Keto Tipps: Leichter ketogen essen mit Unterstützung von Freunden und Familie

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Keto Tipps: Leichter ketogen essen mit Unterstützung von Freunden und Familie

Du willst Deine Ernährung umstellen? Du möchtest gern ketogen essen und befindest Dich noch in der Anfangsphase? Durch Unterstützung von Deinen Freunden und Familie fällt Dir die Umstellung leichter! Sie können Dir helfen und Ihr könnt diese Keto-Reise gemeinsam starten. Zusammen essen macht uns stark! Freunde und Familie tragen uns durch das Leben und sind wichtige Stützen und Halt in schwierigen Zeiten. Und gemeinsames  Essen stärkt diese soziale Bindung. Warum das so ist erfährst Du in diesem Artikel. Außerdem erhältst Du Keto Tipps, wie und warum Du durch Unterstützung von Familie und Freunden leichter in Ketose bleibst.

Die Psychologie hinter sozialen Bindungen

Wieso sind unsere Freunde und Familie so wichtig? Wir leben leichter mit guten sozialen Kontakten. Denn diese geben uns Rückhalt und Sicherheit. Außerdem erleben wir schöne Momente mit ihnen und können Freude teilen. Das stärkt unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Um das genau zu verstehen schauen wir uns einmal die psychologischen Hintergründe zu sozialen Bindungen genauer an.

  • Die Bindungstheorie: wir Menschen haben ein angeborenes Bedürfnis zu engen und gefühlvollen Beziehungen zu anderen Menschen in unserem Umfeld. Wir erleben so soziale Unterstützung. Das gibt uns das Gefühl von Anerkennung und Identität. Wir fühlen uns zugehörig und sicher. Besonders wichtig sind soziale Bindungen als Kind. Aber auch im Erwachsenenalter meistern wir unser Leben leichter mit sozialer Unterstützung. [1]
  • Soziale Unterstützung: Freunde und Familie machen es uns einfacher gesund durch das Leben zu gehen. Wir sind sowohl körperlich als auch seelisch gesünder. Soziale Beziehungen sind eine Ressource. Das heißt etwas aus dem wir Kraft ziehen. So können wir Krisensituationen leichter meistern, reduzieren unser Stresslevel und stärken sogar unser Immunsystem. [2]
  • Soziale Mimikry: Oft reden gute Freunde ähnlich, benutzen die gleichen Ausdrücke und machen fast ununterscheidbare Bewegungen beim Laufen oder Lachen. Dieses Phänomen nennt man Soziale Mimikry. Wir ahmen Menschen die uns sympathisch sind unbewusst nach. Wir übernehmen Handlungen, Wörter und Gesten. Und andersherum sind uns Menschen sympathisch, die unsere Bewegungen und Sprache nachahmen – egal ob bewusst oder unbewusst. Soziale Mimikry ist deshalb zum Beispiel eine Strategie beim Flirten oder bei wichtigen Kundentreffen. Wenn Du unauffällig nachahmst wie sich Dein Gegenüber bewegt, wirkst Du auf ihn oder sie sympathischer. Menschen die sich ähnlich verhalten sind mögen wir also lieber. [3] Das macht sich natürlich auch beim Essen bemerkbar. Mehr dazu später!

Soziale Unterstützung macht uns gesund…

… oder zumindest weniger krank. Die Forschung befasst sich viel damit wie soziale Unterstützung und unser soziales Umfeld sich auf unser Leben auswirkt. Sie stellen fest, dass sozial orientierte Personen ein höheres Wohlbefinden haben. Und auch unsere körperliche Gesundheit steht im Zusammenhang mit starken sozialen Beziehungen.

Wieso bist Du durch Deine sozialen Beziehungen gesünder ?

  • Weniger biologischer Stress: Es gibt viele Studien zu Stress und sozialer Unterstützung. Das Ergebnis? Soziale Unterstützung in Stresssituationen lässt sich biologisch messen: Das Level des Stresshormons Cortisol im Körpers sinkt wenn Freunde und Familie für Dich da sind. Stress und zu viel Cortisol im Körper können uns krank machen. Warum das so ist und was Du gegen Stress tun kannst liest Du hier. [4]
  • Dein Selbstwert wird größer: Unsere sozialen Kontakte geben uns Komplimente und Lob. Wir erfahren von ihnen positive Rückmeldung und konstruktive Kritik. Außerdem fühlen wir uns von ihnen geliebt und wertgeschätzt. Das steigert unser Selbstbild (link ketoseportal) und unseren Selbstwert (link ketoseportal). Wir fühlen uns besser so wie wir sind.
  • Rückhalt und Sicherheit in Krisen: Dein Freund hat sich getrennt? Du bist krank? Du weißt in Deinem Job nicht mehr weiter? Oder sogar ein Todesfall in der Familie? Hier sind Freunde für Dich da! Sie lenken Dich ab. Außerdem können sie Dir Aufgaben abnehmen, die Du aus Trauer oder Überforderung nicht schaffst. Sie behalten den Überblick. Zusätzlich natürlich ganz wichtig: sie trösten Dich und stehen diese Zeit mit Dir zusammen durch.
  • Dein Immunsystem wird stärker: Auch körperlich bist Du mit einem unterstützenden sozialen Umfeld gesünder! Forscher fanden heraus, dass eine höhere Anzahl von NK-Zellen (natürliche Killerzellen: erkennen und töten abnormale Zellen wie Tumor- oder Viruszellen ab) in Zusammenhang mit größerer sozialer Unterstützung steht. Schon bei Erkältungen kannst Du von sozialer Unterstützung profitieren: Versuchspersonen wurden mit Erkältungsviren in Kontakt gebracht. Sozial aufgeschlossene Personen erkrankten deutlich weniger als sozial isolierte Personen. [5]
  • Du hast geringeres Risiko für körperliche Krankheiten: mit einem unterstützenden sozialen Umfeld sinkt das Risiko für Tuberkulose, Herzkrankheiten und Arthritis. [6]
  • Das Risiko für Depressionen sinkt: Wissenschaftler fanden heraus, dass Freunde und Familie Depressionen reduzieren können. Risikopatienten mit einem unterstützenden sozialen Umfeld erkranken weniger an Depressionen als sozial einsame Risikopatienten. Bei bestehenden Depressionen sind außerdem die Heilungschancen größer wenn sozialer Rückhalt bei den Patienten da ist. [7]
  • Du bist weniger anfällig für psychische Krankheiten: neben Depression erkranken Personen mit großer sozialer Unterstützung auch weniger an Burn-Out, Alkoholismus und Schizophrenie. [8]
  • Gesundheitsrelevantes Verhalten wird größer: Mit sozialer Unterstützung haben wir zum Beispiel weniger Schwierigkeiten mit dem Rauchen aufzuhören oder gesünder zu essen. Das heißt, mit sozialer Unterstützung fällt es Dir leichter auf ketogene Ernährung umzustellen!

Nehmen Menschen in Gruppen leichter ab?

Hat soziale Unterstützung einen Vorteil auf Ernährungsumstellung oder Diäten? Das sind die Ergebnisse aus bisheriger Forschung:

  • Das Durchhaltevermögen bei einer Ernährungsumstellung ist mit sozialer Unterstützung größer. Das konnten Forscher belegen bei 166 Versuchspersonen die entweder allein oder mit Unterstützung von drei Freuden an der Studie teilnahmen. [10] Die Versuchspersonen nahmen an einem Diät-Programm teil. Von den Personen allein brachen 24% das Programm ab – bei denen mit Freunden nur 5%.
  • Und Menschen verlieren mehr Gewicht wenn ihre Diät von ihrem sozialen Umfeld unterstützt wird. [9]. Bei der gerade genannten Studie konnten 66% der Personen mit Freunde ihr Gewichts-Ziel erreichen. Von den Personen alleine aber nur 24%.
  • Es gibt Skalen die soziale Unterstützung messen (z.B. die „Social Support Scale“). In einer Studie [11] legten Forscher 171 Versuchspersonen Fragebögen zu Ernährung, Sportverhalten, Übergewicht und Diäten vor. Außerdem wurde mit einer Skala die soziale Unterstützung durch Freunde und Familie gemessen. Hohe Werte auf diesen Skalen stehen im Zusammenhang mit gesünderem Essverhalten und mehr körperlicher Aktivität und Sport.
  • Abnehmen, Diäten durchhalten und die Ernährung umstellen ist leichter in der Gruppe als im Alleingang. In einer US-Studie [12] untersuchten Forscher das bei 413 übergewichtigen Männern und Frauen über 3 Jahre hinweg. Die Personen wurden zufällig einer Abnehmgruppe oder einem eintägigen Kurs zur Abnehm-Selbsthilfe zugeteilt. Die Menschen in der Abnehmgruppte nahmen mehr ab und hatten weniger Jojo-Effekt als die Menschen die nach dem Kurs alleine ihre Ernährungsumstellung durchhalten mussten.

 

Das gemeinsame Essen ist wichtig – Essen als sozialer Kleber

Die Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer ist sich sicher:

„Essen ist ein sozialer Event, der das Zusammengehörigkeits­­gefühl stärkt“.

Laut Prof. Dr. Barbara Methfessel dient Essen in allen Lebenslagen als sozialer Kleber: im Privaten, Beruflichen und sogar in der Politik. Gemeinsames Essen ist die ausgeprägteste Struktur für regelmäßige Gemeinschaftserlebnisse – und das in allen Kulturen weltweit. [13] [14]

Besonders das gemeinsame Essen als Familie hat positive Auswirkungen. Kinder und Jugendliche essen gesünder und ausgewogener wenn zusammen mit der Familie. Aber bei Erwachsenen zeigt sich dieser Effekt ebenfalls! [15][16][17]

Auch  auf der Arbeit lohnt sich das gemeinsame Mittagessen. Das fanden Forscher in der Cornell University heraus. Wenn Kollegen regelmäßig zusammen essen arbeiten sie besser zusammen. Zusätzlich leistet jeder von ihnen mehr bei der Arbeit  . [18]

Wir sitzen besonders oft beim Essen mit anderen Menschen zusammen. In Ess-Situationen verbringen wir viel gemeinsame Zeit. Durch das Nachahmen von Essgewohnheiten gestalten wir positive, unterbewusste Bindungen. [19]

Erinnerst Du Dich noch an den Begriff Soziale Mimikry? Das Phänomen, dass wir Menschen lieber mögen die sich ähnlich zu uns verhalten. Soziale Mimikry passiert ganz viel beim Essen. Wir sitzen uns für eine recht lange Zeit direkt gegenüber und beobachten – oft unbewusst – was unser Gegenüber isst und wie er oder sie sich bewegt. Wir passen uns an das Essverhalten des Anderen an.

Wie macht sich das dann bemerkbar? [20]
  • Wie geben oft die Entscheidung ab und sagen zum Beispiel „ich nehm das Gleiche“.
  • Wir wählen Essen, das unserem Gegenüber auch schmeckt. Wie wählen zum Beispiel mehr gesunde Beilagen, wenn unser Tischpartner sehr gesund isst.
  • Wir essen mehr, wenn unser Gegenüber eine größere Portion wählt. Wir essen weniger, wenn unser Gegenüber eine kleinere Portion wählt.
  • Wir passen uns an die Geschwindigkeit unseres Gegenübers an. Essen also schneller oder langsamer.

Je mehr wir eine Person mögen, desto stärker zeigt sich diese Anpassung beim Essen. Eine hohe Soziale Mimikry stärkt soziale Beziehungen. Das heißt, wenn ihr beide ketogen esst, stärkt das Eure Freundschaft. Wenn allerdings Unterschiede beim Essverhalten da sind, kann das vielleicht unbewusst die Sympathie senken.

Keto Tipps

 

Wie Du Deine Ernährung leichter zu Keto änderst – mit sozialer Unterstützung

Zusammen essen macht es leichter ketogen zu essen – oder manchmal doch schwieriger

Manchmal machen es Dir Deine Freunde oder Familie unbewusst schwer ketogen zu essen. [21] Das könnte daran liegen, dass ihnen die Ernährungsumstellung nicht gefällt – weil Du jetzt anders isst als sie.

Hast Du schon einmal Situationen erlebt in denen dir Dein soziales Umfeld es schwierig gemacht hat auf ketogene Ernährung umzustellen?

Typisch sind vor allem folgende zwei Situationen
  • Dein Partner / Mitbewohner / Mama / Freunde kochen lecker und gerne für Dich – aber nicht ketogen. Sie machen es Dir damit unabsichtlich schwer, Deine Ernährung umzustellen. Du kannst oft nicht mitessen oder nur manche Beilagen sind ketogen.
  • Ein Freund gibt einen neckischen Kommentar über Ketose ab. Dieser war nicht böse gemeint, aber bleibt Dir im Kopf hängen. Du machst Dir Sorgen, mit Deiner neuen ketogenen Ernährung nicht akzeptiert zu werden.

Wie geht es Dir? Fühlst Du Dich manchmal zu wenig unterstützt bei Deiner ketogenen Ernährung? Wünschst Du Dir mehr Unterstützung von Freunden und Familie?

So muss das nicht bleiben!

Meistens meinen es Familie und Freunde gar nicht böse. Sondern sie sind überfordert mit der Situation. Haben Angst, Fehler zu machen. Ihre Unsicherheit verleitet sie vielleicht zu unangenehmen Kommentaren oder Unverständnis. Außerdem fehlt ihnen oft das nötige Wissen. Sie meinen, ketogene Ernährung sei ungesund. Sie haben sich aber wahrscheinlich noch nie genauer damit beschäftigt.

Diese Situationen anzusprechen kann Dir helfen. Familie und Freunde haben Dich gern. Sie möchten für Dich da sein und Dir helfen. Deine Freunde können ihr Verhalten ändern und Dich bei Deiner Ernährungsumstellung unterstützen. Durch mehr gegenseitige soziale Unterstützung bei Deiner ketogenen Ernährung habt Ihr beim Essen auch wieder mehr gemeinsame Freude.

Keto Tipps für mehr soziale Unterstützung bei Deiner Keto Reise

Überprüfe Deine sozialen Netzwerke

  • Wer sind Deine „Verbündeten“? Wer unterstützt Dein Vorhaben, ketogen zu essen?
    Diese Menschen brauchst Du! Sie können Dir Rückhalt und Sicherheit geben. [21][22]
  • Wer sind „Saboteure“? Gibt es auch in Deinem Umfeld Menschen, die Dir die ketogene Ernährung ausreden möchten? Sie glauben das sei ungesund für Dich. Ignoriere solche Stimmen! Lass Dich nicht von ihnen beeinflussen. Du hast Dich für eine ketogene Ernährung entschieden um Deinem Körper Gutes zu tun. Du brauchst kein Brot oder Nudeln um gesund und ausgewogen zu essen. Und viel Fett zu essen ist auch nicht ungesund. Auf ketoseportal.de hast Du viele Info um die Argumente, ketogene Ernährung sei ungesund, zu widerlegen.
    Von diesen Leuten solltest Du Dich fern halten. Oder Du könntest ihnen noch einmal erklären, warum ketogene Ernährung das Richtige für Dich ist. Wie Du das machst? Lies nach unter „Wie erkläre ich meine Ernährungsumstellung“.

Lass Freunde und Familie an Deiner ketogenen Reise teilhaben

  • Erzähle, wie es bei Dir läuft und was Du für Erfahrungen machst. Das hilft ihnen sich in Deine Lage zu versetzen. Außerdem vermittelst Du Deinen Freunden so das Gefühl Teil des Ganzen zu sein.
  • Gib Deinem sozialen Umfeld Feedback. Deine Freunde und Familie können keine Gedanken lesen. Hilf ihnen zum Beispiel beim Kochen und mit Rezeptvorschlägen. So wissen Deine Freunde und Familie, was Du essen kannst und was nicht.
  • Lass Freunde und Familie helfen. Berichte von Deinen Schwierigkeiten und Zweifeln. Frag direkt nach Unterstützung. Das gibt Dir Sicherheit. Du kannst auf Hilfe von Freunden und Familie vertrauen. Das macht es Dir leichter Dein Ziel zu erreichen. Wende Dich zum Beispiel besonders während der Keto-Grippe an dein soziales Umfeld. Erzähle ihnen von den Veränderungen in Deinem Körper. Erkläre ihnen, dass es normal ist, für eine Weile Umstellungsprobleme zu haben und was so auf dich zukommen könnte. (Oder auf sie. Dein Partner könnte eventuell auch unter deinem Aceton Mundgeruch leiden für eine Weile)
  • Dir Deine Sorgen und Probleme von der Seele zu reden kann Dir bereits viel helfen. Sag zum Beispiel: „auch wenn Du nicht ketogen isst, hilft es mir sehr wenn Du mir zuhörst“ oder „ich erwarte keine Tipps, aber ich wünsche mir, dass Du weißt wie es mir geht und für mich da bist “

Tägliche Ermutigung und Unterstützung

  • Lass Dich loben. Bitte Dein soziales Umfeld um positive Rückmeldungen. Bitte um positive Rückmeldung zu Deinem Gewicht / Deiner Energie / Deinem Durchhaltevermögen / Deinem Wissen über Ketose / … Damit erbettelst Du keine Komplimente, sondern angewandte Unterstützung. Sag zum Beispiel „Mir würde es sehr helfen durchzuhalten, wenn ich Feedback von Dir bekomme“ oder „Wenn Du meine Fortschritte bei der ketogenen Ernährung bemerkst und mir mitteilst, steigert das meine Motivation! So hab ich mehr Kraft, weiterzumachen“.
  • Freunde als Rezept- und Kochpartner. Lass Deinen Partner Deine kreativen neuen ketogenen Rezepte positiv hervorheben. Frag ihn um Rückmeldung, was auch im schmeckt und was er gerne wieder essen möchte. „Schatz, wie fandest Du das Essen? Welches ketogenes Rezept ist Dein Lieblingsrezept?“ Frag Deine Essenspartner und –freunde nach ihrer Meinung „Sollen wir heute Abend einmal Lammkottelet auf Ofengemüse oder Sommersalat mit Garnelen kochen?“ So freut ihr Euch gemeinsam auf das Essen und könnt es auch gemeinsam genießen – ganz ketogen! In diesem Artikel kannst Du mehr darüber lesen wie ihr einer Beziehung damit umgeht wenn Du ketogen isst und Dein Partner nicht.
  • Freunde als Mentoren. Bitte Deine Freundin, Dich hin und wieder darauf aufmerksam zu machen wie lange Du schon durchgehalten hast ketogen zu essen. Sie könnte Deine „Monitorin“ sein. Sie kann Dir zum Beispiel kleine Nachrichten schreiben „wieder eine Woche geschafft!“ oder „wie wäre es heute mit einem lecker Keto Kuchen?“ oder aufmunternde Worte während der Keto Grippe „halte durch, Du hast die Keto-Grippe bald überstanden“ oder „widersteh dem Heißhunger auf Süßes“.

Keine kritischen Kommentare über Dein Essverhalten

  • Neckische Kommentare und Witze unterbinden: Erklär Deinem sozialen Umfeld, dass kritische und neckische Kommentare Dich verunsichern. Erklär ihnen, dass Du dich dann unwohl fühlst. Dass sie es Dir damit schwerer machen Dein Vorhaben umzusetzen. Besonders am Anfang kommen oft Kommentare wie „das hältst Du eh nicht durch“ oder „mal sehen wann Du wieder Lust auf Pasta bekommst“. Sag Deinen Freunden zum Beispiel klar und deutlich „Ich finde es schade, dass Du kein Vertrauen in mich hast.“ und „Wenn Du nicht an mich glaubst, fällt es mir schwer an mich selbst zu glauben“.
  • Zu Deiner Entscheidung stehen: Mach Deinen Freunden und Familie klar, dass Du nicht ständig Deine Entscheidung zu ketogener Ernährung rechtfertigen möchtest. Wenn sie sagen, dass sie ja nur besorgt sind um dich, sende ihnen einen Link wo alles erklärt ist, z.B. Ketose – Alles was du wissen musst . Oder wende die Tipps aus dem Artikel „Wie erkläre ich meine Ernährungsumstellung“ an. Sag ihnen „meine Entscheidung, ketogen zu essen ist bereits getroffen. Ich wünsche mir, dass Du mich unterstützt statt versuchst mich davon zu überzeugen, dass Keto schlecht für mich sei.“
    Wenn Du dich ständig rechtfertigen musst, zieht Dich das runter und macht Dir nur schlechte Laune. Darunter leidet dann auch Eure Freundschaft.
  • Sich Ausnahmen in den Weg stellen: Die Umstellung zu ketogener Ernährung ist besonders am Anfang schwierig. Es wird noch schwieriger wenn Dein soziales Umfeld Dich zu Ausnahmen drängen will. Aussagen wie „ach komm, ein kleines Stück Kuchen geht doch“ oder „willst Du jetzt wirklich einfach gar nichts essen? (wenn es keine ketogene Auswahl gibt) Iss doch ein bisschen mit“ oder „Letzte Woche hast Du ja auch noch Nudeln gegessen“ sind total demotivierend für Dich. Weis Deine Freunde darauf hin, dass ketogene Ernährung nicht funktioniert mit Ausnahmen – sonst fällst Du aus der Ketose. Stattdessen könnten Deine Freunde Dich von Ausnahmen abhalten und „Verführungen“ vermeiden. Sag ihnen zum Beispiel „stell bitte die Schale mit Kartoffeln auf die andere Seite des Tisches“ oder „wäre es möglich, keine zuckrige Schokolade und Kekse als Snacks aufzutischen? Es gibt leckere ketogene Snacks (interner link) (zum Beispiel Nüsse, dunkle Schokolade, Gemüsesticks, mit Käsedip, …).

Umgehe unangenehme Situationen mit Essen

  • Geschenke: Bitte Familie, Freunde und Bekannte Dir nur ketogene Lebensmittel zu schenken (also keine Nicht-Keto-Schokolade als kleines Dankeschön, kein Kuchen zum Geburtstag, etc.). Eine Wunschliste bei Amazon könnte hier eine gute Alternative sein. Pack da kleine und größere Dinge rein, die dir bei der Ernährungsumstellung helfen können. Keto Schokolade, Keto Kekse, Keto Müsli, Tee, Stevia, Küchenhelfer, etc. So wissen sie immer eine gesunde Keto Alternative wenn sie dir eine Freude bereiten wollen oder ein Geschenk suchen.
  • Gemeinsam essen: Bitte sie, ketogen zu kochen wenn Du dabei bist. Dafür solltest du einfache Gerichte vorschlagen, die auch Nicht-Ketarier kennen. Zum Beispiel Steak und Salat mit Essig und Öl. Oder Rouladen und Rotkraut (aufpassen dass es nicht gezuckert wird!). Auf keinen Fall solltest du davon ausgehen, dass dein Gastgeber irgendwelche exotischen Low Carb Dinge zu Hause hat wie Kokosmehl oder Stevia. Bring das dann entweder selbst mit oder beschränke dich auf Gerichte, die auch im High Carb Universum vorkommen. Oder biete ihnen an, zusammen zu kochen. Probiere hier lieber kein neues kompliziertes Rezept aus. Du wirst abgelenkt sein und wahrscheinlich lieber mit Freunden quatschen als dich auf das Rezept zu konzentrieren. Außerdem musst du dir vielleicht doofe Kommentare anhören wenn es nichts wird – und du hast nichts Leckeres zu Essen. Nimm lieber etwas Einfaches, Bewährtes und leckeres was auch deine Freunde begeistern würde, wenn sie es probieren.
  • Der Umgang mit Keto: Bitte Deine Freunde, ketogene Ernährung nicht als Einschränkung zu sehen. Das klingt sehr negativ und gibt Dir das Gefühl, Dich wirklich einzuschränken. Stattdessen sollte der Wortlaut zum Beispiel „alternatives Essen“ sein. Oder einfach beim Namen genannt werden – nämlich ketogen!

Mit diesen Vorschlägen wird es Deinem sozialen Umfeld leichter fallen Dich zu unterstützen!

Noch leichter ist es natürlich sich gemeinsam ketogen zu ernähren.

Finde Gleichgesinnte – Ketarier helfen Ketarier

Startet Eure Keto-Reise gemeinsam

Eine Freundin hat ebenfalls Lust, ketogen zu essen? Das ist perfekt! Ihr könnt Euer Ziel gemeinsam erreichen und Euch gegenseitig unterstützen.

  • Informiert Euch über Ketose, Stoffwechsel und Lebensmittel – tauscht Euer Wissen über Keto Tipps aus und lernt voneinander.
  • Sprecht Probleme an und findet gemeinsam Lösungen.
  • Übersteht die Keto-Grippe gemeinsam.
  • Dokumentiert und feiert Eure Erfolge zusammen.
  • Kocht zusammen und esst leckeres ketogenes Essen.
  • Tauscht Rezepte aus, werdet kreativ und probiert neue Ideen.
  • Macht Euch zusammen auf die Suche nach ketogenen Restaurants.

Extra-Tipp: Schreibt ein gemeinsames Keto-Tagebuch  mit allen Euren Keto Erfahrungen und Keto Tipps. So wisst Ihr immer wie es der Anderen geht. Und ihr sammelt all Eure Erlebnisse zum späteren Nachlesen.

Wie kann so ein digitales gemeinsames Tagebuch aussehen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten das online zu machen.

Zum Beispiel auf

  • monkkee.de
  • onlinetagebuch.de,
  • tagebuchland.de
  • digidiary.org
  • meintabu.de.

Legt Euch einen gemeinsamen Account an. Ihr beide kennt das Passwort und könnt so darauf zugreifen. Bei digidiary.org könnt Ihr Eure Beiträge auch veröffentlichen – wenn gewünscht anonym. Die Gemeinschaft von digidiary.org kann dann Eure Keto Tipps kommentieren und Euch Feedback geben.

Teile Deine Keto-Reise und Keto Tipps online

Fitter dank Twitter? [24] Forscher haben untersucht ob soziale Unterstützung auch digital funktioniert. Das Ergebnis? Ja! Personen die während ihrer Diät regelmäßig Twitter nutzten verloren mehr Gewicht. In dieser Studie [25] ging es um das Abnehmen. Aber Du kannst die Vorteile der Online-Community für jede Diät oder Ernährungsumstellung nutzen. Warum das so ist?

  1. Der Informationsaustausch. Durch das regelmäßige tweeten und lesen von Tweets haben die „digitalen Abnehmer“ einen Wissensvorsprung. Viele Info, Tipps und Rezepte aus der Ernährungsentwicklung und –forschung sind online leicht zu finden. In dieser Studie haben die Forscher nur das soziale Netzwerk Twitter untersucht. Aber auch auf Facebook, Instagram, Pinterest, Keto-Foren, etc. findest Du digital viele wichtige und nützliche Informationen!
  2. Die emotionale Unterstützung. Soziale Netzwerke funktionieren online ebenfalls unterstützend. Motivierende Kommentare und bestätigende Posts steigern zum Beispiel Deine Willenskraft. Du erreichst online viele Gleichgesinnte dir mit digitalen Ratschlägen und Tipps zur Seite stehen können.
Wie kannst Du online Unterstützung und Keto Tipps bei Deiner ketogenen Ernährung bekommen?
  • Teile Deine Erlebnisse mit anderen Ketariern.
    Zum Beispiel indem Du Foren beitrittst und von anderen Forenmitgliedern lernst. Oder Du kommentierst Artikel auf ketoseportal.de und berichtest von Deiner eigenen Erfahrung. So kannst Du Keto Tipps erteilen oder um Rat fragen. Viele Ketarier stellen sich die gleichen Fragen. Was passiert mit Deiner Periode wenn Du in Ketose bist? Was mache ich gegen die Schlafstörungen während der Keto-Umgewöhnung?
  • Poste Deine neu ausprobierten Rezepte bei ketoseportal.de
    (Wir bauen gerade an einer Nährwerttabelle, die automatisch die Makros für dich berechnet!). So können sie auch andere Ketarier ausprobieren und nachkochen.
  • Erzähle in deinen Stories auf Instagram oder Snapchat von Deiner Keto-Reise und Keto Tipps.
    So teilst Du erstens Deine Erfahrungen mit Deinen engen Freunden. Und auch Dein Keto-Netzwerk wird größer – immer mehr andere Ketarier werden Dir folgen.
  • Werde aktiv auf Twitter. Zum Beispiel mit #ketogen oder #ketose.  So findest Du viele Tweets und Infos und Keto Tipps.
  • Gründe WhatsApp-Gruppen mit anderen Ketariern.
    Hier könnt Ihr Eure Fragen klären, gemeinsame Kochabende und Keto-Brunchs organisieren (falls Ihr in der Nähe voneinander wohnt) und auf Keto- und Low-Carb-Events  aufmerksam machen.
  • Tausche online Rezepte und Erfahrungen aus bei Facebookgruppen. Auch hier findest Du schnell Gleichgesinnte, entdeckst neue Informationen und Tipps und bekommst mit, wenn Veranstaltungen in Deiner Nähe stattfinden.
  • Lies, wie andere mit der Keto-Grippe zu kämpfen hatten.
    Das hat mir geholfen, meinen eigenen Körper besser zu verstehen. Auch konnte ich die Keto Tipps von einigen Leuten nutzen – z.B. den mit der Suppe aus Knochen. Ich hab dann zwar ein ganzes Hühnchen genommen. Aber hei, das hat auch Knochen.
  • Folge Keto-Tagebüchern und lerne aus den Erfahrungsberichten anderer.
    Mir helfen Erfahrungsberichte mich zu motivieren und ich schaue mir gerne Durchhalte Keto Tipps und Tricks für Keto an von anderen.

Gemeinsam ketogen mit Keto Tipps!

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du während Deiner Ernährungsumstellung zu Keto von sozialer Umstellung profitieren kannst. Von Deinen Freunden und Familie oder von einem digitalen Netzwerk.

Wie ziehst Du Kraft aus Deinem sozialen Umfeld? Wie unterstützen Dich Freunde und Familie? Welche Keto Tipps wendest Du an?

Wir freuen uns auf Deine Kommentare – lass uns das Keto-Netzwerk gemeinsam enger zusammenführen und Keto Tipps austauschen!

Mehr Keto Tipps zum Thema „Gemeinsam ketogen – Soziale Unterstützung bei der Ernährungsumstellung“

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bindungstheorie

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Unterstützung

[3] www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Mehr-Nachahmen-mehr-Sympathie-Leipziger-Forscher-untersuchen-soziales-Mimikry

[4] http://www.biologicalpsychiatryjournal.com/article/S0006-3223(03)00465-7/abstract

[5] http://psycnet.apa.org/record/1990-97699-010

[6] http://psycnet.apa.org/record/1977-13045-001

[7] http://psycnet.apa.org/record/2004-11098-017

[8] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0883941795800034

[9] https://link.springer.com/article/10.1007/s10995-005-0025-3

[10] http://psycnet.apa.org/record/1999-00242-015

[11] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0091743587900223

[12] www.deindiaetcoach.de/wissen/verhalten/abnehmengruppe.html

[13] https://www1.wdr.de/wissen/mensch/gemeinsam-essen-130.html

[14] https://journal.bkkgs.de/ausgabe-2017-03/so-wichtig-gemeinsam-essen/

[15] http://www.jahonline.org/article/S1054-139X(02)00711-5/abstract

[16] http://www.jahonline.org/article/S1054-139X(02)00711-5/abstract

[17] http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.4278/0890-1171-14.6.362

[18] https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/08959285.2015.1021049

[19] http://holmesplace.ch/de/wie-freunde-uns-beim-zu-und-abnehmen-beeinflussen-a541.html#sthash.gkvF58EL.pXR45JtC.dpbs

[20] https://academic.oup.com/jcr/article/36/6/915/1862922

[21] http://www.gesundepfunde.com/abnehmen-familie-freunde-unterstuetzung/

[22] https://www.hilfebeimabnehmen.de/unterstuetzung-bei-der-diaet/

[23] http://www.gesundepfunde.com/abnehmen-familie-freunde-unterstuetzung/

[24] http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/diaeten-mit-sozialen-netzwerken-fitter-mit-twitter-a-910278.html

[25] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3278106/

2018-03-21T16:20:23+00:00

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