“Ketogene Diäten. Vorsicht bei Verzicht auf Kohlenhydrate“ – eine Klarstellung

Ketoseportal.de » Ketogene Ernährung » “Ketogene Diäten. Vorsicht bei Verzicht auf Kohlenhydrate“ – eine Klarstellung

“Ketogene Diäten. Vorsicht bei Verzicht auf Kohlenhydrate“ – eine Klarstellung

Im Artikel „Ketogene Diäten. Vorsicht bei Verzicht auf Kohlenhydrate“ wird empfohlen, sich nicht ketogen zu ernähren. Wir als Ketoseportal können das natürlich nicht so stehen lassen.

Hier eine Richtigstellung der Fakten:

Dieser Artikel sagt prinzipiell aus, dass

a) kohlenhydratreduzierte Diäten nur helfen bei Epilepsie, alle weiteren Anwendungsfälle sind nicht nachgewiesen

b) ketogene Diäten zu Ablagerungen an den Gefäßen führen mit der Folge von Schlaganfällen oder Herzinfarkten

c) Ketogene Diät führt zu einer erhöhten Harnsäureproduktion und kann somit zu Gicht führen

Der Artikel zitiert als Quellen nur Interviewpartnern wie Professor Georg Wechsler oder Margret Morlo. Wissenschaftliche Studien werden nicht angegeben. Soviel schon mal zur Tiefe der Recherche, die der Journalist da unternommen hat. Vielleicht ist deswegen auch die Kommentar Funktion ausgeschaltet bei dem Artikel.

Schauen wir doch mal, was an den Punkten jeweils an Wahrheit dran ist.

 

Zu a) kohlenhydratreduzierte Diäten nur helfen bei Epilepsie, alle weiteren Anwendungsfälle sind nicht nachgewiesen

 

Dass Ketose bei Epilepsie hilft, ist lange nachgewiesen. Außerdem ist seit über 20 Jahren bekannt, dass Kohlenhydratverzehr zum Metabolischen Syndrom, das zusammen hängt mit Herzkrankheiten, Diabetes, Bluthochdruck, etc. Der Verzicht auf Kohlenhydrate könnte also durchaus helfen, diese Krankheiten zu lindern oder sogar zu heilen.

 

Kohlenhydratreduzierte Diäten helfen nachgewiesenermaßen für

  • Diabetes
  • Risiko kardiovaskulärer Krankheiten
  • Epilepsie
  • Gewichtsabnahme

Erste Hinweise in Studien gibt es auf eine Wirksamkeit bei

  • Akne
  • PCOS
  • Neurologischen Krankheiten
  • Krebs

 

Außerdem gibt es weitere Anwendungsfelder, die wohl erst in den nächsten Jahren wissenschaftlich nachgewiesen werden, aber schon von Ketanern in Foren diskutiert werden. Einfach mal bei reddit unter /keto suchen.

 

 

b) ketogene Diäten zu Ablagerungen an den Gefäßen führen mit der Folge von Schlaganfällen oder Herzinfarkten

(„Es besteht die Gefahr, dass eine nur fettreiche Ernährung zu Ablagerungen an den Gefäßen führt. Die Folge davon können Schlaganfall oder Herzinfarkt sein.“)

 

Dies beruht auf Ernährungsempfehlungen aus den 60er / 70er Jahren. Es wurde damals angenommen, dass Fett und Cholesterin zuständig ist für eine Verengung der Gefäße. Selbst groß angelegte Studien konnten dies nicht wirklich nachweisen.
Was man jedoch nachweisen konnte, ist, dass der Verzehr von vielen Kohlenhydraten zu mehr ungesunden Cholesterinpartikeln führt. Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin. Es gibt unterschiedliche Partikel. Die fiesen kleinen dichten Partikel, die zu Ablagerungen an den Gefäßen führen, werden von der Leber aus Kohlenhydraten gebaut.

Genauer gesagt macht die Leber große Fetttropfen, wenn viele Kohlenhydrate gegessen werden. Diese großen Fetttropfen werden in Transportblasen gesteckt. Zusammen bilden Fetttropfen und Transportblase dann die sogenannten LDL Partikel. Diese wandern durch den Körper und geben einen Teil des Fetts ab als Energie an die Zellen. Was übrig bleibt, sind kleine dichte LDL Partikel. Fiese kleine dichte LDL Partikel, die bevorzugt in Gefäßen rumhängen und da Ablagerungen machen.
Wenn wenig Kohlenhydrate da sind, baut die Leber mittelgroße Fetttropfen und legt diese ab in der Transportblase. Dies sind ebenfalls LDL Partikel. Diese mittelgroßen werden aber nie zu kleinen dichten LDL Partikeln, sondern bleiben fluffig. Fluffige LDL Partikel sind unheimlich nett und kuschelig und machen keine Ablagerungen in den Gefäßen.

Kurz gesagt:

Wenig Kohlenhydrate = wenig kleine dichte LDL Partikel
Es sind also Kohlenhydrate, nicht Fett, die Schlaganfälle und Herzinfarkte verursachen.

(Lieber Herr Prof. Wechsler, kennen Sie das Buch „Good Calories Bad Calories“? Wenn Sie mir mehr Studien zeigen können, die darauf hinweisen, dass eine ketogene Ernährungsweise zu Ablagerungen an den Gefäßen führt als Herr Taubes Studien aufführt dazu, dass Kohlenhydrate zu Ablagerungen an den Gefäßen – dann haben Sie hiermit eine persönliche Entschuldigung via Skype und ein persönliches Interview zur Gegendarstellung gewonnen. 😉

Sorry, den Kommentar konnte ich mir nicht verkneifen. Vielleicht weil ich beeindruckt bin, dass Sie einen Professortitel haben. Das heißt, dass Sie viel geforscht und gelesen haben, so einen Titel bekommt man nicht einfach so. Ich wünschte nur, die Forschungsergebnisse zu Low Carb würden zu mehr Ärzten und Professoren durchdringen. Dann würden Menschen wie meine Mama vielleicht nicht fast an Herzproblemen sterben. Oder übergewichtig sein mit Diabetes. Oder mit Erwachsenen-Akne kämpfen. Oder mit Alzheimer. Oder Migräne. Das macht mich wahrscheinlich etwas wütend und daher mein fieser Kommentar. Über ein Interview mit Ihnen würde ich mich trotzdem freuen Herr Professor Wechsler.)

 

c) Ketogene Diät führt zu einer erhöhten Harnsäureproduktion und kann somit zu Gicht führen

 

Das ist zum Teil richtig. Bei einer Umstellung von einer Ernährung mit vielen Kohlenhydraten zur ketogenen Ernährung produziert der Körper für mehrere Tage bis Wochen mehr Harnsäure. Danach produziert der Körper genauso viel Harnsäure wie vorher, wenn nicht sogar weniger.

Was genau die zwischenzeitliche Erhöhung der Harnsäure auslöst, ist noch unklar. Es hängt in jedem Fall mit der Umstellung der Energieversorgung des Körpers von Glukose auf Ketone zusammen. Möglicherweise ist das Hirn verzweifelt, weil es erstmal keine Energie in der gewohnten Form mehr bekommt. (Das Hirn braucht am meisten Energie aller Organe im Körper, selbst bei Menschen, bei denen man das Gefühl hat, dass sie es nur in Ausnahmefällen gebrauchen.) Dann baut der Körper etwas Muskelmasse ab und baut die Proteine zu Glukose um. In diesem Prozess entsteht wahrscheinlich die Harnsäure.
Wenn der Körper eine Weile lang nur Ketone als Nahrung hat, gewöhnt er sich daran. Dann funktioniert das Hirn wieder super und ist sogar glücklicher als zuvor, denn es Ketone liefern eine hochwertigere Energie als Glukose.
(Wer jetzt Angst um seine hart trainierten Muskeln hat: auch die leiden nur kurzfristig. Studien haben gezeigt, dass nach kurzer Zeit wieder alles dran ist. Und ja, man kann auf Ketose auch Muskeln aufbauen. Dauert „optisch“ nur länger, weil es reine Muskelmasse ist und keine Fettschicht darauf ist wie beim Muskelaufbau mit Kohlenhydraten.)

 

Bei den meisten Menschen ist eine vorübergehende Erhöhung der Harnsäure kein Grund zur Beunruhigung. Menschen, die zu Gicht neigen, sollten sich für eine Umstellung auf jeden Fall ärztliche Unterstützung holen.
Wenn du selbst bisher keine Probleme mit Gicht hattest, aber Verwandte von dir, lieber auch auf Nummer sicher gehen. Eine Begleitung von einem Arzt, der sich mit Ketose auskennt bei der Umstellung ist nie verkehrt.

 

„Wer sich ketogen ernährt, sollte daher regelmäßig die Harnsäure kontrollieren lassen.“
Damit stimme ich überein. Sicher ist sicher!
Man sollte am besten auch andere Werte messen lassen. Damit man mit eigenen Augen sehen kann, wie Entzündungswerte nach unten gehen, weniger fiese dichte LDL Partikel im Körper sind, der Blutdruck sich normalisiert,… mit anderen Worten: damit du mit eigenen Augen sehen kannst, wie du durch Ketose gesünder und fitter wirst.

 

 

 

Im Gegensatz zum Spiegel, der völlig ohne wissenschaftliche Quellen ausgekommen ist um gegen Ketose zu wettern – hier ein kleiner Auszug von Studien zu Ketose. Die Studien erklären, wie Ketose bei Übergewicht, (Markern für) Herzkrankheiten, Diabetes, Akne, Krebs, PCOS und neurologischen Krankheiten hilft:

Appelberg KS, Hovda DA, Prins ML. The effects of a ketogenic diet on behavioral outcome after controlled cortical impact injury in the juvenile and adult rat. J Neurotrauma 2009; 26: 497–506.

Baranano KW, Hartman AL. The ketogenic diet: uses in epilepsy and other neurologic illnesses. Curr Treat Options Neurol 2008; 10: 410–419.

Basu S, Yoffe P, Hills N, Lustig RH. The relationship of sugar to population-level diabetes prevalence: An econometric analysis of repeated cross-sectional data. PLoS One 2013; 8: e57873.

Beck SA, Tisdale MJ. Effect of insulin on weight loss and tumour growth in a cachexia model. Br J Cancer 1989; 59: 677–681.

Bistrian BR, Blackburn GL, Flatt JP, Sizer J, Scrimshaw NS, Sherman M. Nitrogen metabolism and insulin requirements in obese diabetic adults on a protein-sparing modified fast. Diabetes 1976; 25: 494–504.

Blackburn GL, Phillips JC, Morreale S. Physician’s guide to popular low-carbohydrate weight-loss diets. Cleve Clin J Med 2001; 68: 761–766. 768–9, 773–4.

Blank SK, McCartney CR, Chhabra S, Helm KD, Eagleson CA, Chang RJ et al. Modulation of gonadotropin-releasing hormone pulse generator sensitivity to progesterone inhibition in hyperandrogenic adolescent girls–implications for regulation of pubertal maturation. J Clin Endocrinol Metab 2009; 94: 2360–2366.

Boden G, Sargrad K, Homko C, Mozzoli M, Stein TP. Effect of a low-carbohydrate diet on appetite, blood glucose levels, and insulin resistance in obese patients with type 2 diabetes. Ann Intern Med 2005; 142: 403–411.

Bough KJ, Rho JM. Anticonvulsant mechanisms of the ketogenic diet. Epilepsia 2007; 48: 43–58.

Brehm BJ, Seeley RJ, Daniels SR, D’Alessio DA. A randomized trial comparing a very low carbohydrate diet and a calorie-restricted low fat diet on body weight and cardiovascular risk factors in healthy women. J Clin Endocrinol Metab 2003; 88: 1617–1623.

Cahill GFJr. Fuel metabolism in starvation. Annu Rev Nutr 2006; 26: 1–22.

Cordain L, Eaton SB, Sebastian A, Mann N, Lindeberg S, Watkins BA et al. Origins and evolution of the western diet: health implications for the 21st century. Am J Clin Nutr 2005; 81: 341–354.

Cordain L. Implications for the role of diet in acne. Semin Cutan Med Surg 2005; 24: 84–91.

Dashti HM, Al-Zaid NS, Mathew TC, Al-Mousawi M, Talib H, Asfar SK et al. Long term effects of ketogenic diet in obese subjects with high cholesterol level. Mol Cell Biochem 2006; 286: 1–9.

Denley A, Carroll JM, Brierley GV, Cosgrove L, Wallace J, Forbes B et al. Differential activation of insulin receptor substrates 1 and 2 by insulin-like growth factor-activated insulin receptors. Mol Cell Biol 2007; 27: 3569–3577.

DeUgarte CM, Bartolucci AA, Azziz R. Prevalence of insulin resistance in the polycystic ovary syndrome using the homeostasis model assessment. Fertil Steril 2005; 83: 1454–1460.

Eisenstein J, Roberts SB, Dallal G, Saltzman E. High-protein weight-loss diets: are they safe and do they work? A review of the experimental and epidemiologic data. Nutr Rev 2002; 60: 189–200.

Fauser BC, Tarlatzis BC, Rebar RW, Legro RS, Balen AH, Lobo R et al. Consensus on women’s health aspects of polycystic ovary syndrome (PCOS): the amsterdam ESHRE/ASRM-sponsored 3rd PCOS consensus workshop group. Fertil Steril 2012; 97: 28–38. . e25.

Feinman RD, Fine EJ. Nonequilibrium thermodynamics and energy efficiency in weight loss diets. Theor Biol Med Model 2007; 4: 27.

Fine EJ, Feinman RD. Thermodynamics of weight loss diets. Nutr Metab (Lond) 2004; 1: 15.

Fine EJ, Segal-Isaacson CJ, Feinman RD, Herszkopf S, Romano MC, Tomuta N et al. Targeting insulin inhibition as a metabolic therapy in advanced cancer: a pilot safety and feasibility dietary trial in 10 patients. Nutrition 2012; 28: 1028–1035.

Freedman MR, King J, Kennedy E. Popular diets: A scientific review. Obes Res 2001; 9 (Suppl 1), 1S–40S.

Fukao T, Lopaschuk GD, Mitchell GA. Pathways and control of ketone body metabolism: on the fringe of lipid biochemistry. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids 2004; 70: 243–251.

Gardner CD, Kiazand A, Alhassan S, Kim S, Stafford RS, Balise RR et al. Comparison of the atkins, zone, ornish, and LEARN diets for change in weight and related risk factors among overweight premenopausal women: The A TO Z weight loss study: a randomized trial. JAMA 2007; 297: 969–977.

Garriga-Canut M, Schoenike B, Qazi R, Bergendahl K, Daley TJ, Pfender RM et al. 2-deoxy-D-glucose reduces epilepsy progression by NRSF-CtBP-dependent metabolic regulation of chromatin structure. Nat Neurosci 2006; 9: 1382–1387.

Giovannucci E, Harlan DM, Archer MC, Bergenstal RM, Gapstur SM, Habel LA et al. Diabetes and cancer: a consensus report. CA Cancer J Clin 2010; 60: 207–221.

Goodman-Gruen D, Barrett-Connor E. Sex hormone-binding globulin and glucose tolerance in postmenopausal women. the rancho bernardo study. Diabetes Care 1997; 20: 645–649.

Gumbiner B, Wendel JA, McDermott MP. Effects of diet composition and ketosis on glycemia during very-low-energy-diet therapy in obese patients with non-insulin-dependent diabetes mellitus. Am J Clin Nutr 1996; 63: 110–115.

Halton TL, Hu FB. The effects of high protein diets on thermogenesis, satiety and weight loss: a critical review. J Am Coll Nutr 2004; 23: 373–385.

Hanahan D, Weinberg RA. Hallmarks of cancer: the next generation. Cell 2011; 144: 646–674.

Hartman AL, Gasior M, Vining EP, Rogawski MA. The neuropharmacology of the ketogenic diet. Pediatr Neurol 2007; 36: 281–292.

Hartman AL, Lyle M, Rogawski MA, Gasior M. Efficacy of the ketogenic diet in the 6-hz seizure test. Epilepsia 2008; 49: 334–339.

Hellerstein MK. De novo lipogenesis in humans: Metabolic and regulatory aspects. Eur J Clin Nutr 1999; 53 (Suppl 1), S53–S65.

Henderson ST, Vogel JL, Barr LJ, Garvin F, Jones JJ, Costantini LC. Study of the ketogenic agent AC-1202 in mild to moderate alzheimer’s disease: A randomized, double-blind, placebo-controlled, multicenter trial. Nutr Metab (Lond) 2009; 6: 31.

Ho VW, Leung K, Hsu A, Luk B, Lai J, Shen SY et al. A low carbohydrate, high protein diet slows tumor growth and prevents cancer initiation. Cancer Res 2011; 71: 4484–4493.

Huffman J, Kossoff EH. State of the ketogenic diet(s) in epilepsy. Curr Neurol Neurosci Rep 2006; 6: 332–340.

Jia Y, Hwang SY, House JD, Ogborn MR, Weiler HA, O K et al. Long-term high intake of whole proteins results in renal damage in pigs. J Nutr 2010; 140: 1646–1652.

Johnstone AM, Horgan GW, Murison SD, Bremner DM, Lobley GE. Effects of a high-protein ketogenic diet on hunger, appetite, and weight loss in obese men feeding ad libitum. Am J Clin Nutr 2008; 87: 44–55.

Jornayvaz FR, Samuel VT, Shulman GI. The role of muscle insulin resistance in the pathogenesis of atherogenic dyslipidemia and nonalcoholic fatty liver disease associated with the metabolic syndrome. Annu Rev Nutr 2010; 30: 273–290.

Kapogiannis D, Mattson MP. Disrupted energy metabolism and neuronal circuit dysfunction in cognitive impairment and alzheimer’s disease. Lancet Neurol 2011; 10: 187–198.

Kashiwaya Y, Takeshima T, Mori N, Nakashima K, Clarke K, Veech RL. D-beta-hydroxybutyrate protects neurons in models of Alzheimer’s and Parkinson’s disease. Proc Natl Acad Sci USA 2000; 97: 5440–5444.

Kessler SK, Neal EG, Camfield CS, Kossoff EH. Dietary therapies for epilepsy: future research. Epilepsy Behav 2011; 22: 17–22.

Klement RJ, Kammerer U. Is there a role for carbohydrate restriction in the treatment and prevention of cancer? Nutr Metab (Lond) 2011; 8: 75.

Kossoff E. The fat is in the fire: ketogenic diet for refractory status epilepticus. Epilepsy Curr 2011; 11: 88–89.

Krebs HA. The regulation of the release of ketone bodies by the liver. Adv Enzyme Regul 1966; 4: 339–354.

Kristiansen SB, Endoh A, Casson PR, Buster JE, Hornsby PJ. Induction of steroidogenic enzyme genes by insulin and IGF-I in cultured adult human adrenocortical cells. Steroids 1997; 62: 258–265.

Maalouf M, Rho JM, Mattson MP. The neuroprotective properties of calorie restriction, the ketogenic diet, and ketone bodies. Brain Res Rev 2009; 59: 293–315.

Martin WF, Armstrong LE, Rodriguez NR. Dietary protein intake and renal function. Nutr Metab (Lond) 2005; 2: 25.

Mavropoulos JC, Yancy WS, Hepburn J, Westman EC. The effects of a low-carbohydrate, ketogenic diet on the polycystic ovary syndrome: a pilot study. Nutr Metab (Lond) 2005; 2: 35.

McDaniel SS, Rensing NR, Thio LL, Yamada KA, Wong M. The ketogenic diet inhibits the mammalian target of rapamycin (mTOR) pathway. Epilepsia 2011; 52: e7–e11.

Moghetti P, Castello R, Negri C, Tosi F, Spiazzi GG, Brun E et al. Insulin infusion amplifies 17 alpha-hydroxycorticosteroid intermediates response to adrenocorticotropin in hyperandrogenic women: apparent relative impairment of 17,20-lyase activity. J Clin Endocrinol Metab 1996; 81: 881–886.

Nebeling LC, Lerner E. Implementing a ketogenic diet based on medium-chain triglyceride oil in pediatric patients with cancer. J Am Diet Assoc 1995; 95: 693–697.

Nebeling LC, Miraldi F, Shurin SB, Lerner E. Effects of a ketogenic diet on tumor metabolism and nutritional status in pediatric oncology patients: Two case reports. J Am Coll Nutr 1995; 14: 202–208.

Nielsen JV, Joensson EA. Low-carbohydrate diet in type 2 diabetes: Stable improvement of bodyweight and glycemic control during 44 months follow-up. Nutr Metab (Lond) 2008; 5: 14.

Noebels J. A perfect storm: converging paths of epilepsy and alzheimer’s dementia intersect in the hippocampal formation. Epilepsia 2011; 52 (Suppl 1), 39–46.

Nordmann AJ, Nordmann A, Briel M, Keller U, Yancy WSJr, Brehm BJ et al. Effects of low-carbohydrate vs low-fat diets on weight loss and cardiovascular risk factors: a meta-analysis of randomized controlled trials. Arch Intern Med 2006; 166: 285–293.

Otto C, Kaemmerer U, Illert B, Muehling B, Pfetzer N, Wittig R et al. Growth of human gastric cancer cells in nude mice is delayed by a ketogenic diet supplemented with omega-3 fatty acids and medium-chain triglycerides. BMC Cancer 2008; 8: 122.

Owen OE, Morgan AP, Kemp HG, Sullivan JM, Herrera MG, Cahill GFJr. Brain metabolism during fasting. J Clin Invest 1967; 46: 1589–1595.

Palop JJ, Mucke L. Epilepsy and cognitive impairments in alzheimer disease. Arch Neurol 2009; 66: 435–440.

Paoli A, Canato M, Toniolo L, Bargossi AM, Neri M, Mediati M et al. The ketogenic diet: an underappreciated therapeutic option? Clin Ter 2011; 162: e145–e153.

Paoli A, Cenci L, Fancelli M, Parmagnani A, Fratter A, Cucchi A et al. Ketogenic diet and phytoextracts comparison of the efficacy of mediterranean, zone and tisanoreica diet on some health risk factors. Agro Food Ind Hi-Tech 2010; 21: 24.

Paoli A, Grimaldi K, Bianco A, Lodi A, Cenci L, Parmagnani A. Medium term effects of a ketogenic diet and a mediterranean diet on resting energy expenditure and respiratory ratio. BMC Proceedings 2012; 6, (Suppl 3): P37.

Paoli A, Grimaldi K, Toniolo L, Canato M, Bianco A, Fratter A. Nutrition and acne: therapeutic potential of ketogenic diets. Skin Pharmacol Physiol 2012; 25: 111–117.

Pelicano H, Xu RH, Du M, Feng L, Sasaki R, Carew JS et al. Mitochondrial respiration defects in cancer cells cause activation of akt survival pathway through a redox-mediated mechanism. J Cell Biol 2006; 175: 913–923.

Pijls LT, de Vries H, Donker AJ, van Eijk JT. The effect of protein restriction on albuminuria in patients with type 2 diabetes mellitus: A randomized trial. Nephrol Dial Transplant 1999; 14: 1445–1453.

Pijls LT, de Vries H, van Eijk JT, Donker AJ. Protein restriction, glomerular filtration rate and albuminuria in patients with type 2 diabetes mellitus: a randomized trial. Eur J Clin Nutr 2002; 56: 1200–1207.

Poplawski MM, Mastaitis JW, Isoda F, Grosjean F, Zheng F, Mobbs CV. Reversal of diabetic nephropathy by a ketogenic diet. PLoS One 2011; 6: e18604.

Powell DR, Suwanichkul A, Cubbage ML, DePaolis LA, Snuggs MB, Lee PD. Insulin inhibits transcription of the human gene for insulin-like growth factor-binding protein-1. J Biol Chem 1991; 266: 18868–18876.

Praga M. Synergy of low nephron number and obesity: A new focus on hyperfiltration nephropathy. Nephrol Dial Transplant 2005; 20: 2594–2597.

Prins ML, Fujima LS, Hovda DA. Age-dependent reduction of cortical contusion volume by ketones after traumatic brain injury. J Neurosci Res 2005; 82: 413–420.

Renehan AG, Frystyk J, Flyvbjerg A. Obesity and cancer risk: the role of the insulin-IGF axis. Trends Endocrinol Metab 2006; 17: 328–336.

Roberson ED, Halabisky B, Yoo JW, Yao J, Chin J, Yan F et al. Amyloid-beta/fyn-induced synaptic, network, and cognitive impairments depend on tau levels in multiple mouse models of alzheimer’s disease. J Neurosci 2011; 31: 700–711.

Rose DP, Vona-Davis L. The cellular and molecular mechanisms by which insulin influences breast cancer risk and progression. Endocr Relat Cancer 2012; 19: R225–R241.

Sabapathy S, Morris NR, Schneider DA. Ventilatory and gas-exchange responses to incremental exercise performed with reduced muscle glycogen content. J Sci Med Sport 2006; 9: 267–273.

Sandri M, Barberi L, Bijlsma AY, Blaauw B, Dyar KA, Milan G et al. Signalling pathways regulating muscle mass in ageing skeletal muscle. the role of the IGF1-akt-mTOR-FoxO pathway. Biogerontology 2013;, e-pub ahead of print 19 May 2013.

Schmidt M, Pfetzer N, Schwab M, Strauss I, Kammerer U. Effects of a ketogenic diet on the quality of life in 16 patients with advanced cancer: a pilot trial. Nutr Metab (Lond) 2011; 8: 54.

Schwartzkroin PA, Wenzel HJ, Lyeth BG, Poon CC, Delance A, Van KC et al. Does ketogenic diet alter seizure sensitivity and cell loss following fluid percussion injury? Epilepsy Res 2010; 92: 74–84.

Schwertfeger KL, McManaman JL, Palmer CA, Neville MC, Anderson SM. Expression of constitutively activated akt in the mammary gland leads to excess lipid synthesis during pregnancy and lactation. J Lipid Res 2003; 44: 1100–1112.

Seyfried BT, Kiebish M, Marsh J, Mukherjee P. Targeting energy metabolism in brain cancer through calorie restriction and the ketogenic diet. J Cancer Res Ther 2009; 5 (Suppl 1), S7–S15.

Shai I, Schwarzfuchs D, Henkin Y, Shahar DR, Witkow S, Greenberget al. Weight loss with a low-carbohydrate, mediterranean, or low-fat diet. N Engl J Med 2008; 359: 229–241.

Sharman MJ, Kraemer WJ, Love DM, Avery NG, Gomez AL, Scheett TP et al. A ketogenic diet favorably affects serum biomarkers for cardiovascular disease in normal-weight men. J Nutr 2002; 132: 1879–1885.

Siva N. Can ketogenic diet slow progression of ALS? Lancet Neurol 2006; 5: 476.

Skov AR, Haulrik N, Toubro S, Molgaard C, Astrup A. Effect of protein intake on bone mineralization during weight loss: A 6-month trial. Obes Res 2002; 10: 432–438.

Smith R, Mann N. Acne in adolescence: a role for nutrition? Nutr Diet 2007; 64: S147–S149.

Smith RN, Mann NJ, Braue A, Makelainen H, Varigos GA. The effect of a high-protein, low glycemic-load diet versus a conventional, high glycemic-load diet on biochemical parameters associated with acne vulgaris: A randomized, investigator-masked, controlled trial. J Am Acad Dermatol 2007; 57: 247–256.

Stafstrom CE, Rho JM. The ketogenic diet as a treatment paradigm for diverse neurological disorders. Front Pharmacol 2012; 3: 59.

Sumithran P, Prendergast LA, Delbridge E, Purcell K, Shulkes A, Kriketos A et al. Ketosis and appetite-mediating nutrients and hormones after weight loss. Eur J Clin Nutr 2013;, e-pub ahead of print 1 May 2013; doi:10.1038/ejcn.2013.90.

Tagliabue A, Bertoli S, Trentani C, Borrelli P, Veggiotti P. Effects of the ketogenic diet on nutritional status, resting energy expenditure, and substrate oxidation in patients with medically refractory epilepsy: A 6-month prospective observational study. Clin Nutr 2012; 31: 246–249.

Tisdale MJ, Brennan RA, Fearon KC. Reduction of weight loss and tumour size in a cachexia model by a high fat diet. Br J Cancer 1987; 56: 39–43.

Tosi F, Negri C, Perrone F, Dorizzi R, Castello R, Bonora E et al. Hyperinsulinemia amplifies GnRH agonist stimulated ovarian steroid secretion in women with polycystic ovary syndrome. J Clin Endocrinol Metab 2012; 97: 1712–1719.

Van der Auwera I, Wera S, Van Leuven F, Henderson ST. A ketogenic diet reduces amyloid beta 40 and 42 in a mouse model of alzheimer’s disease. Nutr Metab (Lond) 2005; 2: 28.

Vanitallie TB, Nonas C, Di Rocco A, Boyar K, Hyams K, Heymsfield SB. Treatment of parkinson disease with diet-induced hyperketonemia: a feasibility study. Neurology 2005; 64: 728–730.

Veech RL. The therapeutic implications of ketone bodies: The effects of ketone bodies in pathological conditions: ketosis, ketogenic diet, redox states, insulin resistance, and mitochondrial metabolism. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids 2004; 70: 309–319.

Veldhorst M, Smeets A, Soenen S, Hochstenbach-Waelen A, Hursel R, Diepvens K et al. Protein-induced satiety: effects and mechanisms of different proteins. Physiol Behav 2008; 94: 300–307.

Veldhorst MA, Westerterp-Plantenga MS, Westerterp KR. Gluconeogenesis and energy expenditure after a high-protein, carbohydrate-free diet. Am J Clin Nutr 2009; 90: 519–526.

Volek JS, Phinney SD, Forsythe CE, Quann EE, Wood RJ, Puglisi MJ et al. Carbohydrate restriction has a more favorable impact on the metabolic syndrome than a low fat diet. Lipids 2009; 44: 297–309.

Volek JS, Sharman MJ, Forsythe CE. Modification of lipoproteins by very low-carbohydrate diets. J Nutr 2005; 135: 1339–1342.

Wakefield AP, House JD, Ogborn MR, Weiler HA, Aukema HM. A diet with 35% of energy from protein leads to kidney damage in female sprague-dawley rats. Br J Nutr 2011; 1–8.

Warburg O, Wind F, Negelein E. The metabolism of tumors in the body. J Gen Physiol 1927; 8: 519–530.

Warburg O. On respiratory impairment in cancer cells. Science 1956; 124: 269–270.

Welle S, Nair KS. Relationship of resting metabolic rate to body composition and protein turnover. Am J Physiol 1990; 258: E990–E998.

Westerterp-Plantenga MS, Nieuwenhuizen A, Tome D, Soenen S, Westerterp KR. Dietary protein, weight loss, and weight maintenance. Annu Rev Nutr 2009; 29: 21–41.

Westerterp-Plantenga MS. How are normal, high- or low-protein diets defined? Br J Nutr 2007; 97: 217–218.

Yancy WSJr, Foy M, Chalecki AM, Vernon MC, Westman EC. A low-carbohydrate, ketogenic diet to treat type 2 diabetes. Nutr Metab (Lond) 2005; 2: 34.

Zhao Z, Lange DJ, Voustianiouk A, MacGrogan D, Ho L, Suh J et al. A ketogenic diet as a potential novel therapeutic intervention in amyotrophic lateral sclerosis. BMC Neurosci 2006; 7: 29.

Zhou W, Mukherjee P, Kiebish MA, Markis WT, Mantis JG, Seyfried TN. The calorically restricted ketogenic diet, an effective alternative therapy for malignant brain cancer. Nutr Metab (Lond) 2007; 4: 5.

2017-12-27T14:51:13+00:00

2 Comments

  1. Veronika 11. April 2017 at 13:54 - Reply

    Liebe Verena,

    vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel incl. dieser vielen, wertvollen Quellenangaben.
    Ich bin noch nicht so gänzlich bewandert, was die ketogene Ernährung angeht, bin aber seit 2013 kohlenhydratarm (zuerst Freestyle LowCarb und dann Primal/Paleo LC) unterwegs. Ich habe damit meinen Diabetes in den Griff bekommen, so weit zumindest, dass ich keine Medikamente mehr nehmen muss. Leider hatte ich im vergangenen Jahr mit schwankenden Nüchternwerten zu tun und so entschloss ich mich, doch mal auszuprobieren, ob sich was mit Keto verändert. Das Ergebnis hat micht total überrascht und im Moment werde ich striktes Keto bis zur nächsten Quartalsuntersuchung weiterführen.
    Dein Artikel wird mir in Zukunft eine große Unterstützung in der Diabetiker-Selbsthilfe sein, da man genau gegen diese Argumente angehen muss. Wenn man diese dann auch noch wissenschaftlich belegen kann ist das ein enormer Pluspunkt.
    Ein Interview mit Prof. Wechsler, wirst du leider nicht erhalten. Er spricht lieber mit dem Vebu über fleischlose Kost und wird sich mit seinen 70 Jahren bestimmt nicht mehr einer anderen Meinung beugen 😉

    Nochmal Danke, dass du mir so viel Material an die Hand gegeben hast.
    Ich freu mich schon, weitere interessante Artikel von dir zu lesen

    Liebe Grüße
    Vero

    • Verena Kuhn 14. April 2017 at 4:56 - Reply

      Liebe Vero, ich hab mich sehr über deinen Kommentar gefreut! Vor allem, dass dir Keto hilft mit deiner Diabetes. Leider muss man sich dauernd verteidigen, wenn man sich selbst um seine Krankheiten kümmern will, statt einfach Medikamente zu schlucken. Meiner Mutter hat der Arzt sogar etwas Doofes ihr Krankenblatt geschrieben, weil sie eine Weile auf Medikamente verzichten wollte für ihre Herzkrankheit. Ich drücke uns allen die Daumen, dass Ärzte bald eine Ausbildung erhalten, die Ernährung mit einschließt und die Ernährungslehre dann Low Carb und Keto versteht. Liebe Grüße aus China und ein dicker Drücker! Verena

Leave A Comment

* Bitte bestätige, dass Du mit den Datenschutzbestimmungen zur Veröffentlichung Deines Kommentares einverstanden bist.

Ich stimme zu.