesen.

 

In der Regel ist es möglich, das Gleichgewicht zwischen pessimistischen und optimistischen Gedanken wiederherzustellen bzw. sich als Pessimist eine zuversichtlichere Einstellung anzueignen. Dies kann natürlich eingeschränkt sein durch schlimme Vorerfahrungen oder Traumata. In so einem Fall sollte man sich therapeutische Unterstützung suchen, damit man lernt, das Leben wieder wertzuschätzen und zu genießen.

Um nicht nur gegen die Pessimisten zu schießen, was nicht Sinn dieses Artikels sein soll, gibt es auf der anderen Seite jedoch auch etwas, was die Optimisten von den Pessimisten lernen können.

Durch ihre Einstellung, dass sowieso alles schief gehen wird, bereiten sich Pessimisten oft sehr gut vor. Sie sind für die meisten schlimmen Eventualitäten gewappnet, während Optimisten daran glauben, dass schon alles gut gehen wird. Deswegen werden sie von den Pessimisten oft als blauäugig oder naiv abgestempelt. Was Optimisten daher von Pessimisten lernen können, ist, dass es im Leben nicht immer nur heiter Sonnenschein gibt. Man sollte schon an seine Talente glauben und auch an schlechten Tagen das Gute sehen können, aber genauso macht es auch Sinn, nicht jedes Risiko auf dem Weg mitzunehmen, weil man gerade einfach so motiviert ist. Das Beste ist wohl, eine gute Mischung mit einer großen Portion Selbstbewusstsein zu erreichen.

 

Wir hoffen, diese Tipps für Ernährungsumstellung helfen dir. Zum Abschluss möchte ich an dieser Stelle gerne noch auf ein Zitat des Schriftstellers Terry Pratchett verweisen, der das Leben immer mit einem lachenden Auge betrachtet hat:

„Es gibt, wie bereits festgestellt wurde, zwei Typen von Menschen auf der Welt. Da sind jene, die – wenn man ihnen ein exakt halbvolles Glas reicht – sagen: „Dieses Glas ist halbvoll.“ Und dann gibt es jene, die sagen: „Dieses Glas ist halb leer.“ Die Welt gehört jedoch jenen, die das Glas anschauen können und sagen: „Was ist mit diesem Glas los? Entschuldigen Sie? Entschuldigen Sie? Das soll mein Glas sein? Mein Glas war voll! Und es war größer!“

 

 

In diesem Sinne: nehmt das Leben nicht allzu ernst, akzeptiert kleine Unglücke und seid euer eigenen Glückes Schmied!

Keep calm and keto on!

 

 

 

 

 

Quellen und noch mehr Tipps für Ernährungsumstellung

 

 

 

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2018-01-24T18:35:31+00:00

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